An diesem Tag

Museum of Modern Art

Museum für moderne Kunst in New York

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Das Museum of Modern Art (MoMA) in New York City beherbergt eine der weltweit bedeutendsten und einflussreichsten Sammlungen moderner und zeitgenössischer Kunst. Das Museum liegt im Stadtteil Midtown im Stadtbezirk Manhattan an der 53rd Street zwischen der Fifth und Sixth Avenue. Die Sammlung umfasst Werke der Architektur und des Design, Zeichnungen, Gemälde, Skulpturen, Photographien, Drucke, Illustrationen, Filme und Elektronische Medien. Zudem gehört eine 300.000 Bände umfassende Bibliothek zum Museum of Modern Art. Im Jahr 2016 verzeichnete das Museum 2.788.236 Besucher; es gehört zu den meistbesuchten Kunstmuseen der Welt.

Die Gründung des Museum of Modern Art geht auf Lillie P. Bliss, Mary Quinn Sullivan und Abby Aldrich Rockefeller zurück, die in den späten 1920er Jahren erkannten, dass in den USA neben den kunsthistorisch orientierten Museen eine Einrichtung für Moderne und Zeitgenössische Kunst fehlte. Es wurde am 7. November 1929 unter Leitung des Gründungsdirektors Alfred Barr eröffnet. Das Museum wurde gut vom Publikum aufgenommen und wechselte in den folgenden zehn Jahren drei Mal das Gebäude, um mehr Ausstellungsfläche zur Verfügung zu haben. 1939 bezog das Museum of Modern Art das Gebäude in Midtown Manhattan, das noch heute der Standort des Museums ist. Architekten waren Edward Durell Stone und Philip Goodwin, die mit dem minimalistischen Gebäude den ersten modernen Museumsbau schufen.

Unter der Leitung Barrs etablierte dieser eine Konzeption und Organisation des Museums, die eine Aufteilung des Museums in verschiedene Abteilungen für die verschiedenen Kunstgattungen vorsah. Diese Einteilung wurde während der weiteren Expansion der Sammlung beibehalten und weiter gestärkt. Die Zahl der Kunstwerke stieg rapide von acht Drucken und einer Zeichnung zu Beginn des Museums auf über 150.000. Zudem wurden Filme und eine beträchtliche Zahl von Standbildern aus Filmen erworben. In den 1950er und 1960er Jahren wurde das Gebäude nach Plänen des Architekten Philip Johnson erweitert. 1983/84 wurde das Museum unter der Leitung des Architekten César Pelli renoviert, der Ausstellungsraum verdoppelt und der in den Museumskomplex integrierte Wolkenkratzer Museum Tower errichtet, in dessen unteren Etagen sich weitere Ausstellungsräume befinden. Zwischen 2002 und 2004 wurde das Museum unter Leitung des japanischen Architekten Yoshio Taniguchi für 960 Millionen Dollar umgebaut und erweitert. Am 20. November 2004 wurde das Museum of Modern Art wiedereröffnet.

Im Jahr 2011 erwarb das MoMA ein angrenzendes Gebäude, in dem das American Folk Art Museum untergebracht war und ließ es 2014 abreißen, um Platz für eine geplante Erweiterung der Ausstellungsfläche zu schaffen. Für 450 Millionen US-Dollar wurden ein neuer von Diller Scofidio + Renfro entworfener Anbau errichtet und neue Galerieräume im Sockel des benachbarten neu erbauten Wolkenkratzers 53W53 geschaffen. Im Rahmen des Baus von 53W53 war das Museum of Modern Art von Juni bis Oktober 2019 geschlossen, um die neuen Ausstellungsräume im Sockel des Wolkenkratzers fertigzustellen und Renovierungsarbeiten durchzuführen. Mit der Wiedereröffnung am 21. Oktober 2019 hat sich die Galeriefläche des MoMA um 4400 m² auf die Gesamtfläche von 65.800 m² erweitert. Direktor des Museums war von 1995 bis 2025 Glenn D. Lowry. Nachfolger wurde im September 2025 der seit 2007 im MoMA tätige Schweizer Kunsthistoriker Christophe Cherix, zuletzt Kurator für Zeichnung und Druckgrafik.

Die Sammlung des Museum of Modern Art umfasst über 150.000 Werke der Architektur und des Design, Zeichnungen, Gemälde, Skulpturen – unter anderem von Alice Aycock, John Baldessari, Louise Bourgeois, Alexander Calder, Henry Moore, Claes Oldenburg, Eduardo Paolozzi –, Photographien, Drucke und Illustrationen. Dazu kommen etwa 22.000 Filme, vier Millionen Standbilder aus Filmen, sowie Videokunst wie von Valie Export, Lutz Mommartz, Pipilotti Rist und Julian Rosefeldt und weitere Elektronische Medien.

