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Nike (Unternehmen)

US-amerikanischer Sportartikelhersteller

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Nike Inc. (englisch offiziell [ˈnaɪki], angelehnt an altgriechisch νίκη níkē [níːkɛː], deutsch ‚Sieg‘, bzw. Nike, die griechische Siegesgöttin) ist ein 1964 bzw. 1971 gegründeter, international tätiger, US-amerikanischer Sportartikelhersteller. Sein Firmensitz ist Beaverton im US-Bundesstaat Oregon. Nike ist seit 1989 ein weltweit führender Sportartikelanbieter. Nike kam Mitte 2026 auf eine Marktkapitalisierung von 56,97 Milliarden US-Dollar.

Bill Bowerman, erfolgreicher Leichtathletiktrainer an der University of Oregon in Eugene, gründete im Juni 1964 gemeinsam mit Philip Knight das Unternehmen Blue Ribbon Sports. Die Firma vertrieb zunächst Sportschuhe der Marke Onitsuka Tiger (heute: Asics), ehe sie ab 1971 unter dem Namen Nike (Name der griechischen Göttin des Sieges) selbst Schuhe herstellte, die leichter waren und profiliertere Sohlen hatten als die üblichen US-amerikanischen. 1972 erschien die erste selbst produzierte Kollektion.

Der kommerzielle Erfolg Nikes war mit der Bindung an erfolgreiche Sportler verknüpft. Das Unternehmen rüstete Steve Prefontaine aus, der bei den Olympischen Sommerspielen 1972 in München über 5000 Meter den vierten Platz erreichte. Er machte Nike-Schuhe auch bei anderen Läufern bekannt. 1978 begann Nike mit dem Verkauf von Schuhen in Europa.

1984 nahm Nike den damaligen Basketballspieler-Rookie Michael Jordan unter Vertrag. Gemeinsam entwarfen sie eigene Kollektionen. Im ersten Jahr der Zusammenarbeit generierte Nike 130 Millionen US-Dollar mit der Marke Air Jordan. Insgesamt soll Jordan dem Unternehmen etwa 2,6 Milliarden US-Dollar Umsatz gebracht haben. Der Beginn dieser Zusammenarbeit wird im Film Air: Der große Wurf von Ben Affleck dargestellt.

Im Jahr 1994 wurden die Fußballweltmeister aus Brasilien „verpflichtet“. 1995 übernahm Nike den kanadischen Eishockeyausrüster Canstar für 395 Millionen US-Dollar, darunter die Marke Bauer. 1996 folgte mit dem damals noch wenig bekannten Golfspieler Tiger Woods der nächste Coup nach Michael Jordan. Für fünf Millionen US-Dollar pro Jahr wurde Nike der Ausrüster des späteren Golfstars. Später wurde der Profi-Radrennfahrer und Triathlet Lance Armstrong für das Unternehmen gewonnen.

Im September 2003 übernahm Nike die Marke Converse für 305 Millionen US-Dollar.

Knight trat 2004 als Vorstand ab, sein Nachfolger wurde William D. Perez. Im Januar 2006 wurde Perez von Mark Parker abgelöst.

Mit der Kampagne „Stand up, speak up!“ („Steht auf, erhebt eure Stimme!“) wirbt Nike seit Februar 2005 gegen Rassismus und setzt sich für mehr Toleranz und Akzeptanz in europäischen Fußballstadien ein.

Im April 2008 wurde die Eishockeysparte Nikebauer an eine Investorengruppe aus Kohlberg & Company und dem kanadischen Geschäftsmann W. Graeme Roustan verkauft. Der Verkaufspreis wurde mit 200 Millionen US-Dollar angegeben.

Nike ist seit 2012 Hauptsponsor der NFL (die US-amerikanische Profiliga im American Football).

2015 schloss Nike erstmals in seiner Firmengeschichte einen lebenslangen Werbevertrag mit einem Sportler, mit LeBron James.

Nach dem russischen Überfall auf die Ukraine schloss Nike Anfang März 2022 seine 116 Filialen in Russland; Ende Mai stoppte Nike auch das Franchise-Geschäft. Am 23. Juni 2022 gab Nike bekannt, die Filialen nicht mehr zu öffnen.

Seither gingen bei Nike stetig sinkende Geschäftszahlen mit Kursverlusten und schwindender Marktkapitalisierung einher. Im Oktober 2024 wurde CEO John Donahoe durch seinen Vorgänger (bis 2020) Elliot Hill ersetzt.

Aufgrund der Unternehmenskrise verließ Nike den S&P 100-Aktienindex im Jahre 2026.

Ab 2027 ist Nike offizieller Ausrüster des DFBs. Nike löst den jahrzehntelangen Ausrüster Adidas ab. Mit mindestens 100 Millionen Euro im Jahr zahlt Nike etwa das Doppelte von Adidas.

Die Grafikdesign-Studentin Carolyn Davidson entwarf 1971 für rund 35 US-Dollar das Logo, den sogenannten Swoosh. Die einzige Vorgabe von Nike-Gründer Philip Knight war, dass das Logo an eine Bewegung angelehnt sei. Der Swoosh soll an die Flügel der Göttin Nike erinnern.

Im Jahr 1983 wurde Carolyn Davidson zusätzlich mit einem Diamantring und Unternehmensaktien beschenkt.

Heute gilt der „Nike-Haken“ als eines der bekanntesten Markenzeichen der Welt, ebenso wie der Slogan Just do it. Die beiden Markenbestandteile werden entweder alleine für sich oder auch in Kombination zur Markenkennzeichnung verwendet.

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