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Nicolò Bulega

Italienischer Motorradrennfahrer

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Nicolò Jarod Bulega (* 16. Oktober 1999 in Montecchio Emilia) ist ein italienischer Motorradrennfahrer. Er startete von 2015 bis 2018 in der Moto3-Klasse der Motorrad-Weltmeisterschaft sowie von 2019 bis 2021 in der Moto2-Klasse. 2022 startete er in der Supersport-Weltmeisterschaft und gewann in der Klasse den Weltmeistertitel 2023. Seit 2024 tritt er für das Ducati-Werksteam in der Superbike-Weltmeisterschaft an und wurde auf Anhieb Vizeweltmeister.

Nicolò Bulega ist der Sohn des ehemaligen Motorradrennfahrers Davide Bulega. Er begann mit dem Rennsport im Alter von acht Jahren in der italienischen Minimoto-Meisterschaft. Bis 2013 fuhr er in verschiedenen italienischen Meisterschaften und gewann mehrere Titel. 2014 startete er in der CEV-Moto3-Junioren-Weltmeisterschaft und schloss die Saison mit dem sechsten Gesamtrang und zwei Podiumsplatzierungen ab. Die folgende Saison in der Meisterschaft gewann er.

Bulega gab 2015 mit einer Wildcard beim Großen Preis von Valencia im Sky Racing Team VR46 von Valentino Rossi sein Debüt in der Motorrad-Weltmeisterschaft. Er schloss das Rennen als Zwölfter ab und errang so seine ersten WM-Punkte. Ab der Saison 2016 war er Fixstarter im Sky Racing Team an der Seite von Andrea Migno und zunächst Romano Fenati. Nach der Suspendierung Fenatis wurde Lorenzo Dalla Porta sein neuer Teamkollege.

Nach zwei erfolglosen Jahren in der Moto2-Klasse bei Gresini Racing wechselte Bulega zur Saison 2022 in Supersport-Weltmeisterschaft. Er startete im Ducati-Werksteam auf einer Panigale V2 und belegte in seiner Debütsaison mit insgesamt neun Podestplätzen WM-Rang vier. In der folgenden Saison trat er für das gleiche Team an und wurde mit 16 Siegen in 24 Rennen Weltmeister.

Als amtierender Supersport-Weltmeister wechselte Bulega zur Saison 2024 in die Superbike-Weltmeisterschaft. Er wurde von Ducati nach dem Supersporttitel befördert und erhielt den Platz neben dem amtierenden Weltmeister Álvaro Bautista im Werksteam. Bulega gelang bei seinem Debüt auf Phillip Island die Pole-Position und der Sieg im ersten Rennen. Über die Saison hinweg stellte sich Toprak Razgatlıoğlu auf BMW als härtester Konkurrent heraus, seinen Teamkollegen hatte Bulega klar im Griff. Er wurde in seiner Debütsaison Vizeweltmeister hinter Razgatlıoğlu und schlug seinen Teamkollegen und damaligen amtierenden Weltmeister Bautista deutlich.

Für die Saison 2025 blieb die Fahrerpaarung im Werksteam von Ducati gleich. Die Kräfteverhältnisse in der Meisterschaft verschoben sich noch mehr in Richtung Bulega und Razgatlıoğlu. Beiden zusammen gelangen 35 Siege in 36 Rennen; Bulega entschied dabei 14 Rennen für sich. Er wurde erneut WM-Zweiter und hatte nur 13 Punkte Rückstand auf Razgatlıoğlu. Seinen Teamkollegen Bautista verwies er mit 603 zu 337 Punkten klar auf Rang drei. Im Mai 2025 hatten sich Bulega und Ducati auf einen neuen Zweijahresvertrag im Werksteam des Herstellers aus Borgo Panigale geeinigt.

Für die Saison 2026 erhielt Bulega mit dem Spanier Iker Lecuona einen neuen Teamkollegen. Dieser ersetzte Álvaro Bautista, der zum Kundenteam Barni-Ducati wechselte. Bulega startete als Topfavorit in die Saison und gewann beim Auftakt in Australien alle drei Rennen, holte die Pole Position sowie alle schnellsten Rennrunden. Seine bestechende Form setzte er in Portimao und in Assen fort. In den sechs Rennen holte er alle sechs Siege, dazu beide Pole Positions und alle schnellsten Rennrunden. Durch seine Siege egalisierte er den Rekord von Toprak Razgatlıoğlu aus der Vorsaison (13 Siege in Folge). Insbesondere seine Siege in Assen waren für ihn von Bedeutung, da er dort ein Jahr zuvor an gleicher Stelle am Sonntag im Rückblick die WM verlor, da er in beiden Rennen durch Motorschäden an seiner Ducati ausgefallen war. Er gewann auch die nächsten drei Rennen in Ungarn und baute dadurch seine Rekordserie auf 16 Siege insgesamt aus. Die nächsten beiden Stationen auf dem Autodrom Most in Tschechien und auf dem Motorland Aragon in Aragonien verließ er ungeschlagen und baute damit seine Siegesserie auf 22 Siege in Folge aus. Beim Heimrennen in Misano baute er seine Serie mit weiteren drei Siegen aus. Bei der achten Saisonstation in Donington riss seine Siegesserie, da Teamkollege Lecuona im ersten Rennen trotz Pole von Bulega das Rennen gewinnen konnte. Die beiden Sonntagsrennen konnte Bulega wieder für sich entscheiden. Nach der Sommerpause holte Bulega auf dem Circuit de Nevers Magny-Cours in Frankreich erneut drei Rennsiege, sowie seine neunte Pole in Folge

Im Mai 2025 wurde von Ducati Corse verlautbart, dass Nicolò Bulega ab 2026 auch als Testfahrer des MotoGP-Projekts aktiv sein würde. Aufgrund des Ausfalls von Stammfahrer Marc Márquez bestritt Bulega als Ersatzmann die letzten beiden Rennen der Saison 2025 in der MotoGP-Klasse. Er erreichte in beiden Grands Prix jeweils mit Platz 15 die Punkteränge und schnitt besser ab als Stammfahrer Francesco Bagnaia.

2015 – Spanischer Moto3-Meister auf KTM

2023 – Supersport-Weltmeister auf Ducati

2024 – Superbike-Vizeweltmeister auf Ducati

2025 – Superbike-Vizeweltmeister auf Ducati

In der Motorrad-Weltmeisterschaft

In der Supersport-Weltmeisterschaft

In der Superbike-Weltmeisterschaft

(Stand: Magny-Cours, 6. September 2026)

Nicolò Bulega in der Datenbank von MotoGP.com

Nicolò Bulega in der Datenbank von WorldSBK.com

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