Moritz Buchner (* 1491 in Eisleben; † 27. Juli 1544 in Nürnberg) war ein frühkapitalistischer Großkaufmann in Leipzig.
Moritz Buchner, der zur Unterscheidung von seinem Sohn gleichen Namens auch „Moritz der Ältere“ bezeichnet wurde, ließ sich und seine Frau Anna geb. Lintacher (auch „Lindacker“), eine Tochter des Montanunternehmers Ulrich Lintacher († 1525), von Lucas Cranach d. Ä. porträtieren.
Auf einem heute im Landesmuseum Oldenburg ausgestellten Altarbild von Lucas Cranach d. Ä. (ursprünglich aus der St.-Petri-Kirche in Kulmbach) ist vermutlich Moritz Buchner ebenfalls porträtiert.
Moritz Buchner und Anna geb. Lintacher wurden auf dem Nürnberger Rochusfriedhof beigesetzt. Die Grablege ist mit einem Bronzeepitaph versehen, auf dem ein Doppelwappen abgebildet ist – der linke Schild zeigt das Stammwappen der Familie Buchner, der rechte das der Leipziger Familie Lintacher.
Moritz Buchner hatte zahlreiche, z. T. prominente Nachkommen:
Ulrich Buchner (1518–1568), Komtur der Johanniterkommende Werben
Moritz (III.) Buchner (1520–1567), auch: „Moritz der Jüngere“, Jurist und Offizier in Nürnberg. Von ihm hat sich ein Porträt von Johann Desler erhalten.
Oswald Buchner (* 1524), Offizier zu Laibach/Krain
Peter Buchner (1528–1582), Bürgermeister von Leipzig
Otfried Wagenbreth: Die Buchners, Hüttenbesitzer und Metallhändler im Thüringer Wald, Mansfeld und Leipzig. In: Familie und Geschichte, Bd. 1, Heft 7 (1998), S. 1–10.
Siebmacher’s großes und allgemeines Wappenbuch, Bd. 5 (Bürgerliche Geschlechter Deutschlands und der Schweiz), 10. Abt.: Vierzehnhundert und Siebenzig bürgerliche Wappen. Nürnberg, 1916, S. 38 und Tafel 42.
Christoph Wilhelmi: Lucas Cranach d. Ä.: Moritz Buchner. In: Galerie bisher unbekannter Porträts der Renaissance (online), abgerufen am 7. September 2022.