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Nicolas Cage

US-amerikanischer Schauspieler, Filmproduzent und Oscar-Preisträger

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Nicolas Cage (* 7. Januar 1964 in Long Beach, Kalifornien als Nicolas Kim Coppola) ist ein US-amerikanischer Schauspieler, Filmproduzent und Oscar-Preisträger.

Nicolas Cages Vater ist der Italoamerikaner August Coppola, ein Professor für Literatur. Vorfahren seiner Mutter, der Tänzerin und Choreographin Joy Vogelsang (1935–2021), stammen aus dem Raum Cochem an der Mosel. Er ist der Neffe des Filmregisseurs und -produzenten Francis Ford Coppola und der Schauspielerin Talia Shire. Er ist somit Cousin der Filmemacher Sofia und Roman Coppola, der Schauspieler Robert Coppola Schwartzman und Jason Schwartzman sowie des Produzenten Gian-Carlo Coppola.

Seine Mutter litt unter starken Depressionen, die auch zu stationären Klinikaufenthalten führten. 1976 ließ sich das Ehepaar scheiden, jedoch hielt er stets Kontakt zu seiner Mutter. Er interessierte sich schon in seiner frühesten Kindheit für das Filmgeschäft. Mit 15 Jahren nahm er professionellen Schauspielunterricht. Zwei Jahre später brach er die Beverly Hills High School ab, um sich auf seine Karriere zu konzentrieren.

Sein Leinwanddebüt gab er 1982 in der Komödie Ich glaub’, ich steh’ im Wald.

Kurze Zeit später nahm er den Künstlernamen Cage (nach der Comic-Figur Luke Cage und dem avantgardistischen Künstler John Cage) an, um nicht den Eindruck zu erwecken, er werde wegen seines berühmten Onkels Francis Ford Coppola begünstigt, bzw. um dies auch tatsächlich zu verhindern. Dennoch gab ihm Coppola 1983 eine Rolle in seinem Film Rumble Fish. Nach dem Abschluss der UCLA School of Theater, Film and Television war Nicolas Cage unter anderem in den Filmen Cotton Club, Valley Girl, Peggy Sue hat geheiratet und Arizona Junior zu sehen. Der Durchbruch gelang ihm Ende der 1980er mit der Oscar-prämierten Komödie Mondsüchtig und in David Lynchs Wild at Heart, der als bester Film der Filmfestspiele von Cannes 1990 ausgezeichnet wurde.

1996 erhielt Cage für Leaving Las Vegas den Oscar als Bester Hauptdarsteller.

Die Filme The Rock – Fels der Entscheidung, Con Air, Face/Off – Im Körper des Feindes und Nur noch 60 Sekunden bescherten ihm in den Folgejahren vier seiner größten Erfolge an der Kinokasse. 1998 spielte er neben Meg Ryan in Stadt der Engel, einer Neuverfilmung des Wim-Wenders-Films Der Himmel über Berlin.

2002 erhielt er für Adaption – Der Orchideen-Dieb erneut eine Oscar-Nominierung. Zu sehen war er auch in dem Abenteuerfilm Das Vermächtnis der Tempelritter, außerdem führte er 2002 bei Sonny erstmals Regie. 2006 kamen die Filme Lord of War – Händler des Todes und World Trade Center in die deutschen Kinos.

Ab den 2010er Jahren spielte Cage vermehrt in Filmen mit, die keine oder nur eine eingeschränkte Kinoauswertung erfahren und Direct-to-Video-Produktionen waren. Ein großer Anteil der Produktionen sind Actionfilme. Er nahm Rollen eigener Aussage teilweise aus finanziellen Gründen an, weil er Schulden hatte. Im Rückblick erklärte er, dass die Arbeit sein „Schutzengel“ in jener Zeit, als er hochverschuldet war, gewesen ist. 2026 war er in der Hauptrolle in der Serie Spider-Noir zu sehen. Sein Schaffen umfasst mehr als 110 Produktionen.

Cage war laut dem US-amerikanischen Forbes Magazine einer der am besten verdienenden männlichen Schauspieler in Hollywood. Zwischen Juni 2007 und Juni 2008 erhielt er Gagen in Höhe von 38 Mio. US-Dollar und rangierte hinter Will Smith, Johnny Depp, Eddie Murphy, Mike Myers, Leonardo DiCaprio, Bruce Willis und Ben Stiller auf Platz acht.

