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National Basketball Association

Organisation und Sportliga in Nordamerika

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Die National Basketball Association (kurz: NBA) ist eine seit 1946 bestehende Basketball-Profiliga in Nordamerika. Sie gilt als die mit Abstand stärkste und populärste Basketball-Liga der Welt.

Derzeit besteht die NBA aus 30 Mannschaften, von denen 29 aus den Vereinigten Staaten kommen und eine (die Toronto Raptors) in Kanada beheimatet ist. Jeweils 15 Mannschaften spielen in der Western und der Eastern Conference, die wiederum in jeweils drei Divisions unterteilt sind. Der Saisongewinner wird nach einer 82 Spiele umfassenden Hauptrunde („Regular Season“) in den Play-offs ausgespielt, wobei jeweils die acht besten Teams beider Conferences in drei Runden nach dem Modus Best-of-Seven aufeinandertreffen. Der amtierende Meister der Saison 2025/26 ist das Team der New York Knicks.

Die NBA ist eine geschlossene Liga ohne Auf- oder Absteiger. Neue Spieler werden über eine jährliche Entry Draft auf die Teams verteilt, wobei eine vorhergehende Auslosung (die Draft Lottery) mit einer Losanzahl basierend auf dem Abschneiden des Vorjahres über die Reihenfolge der Teams in der NBA Draft entscheidet. Seit 2001 ist der NBA eine kleinere Liga mit inzwischen 31 sogenannten Farmteams angegliedert, die seit der Saison 2017/18 NBA G-League heißt.

Als offizielles Gründungsdatum der NBA gilt der 6. Juni 1946, der Gründungstag der Vorgängerliga Basketball Association of America (BAA) in New York City. Treibende Kraft für die Gründung des Verbandes waren die Besitzer und Betreiber von Sportarenen, organisiert als Arena Managers Association of America (AMAA), die ihr Geld hauptsächlich mit Eishockey, vor allem in der American Hockey League (AHL) sowie der National Hockey League (NHL), verdienten und auf diesem Weg eine Auslastung für ihre Hallen und eine zusätzliche Geldeinnahme suchten. Während sieben Mitglieder die AHL repräsentierten, gehörten fünf (Chicago, New York, Boston, Detroit und Toronto) der NHL an. Lediglich in der Uline Arena von Washington D.C. wurde kein Eishockey gespielt. Erster Präsident der Liga und BAA-Vorsitzender wurde daher auch Maurice Podoloff, der damalige Präsident der AHL, nach dem seit der Saison 2022/23 die Trophäe für das punktbeste Team der Regular Season benannt ist.

Die BAA stand jedoch zu Beginn noch unter einem schlechten Stern. Sie hatte mit massiven finanziellen Problemen zu kämpfen und es mangelte ihr an guten Spielern. Erschwerend kam hinzu, dass sich bereits nach dem ersten Jahr vier Mannschaften aus der Liga zurückzogen. Gegenüber Publikum und National Basketball League (NBL) stellte sich die BAA aber als machtvolle Großstadtliga dar, um von ihrem sportlich unterlegenen Produkt abzulenken und nach den Baltimore Bullets im Jahre 1947, dem Meister der American Basketball League (ABL), 1948 vier ihrer Teams in die neue Liga zu locken. Deshalb wurde am 3. August 1949 die NBL unter dem Vorwand einer Fusion übernommen und die Liga schließlich in National Basketball Association umbenannt. Bis heute werden daher die BAA-Champions von 1947 bis 1949 auch als NBA-Champions geführt. Von den 1949 übernommenen NBL-Teams verblieben nach der Saison 1949/50 lediglich die Tri-Cities Blackhawks und die Syracuse Nationals in der Liga. In der Anfangszeit überlebte die an Zuschauermangel darbende Liga lediglich durch regelmäßige Doubleheader mit den Harlem Globetrotters. Aus diesem Grund waren anfänglich auch afroamerikanische Spieler ausgeschlossen, um deren Besitzer Abe Saperstein nicht zu verärgern.

Die Liga bestand nach der Fusion zunächst aus siebzehn Franchises, ehe sie am Ende der Saison 1953/54 mit acht Teams nach 1948 wieder ihre kleinste Größe bis zum Ende der Dekade erreichte. Diese acht Teams, die New York Knicks, Boston Celtics, Philadelphia Warriors, Minneapolis Lakers, Rochester Royals, Fort Wayne Pistons, Tri-Cities Blackhawks und Syracuse Nationals, sind bis heute in der NBA aktiv (teilweise allerdings unter anderem Namen). Anfangs fristete die NBA ein Schattendasein neben der College-Liga NCAA. Diese geriet jedoch 1951 durch einen landesweiten Bestechungsskandal im Zusammenhang mit dem sog. point shaving in Verruf, wodurch die NBA langsam an Popularität gewann. Zahlreiche College-Stars spielten in der Nachkriegszeit nach ihrem Collegeabschluss für die NBA, unter anderem Joe Fulks und Jim Pollard. 1950 wurde die Liga auch für Afroamerikaner geöffnet und Earl Lloyd ging als erster schwarzer NBA-Spieler in die Geschichte ein, obwohl Chuck Cooper noch vor ihm gedraftet wurde, jedoch sein erstes Spiel einen Tag später als Lloyd antrat.