Ausgestellt werden im Museum of Modern Art unter anderem Design-Objekte des täglichen Bedarfs wie Stühle (z. B. Rietvelds Zickzack-Stuhl) oder der von Ferdinand Porsche fälschlich als seine eigene Entwicklung ausgegebene, in Wirklichkeit von Béla Barényi bis in alle Einzelheiten entworfene VW Käfer. Weiterhin werden Zeichnungen von Künstlern wie Paul Cézanne, Edgar Degas, Natalja Gontscharowa, Wassily Kandinsky und Egon Schiele. Darunter befinden sich Werke von Pablo Picasso, Piet Mondrian, Jean Arp und Andy Warhol.

Die Gemäldesammlung umfasst Werke des Impressionismus und Spätimpressionismus von Paul Cézanne, Vincent van Gogh und Paul Gauguin. Mit Ernst Ludwig Kirchner und Oskar Kokoschka sind zudem Werke des deutschen bzw. österreichischen Expressionismus vertreten. Weiterhin gehören Bilder Gustav Klimts, Henri Matisses, Marc Chagalls, Salvador Dalís, René Magrittes und Pablo Picassos zur Sammlung. Mit Jackson Pollocks Werken gehören Werke des Action Painting und Abstrakten Expressionismus zur Sammlung. Mit Roy Lichtensteins Girl with Ball sind Pop-Art-Werke vertreten. Ein weiteres ausgestelltes Gemälde ist Gold Marilyn Monroe von Andy Warhol. Ebenso sind Werke bedeutender autodidaktischer Künstler wie Henri Rousseau, Morris Hirshfield, Séraphine Louis, Bill Traylor, André Bauchant, Camille Bombois, Scottie Wilson, Alfred Wallis und John Kane Teil der Sammlung.

Seit 2012 sammelt das MoMA Computerspiele als Teil der Design-Abteilung. Die ersten 14 Spiele waren: Pac-Man (1980), Tetris (1984), Another World (1991), Myst (1993), SimCity 2000 (1994), Vib-Ribbon (1999), Die Sims (2000), Katamari Damacy (2004), EVE Online (2003), Dwarf Fortress (2006), Portal (2007), flOw (2006), Passage (2008) und Canabalt (2009). Im Juni 2013 folgten Pong (1972), Space Invaders (1978), Asteroids (1979), Tempest (1980), Yars’ Revenge (1981) und Minecraft (2011), sowie die Spielkonsole Magnavox Odyssey. Zu den für die folgenden Jahre geplanten Ergänzungen gehören: M.U.L.E. und Super Mario Bros.

Von Beginn an bildeten Sonderausstellungen zu bestimmten Kunststilen, Kunstgattungen sowie dem Werk einzelner Künstler einen Schwerpunkt der Museumsarbeit. Viele dieser Ausstellungen haben – im doppelten Sinn des Wortes – Kunstgeschichte geschrieben, indem sie Kunstströmungen museal entdeckten und neue Begriffe prägten. Die wichtigsten dieser Ausstellungen sind: Machine Art (1934), Cubism and Abstract Art (1936; mit dem berühmten Entwicklungsschema von Alfred Barr auf dem Cover), Fantastic Art, Dada Surrealism (1936), Sixteen Americans (1959), The Art of Assemblage (1961; die den Begriff der Assemblage in die Kunstliteratur einführte) und The Responsive Eye (1965; gilt als museale Gründungsausstellung der Op-Art). Eine weitere berühmte und sehr populäre Ausstellung war The Family of Man von 1955, in der Photographien gezeigt wurden, die in ihrer Gesamtheit die Menschheit umfassend abbilden sollten. Anschließend ging diese Schau auf Welttournee.

Andere Ausstellungen waren Four German Printmakers: Max Klinger, Lovis Corinth, Christian Rohlfs, and Otto Dix aus dem Jahr 1991, Frank Lloyd Wright: Architect und Three Masters of the Bauhaus: Lyonel Feininger, Vasily Kandinsky, and Paul Klee aus dem Jahr 1994. 1999 fanden unter anderem die Ausstellungen Alfred Hitchcock: Behind the Silhouette, Different Roads: Automobiles for the Next Century und Fame After Photography statt.

Daneben ist das Museum selbst Thema von Ausstellungen. So wurden während des Museumsumbaus von 2002 bis 2004 212 herausragende Meisterwerke zunächst in Houston und dann vom 20. Februar bis 19. September 2004 in der Neuen Nationalgalerie in Berlin unter dem Titel „Das MoMA in Berlin“ ausgestellt. Einige Exponate befanden sich zudem vorübergehend in einer Außenstelle des MoMA, dem angegliederten P.S.1 im New Yorker Stadtteil Queens. Weiterhin verleiht das Museum of Modern Art auch Bilder für andere Ausstellungen.

Haidee Wasson widmet sich in ihrer Dissertation (Kommunikationswissenschaft) „Modern Ideas About Old Films: The Museum of Modern Art’s Film Library and Film Culture, 1935-39“ den Gründungsjahren des ersten nordamerikanischen Filmarchivs, der Film Library (dt.: Filmbibliothek) ab 1935.

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