An diesem Tag

Natalia Ushakova

Russische Opernsängerin

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Natalia Ushakova (russisch Наталья Ушакова Natalja Uschakowa, * 9. Februar 1969 in Taschkent, Usbekische SSR) ist eine russisch-österreichische Opernsängerin (Sopran).

Natalia Ushakova absolvierte nach einer Ausbildung zum Ingenieur für Radioelektronik ihr Gesangsstudium ab 1991 am Rimski-Korsakow-Konservatorium in Sankt Petersburg, gemeinsam mit ihrer Freundin Anna Netrebko, mit der sie auch zusammen wohnte.

1996 erhielt sie ein Stipendium für das Grazer Opernstudio. Im Jahr 1997 heiratete sie den österreichischen Tenor Reiner Schendl, der inzwischen nicht mehr als Sänger arbeitet. 1998 setzte sie ihr Gesangsstudium mit der Meisterklasse bei Josef Loibl an der Hochschule für Musik und Theater München fort. Ab 1999 besuchte sie die Accademia di perfezionamento des Teatro alla Scala in Mailand. Noch im selben Jahr debütierte sie an der Scala als Maria in Mazeppa von Pjotr Iljitsch Tschaikowski unter der Leitung von Mstislav Rostropovich.

Nachdem sie im Jahr 2000 zwei der bedeutendsten italienischen Gesangswettbewerbe, den Concorso Internazionale Riccardo Zandonai in Rovereto und den Concorso delle voci verdiane in Busseto, der Geburtsstadt Verdis, gewonnen hatte, debütierte sie im selben Jahr als Violetta Valéry in Verdis La traviata am Mariinski-Theater in Sankt Petersburg. Im selben Jahr wirkte sie beim BBC-Fernsehfilm The private life of Giuseppe Verdi mit, in dem sie Giuseppina Strepponi (Verdis zweite Frau) und Violetta Valéry verkörperte. In dieser Zeit wirkte sie auch an Tourneen des Mariinsky-Theaters von Sankt Petersburg mit, die sie an die Metropolitan Opera in New York, das Teatro Colón in Buenos Aires, das Bolschoi-Theater in Moskau und das Festspielhaus Baden-Baden führten.

Im Jahr 2001 erhielt sie die österreichische Staatsbürgerschaft. Ihr USA-Debüt gab sie 2001 als Liu in Giacomo Puccinis Turandot an der Washington National Opera, wo sie 2002 wiederum die Lisa in Pique Dame neben Plácido Domingo als Hermann spielte. Ihr Debüt an der Staatsoper Hamburg gab sie 2003 in der Rolle der Lisa in Pique Dame von Tschaikowski. Großen Erfolg bei Presse und Publikum hatte ihr Debüt im Juni 2004 im Teatro Real in Madrid mit Placido Domingo. 2005 folgte die Rolle der Tatiana in einer Neuinszenierung von Eugen Onegin. Im April 2006 gab Natalia Ushakova die Donna Anna in Daniele Abbados Neueinstudierung des Don Giovanni in Verona. In diesem Jahr debütierte sie auch mit großem Erfolg in der Carnegie Hall in New York.

2007 debütierte sie als Violetta (in La Traviata) an der Wiener Staatsoper und als Desdemona in Otello an der Staatsoper Stuttgart. 2008 folgten Debüts in Japan, am Royal Opera House Covent Garden und Gala-Konzerte zusammen mit José Carreras und weiteren Künstlern. 2011 gab sie Verdis Violetta in der Neuproduktion unter der Regie von Renato Zanella im historischen Opernhaus von Syros in Griechenland, die in der Folge zur besten Produktion des Jahres 2011 gekürt wurde. Im Anschluss daran sang sie die Tosca unter der Leitung von Plácido Domingo in Washington, D.C. und erhielt großen Beifall von Publikum und Presse bei der Uraufführung von Lera Auerbachs Oper Gogol im Theater an der Wien. Das Jahr 2012 begann mit einer Facherweiterung unter der Führung von Kammersängerin Prof. Hilde Zadek. In der Folge nahm Natalia Ushakova ihre erste Belcanto-CD mit der paneuropäischen Philharmonie unter der Leitung von Guido Mancusi in Warschau auf und debütierte als Celeste in Nick Prokops Mono-Oper Zeitperlen, begleitet von den Wiener Philharmonikern. 2013 debütierte Natalia Ushakova als Königin der Nacht an der Staatsoper Prag und der Volksoper Wien sowie als Francesca da Rimini in Lyon (Frankreich) unter dem Dirigat von Wladimir Fedosejew. Im März dieses Jahres präsentierte sie auch ihr zweites Solo-Album bei Universal Music Austria.

Sie lebt in Wien, die Stadt ist auch seit Anfang 2000 Zentrum ihres beruflichen Lebens.

Am 21. Februar 2011 nahm sie mit Rudolf Roubinek, Dirk Stermann und Mirjam Weichselbraun an der Promi-Millionenshow teil, wo 105.000 Euro als Spende für Licht ins Dunkel gewonnen wurden.

2020 nahm sie als erste Opernsängerin an der 13. Staffel der ORF-Sendung Dancing Stars als Tänzerin teil, zunächst mit dem Profitänzer Stefan Herzog und später, nach einer Verletzung von Herzog, mit Dimitar Stefanin. Sie erreichten den vierten Platz.

1998: Lisa in einer Neuproduktion von P. I. Tschaikowskis Oper Pique Dame an der Niederländischen Nationaloper in Amsterdam unter der Regie von Lev Dodin und der musikalischen Leitung von Semjon Bytschkow

1999: Maria in Mazeppa von Tschaikowski an der Mailänder Scala

1999: Mimi in Franco Zeffirellis Inszenierung von La Bohème an der Mailänder Scala

2000: Violetta in Verdis La traviata an der Mailänder Scala

2000: BBC-Fernsehfilm The private life of Giuseppe Verdi als Giuseppina Strepponi und Violetta Valéry

2000: Tourneen des Mariinski-Theaters von Sankt Petersburg mit Auftritten an der Metropolitan Opera New York, dem Teatro Colón Buenos Aires, dem Bolschoi-Theater Moskau und dem Festspielhaus Baden-Baden

2001: Marie in Die verkaufte Braut an der Staatsoper Hannover

2001: Mimi in La Bohème an der Scala und Cio Cio San in Madama Butterfly

2001: Liu in Puccinis Turandot an der Washington Opera

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