Anfang der 1950er dominierte vor allem ein Team die Liga: die Minneapolis Lakers. Ihr wichtigster Spieler war der 2,08 m große Center George Mikan, der erste Superstar der NBA. Obwohl er relativ langsam und schwerfällig war, konnte ihn keine Verteidigung unter dem Korb stoppen. Da durch seine drückende Dominanz das Ligageschehen einseitig zu werden drohte, änderte man die Spielregeln. 1952 erweiterte man die Zone unter dem Korb, um die Center zu mehr Bewegung zu zwingen und das Spiel auf die Flügel zu verlagern. Die Folge war jedoch, dass weniger geworfen wurde und es dadurch zu häufigerem Foul-Spiel kam, um in Ballbesitz zu gelangen und so das Herunterspielen der Spieluhr durch den Gegner zu verhindern. Bei einigen Spielen 1953 pfiffen die Schiedsrichter über 100 Fouls. Der NBA rannten erneut die Zuschauer davon, und man beschloss, das Basketballspiel grundlegend zu verändern.

Am 23. April 1954 wurde nach einer Idee des Teambesitzers Danny Biasone die Wurfuhr (englisch shot clock) eingeführt, die zum Start der darauf folgenden Saison, am 30. Oktober 1954, erstmals offiziell zum Einsatz kam. Nach der dazugehörenden 24-Sekunden-Regel muss das Team mit Ballbesitz vor Ablauf von 24 Sekunden einen Wurfversuch starten, der wenigstens den Ring berührt. Geschieht dies nicht, wechselt der Ballbesitz, selbst wenn das angreifende Team den Ball nach dem Fehlwurf wieder in die Hände bekommt. Diese Regel war ein Meilenstein für die Entwicklung des Basketballs und wurde nach und nach auch von der NCAA und der FIBA übernommen.

Zu den Stars der 1950er gehörten neben Mikan auch Dolph Schayes, Bob Pettit, Bob Cousy, Paul Arizin und Bill Sharman.

Die 1960er gelten heute als die Jahre der Celtics-Dynastie, da die Mannschaft der Boston Celtics zwischen 1957 und 1969 insgesamt elf Meisterschaften gewann, davon acht hintereinander. Obwohl die meisten Spieler aus den Celtics-Meistermannschaften heute Mitglieder der Naismith Memorial Basketball Hall of Fame sind, verbindet man mit der Celtics-Dynastie hauptsächlich zwei Namen: den des Trainers, Red Auerbach, sowie den des Anführers und wichtigsten Spielers der Celtics, Bill Russell. Weitere wichtige Spieler der Celtics in dieser Zeit waren auch John Havlicek und Bob Cousy, der das Point-Guard-Spiel revolutionierte. Ein weiterer Star der 1960er war Centerspieler Wilt Chamberlain, der für die Philadelphia Warriors, Philadelphia 76ers und später für die Los Angeles Lakers spielte. Chamberlain gelang es als erstem und einzigem Spieler, in einem NBA-Spiel 100 Punkte zu erzielen. Weitere Stars der 60er waren Oscar Robertson, Elgin Baylor, Jerry West, Willis Reed und Wes Unseld.

In diese Zeit fiel auch die „Westerweiterung“. Die NBA hatte ihren Schwerpunkt bis dahin im Nordosten der USA. Die Lakers zogen 1960 als erstes Team von Minneapolis nach Los Angeles und waren damit das erste Team an der Westküste. 1962 zogen die Warriors von Philadelphia nach San Francisco. Die Chicago Packers wurden 1961 das neunte NBA-Team. Da diese jedoch 1963 nach Baltimore weiterzogen und Chicago ein neues NBA-Team wollte, wurden 1966 die Chicago Bulls in die NBA aufgenommen. Die NBA nahm im Zuge der Westerweiterung, zwischen 1967 und 1970, sieben weitere Mannschaften auf: die Seattle SuperSonics, San Diego Rockets, Portland Trail Blazers, Phoenix Suns, Milwaukee Bucks, Buffalo Braves und die Cleveland Cavaliers.

Nach dem Ende der Celtics-Vorherrschaft begann eine Art „Dunkle Epoche“ der NBA. Das Spielniveau sank ab, das Zuschauerinteresse ließ nach. Zum einen weil sich NCAA-Basketball 20 Jahre nach dem Bestechungsskandal längst wieder erholt hatte und sich an manchen Hochschulen anschickte, den Football zu überholen, zum anderen weil 1967 eine Konkurrenzliga namens American Basketball Association (ABA) gegründet worden war. Diese begann nach und nach Spieler aus der NBA abzuwerben, u. a. Rick Barry, damals einer der Topstars. Ebenso erlaubte sie Spielern auch ohne abgeschlossene College-Ausbildung die Teilnahme am Spielbetrieb, und so wurde 1974 mit Moses Malone dem ersten Highschool-Spieler ein Profivertrag gegeben. 1969 erhielt die NBA das heutige Logo, dem eine Silhouette von Jerry West, einem damaligen Star der Los Angeles Lakers, nachgesagt wird, was die NBA jedoch dementiert.

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