Murray Seafield Saint-George Head (* 5. März 1946 in London) ist ein britischer Sänger und Schauspieler.
Head ist der Sohn des britischen Dokumentarfilmers Seafield Head (1919–2009) und der Schauspielerin Helen Shingler (1919–2019). Sein jüngerer Bruder war der Schauspieler Anthony Head (1954–2026).
Head begann bereits als Jugendlicher zu schauspielern und Songs zu schreiben. Mitte der 1960er Jahre erhielt er in London einen Schallplattenvertrag. Sein Erfolg war zunächst jedoch mäßig.
Sein Durchbruch kam 1970, als Tim Rice und Andrew Lloyd Webber ihn für die Rolle des Judas Iskariot in ihrem Musical Jesus Christ Superstar verpflichteten. 1971 spielte er neben Peter Finch und Glenda Jackson eine Hauptrolle in dem für vier Oscars nominierten Film Sunday, Bloody Sunday von John Schlesinger. 1975 nahm er den Song Say It Ain’t So Joe auf.
Trotz einiger Rollen und Plattenveröffentlichungen verschwand Head für mehr als zehn Jahre aus der Öffentlichkeit. 1984 feierte er als Star des Musicals Chess aus der Feder von Tim Rice und den ehemaligen ABBA-Mitgliedern Benny Andersson und Björn Ulvaeus ein Comeback. Der Song One Night in Bangkok aus dem Musical eroberte Spitzenpositionen internationaler Hitparaden und belegte im Januar 1985 auch in Deutschland zwei Wochen Platz eins der Singlecharts. Mit dem Song gilt er im deutschsprachigen Raum als One-Hit-Wonder.
2000: Innocence (Wiederveröffentlichung des Albums Wave)
2010: Scrapbook (3 Live-CDs und eine DVD in einer Box)
1990: Watching Ourselves Go By
2005: Emotions, My Favourite Songs
Auszeichnungen für Musikverkäufe
Anmerkung: Auszeichnungen in Ländern aus den Charttabellen bzw. Chartboxen sind in ebendiesen zu finden.
Als Schauspieler, wenn nicht anders angegeben
Offizielle Website (Memento vom 18. Dezember 2014 im Internet Archive)
Murray Head auf Find Your Music