Munditia „Protogenia“ (lat. munditia ‚Sauberkeit‘, ‚Zierlichkeit‘; gr. protogenia ‚Erstgeborene‘, ‚Hochgeborene‘; * um 250 in Rom; † an einem 17. November vermutlich 310 ebenda) ist eine christliche Heilige. Sie zählt zu den sogenannten Katakombenheiligen.
Über ihr Leben ist wenig bekannt. Die einzige Quelle ist eine lateinische Inschrift in sechs Zeilen auf der marmornen Grabplatte von ihrem ehemaligen Nischengrab in der Katakombe von San Lorenzo (auch: Coemeterium Cyriacae) in Rom, wo sie bis 1675 begraben lag:
1675 erhielt der Ratsherr und Händler Franz Benedikt Höger die sterblichen Überreste Munditias als Geschenk für die Münchner Peterskirche, wohin er sie im September 1677 auch verbrachte. 1804 wurde die Zurschaustellung der Gebeine verboten und die Reliquien wurden von einem Holzschrein verdeckt. Seit die Kirche 1883 renoviert wurde, ist die Ganzkörperreliquie wieder öffentlich einsehbar.
Munditias Gedenktag ist der 17. November. Sie ist Patronin unverheirateter Frauen.