Mit Butcher’s Crossing und The Old Way, deren Dreharbeiten nacheinander im Oktober 2021 in Montana stattfanden, spielte er erstmals in Western mit.

Cage ist Eigentümer der Produktionsfirma Saturn Films, in deren Filmen er auch selbst mitspielt. In der Actionkomödie Massive Talent von 2022 spielt Cage sich selbst, wie er sich in einer beruflichen Schaffens- und einer persönlichen Identitätskrise befindet, verbunden mit zahlreichen Anspielungen auf seine früheren Filmrollen.

Zu dem im Jahr 2023 erschienenen Film Dream Scenario sagte Cage, dass er mit dem darin vorkommenden Professor Paul Matthews „vielleicht“ seine „persönlichste Rolle“ gespielt habe. Er habe die Rolle „kaum spielen müssen“. Angesprochen darauf, welche Rolle er spielen würde, wenn er in seinem Leben nur noch eine Rolle spielen dürfte, antwortete Cage im Jahr 2024 „Kapitän Nemo von Jules Verne“.

Aus einer 1988 begonnenen Beziehung mit der Schauspielerin Christina Fulton hat er einen Sohn, Weston Coppola „Arcane“ Cage (* 1990), der in der Black-/Death-Metal-Band Eyes of Noctum sang und Lead-Sänger und Gitarrist der Oriental-Metal-Band Arsh Anubis ist. Anfang der 1990er Jahre war Cage mit der Schauspielerin Sarah Jessica Parker, die er bei den Dreharbeiten zu Honeymoon in Vegas (1992 erschienen) kennengelernt hatte, liiert.

1995 heiratete Cage die Schauspielerin Patricia Arquette, 2001 ließ er sich von ihr scheiden. 2002 heiratete er Lisa Marie Presley, die Tochter von Elvis Presley und Ex-Frau von Michael Jackson, von der er sich vier Monate später wieder trennte. Die Scheidung erfolgte 2004. In dritter Ehe war Cage von 2004 bis 2016 mit der Restaurantmitarbeiterin Alice Kim verheiratet, die am 3. Oktober 2005 den gemeinsamen Sohn Kal-El, benannt nach dem kryptonischen Namen von Superman, zur Welt brachte. Cage ist ein bekennender Comic-Fan. Er hat eine Sammlung von Superman-Ausgaben aus den 1930er und 1940er Jahren. In einigen Filmen, in denen Cage mitspielte, übernahm Alice Kim einen Cameo-Auftritt, so zum Beispiel in Next, in dem sie bei einem Zaubertrick eine Frau aus dem Publikum spielt. Im März 2019 heiratete Cage in Las Vegas die Maskenbildnerin Erika Koike, die er seit einem Jahr datete, und ließ die Ehe nach vier Tagen wieder annullieren. Im Februar 2021 heiratete Cage die damals 26- oder 27-jährige Riko Shibata, die aus Kyōto in Japan stammt. Im September 2022 wurde ihre gemeinsame Tochter August Francesca geboren.

Cage hält sich in seiner Villa in Las Vegas unter anderem eine Krähe als Haustier, die ihn eigenen Angaben zufolge an Edgar Allan Poe erinnert. Er erklärte außerdem, dass er ein Grufti sei und das Goth-Element an dieser Tierart möge. Nach dem Dreh des im Jahr 2022 erschienenen Films Pig kam ein Schwein dazu, das er sich in dem Garten derselben Villa hält. Cage hält sich dort außerdem einen Waran, einen Wels, einen Arowana und eine Schildkröte. Er besaß außerdem zwei Königskobras. Einen ersteigerten 276.000 Dollar teuren Dinosaurierschädel, der sich später als Diebesgut und Eigentum der Mongolei herausstellte, gab er dem Land zurück.

Schwarzlichtposter hält Cage für eine vergessene Kunstform, weshalb er sich in seinem Zuhause in Las Vegas eine entsprechende Dunkelkammer eingerichtet hat.

2006 übernahm Cage den Herrschaftssitz der Freiherren von Brand, Schloss Neidstein in Etzelwang bei Amberg (Oberpfalz). Jedoch verkaufte er das Anwesen Anfang 2009, um Schulden begleichen zu können.

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