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Monique Jacot

Schweizer Fotografin und Künstlerin

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Monique Jacot (* 19. August 1934 in Neuenburg NE, heimatberechtigt in Donatyre VD; † 6. August 2024) war eine Schweizer Fotografin und Künstlerin. Sie zählt zu den bedeutendsten Fotografinnen der Schweiz. 2005 wurde sie mit dem «Grand prix de la photographie» der Waadtländer Kulturstiftung ausgezeichnet, den vor ihr nur Marcel Imsand und Luc Chessex erhalten hatten, 2020 mit dem «Schweizer Grand Prix Design».

Jacot war die Tochter eines Vertriebsleiters. Von 1953 bis 1956 absolvierte sie die Fotoklasse bei Gertrude Fehr an der École de photographie in Vevey. Nachdem sie drei Jahre als Reportagefotografin in Zürich für «Die Woche», «Annabelle», «Du», «La Semaine de la Femme» und andere Publikationen gearbeitet hatte, wurde Jacot 1959 freischaffende Fotojournalistin. Für die Weltgesundheitsorganisation (WHO) war sie von 1967 bis 1970 auf Fotoreisen. Ihre Reportagen erschienen in den Zeitschriften wie «Du», «Camera», «Geo», «Stern», «Elle», «Vogue», «Réalités», «L’illustré» und «Schweizer Illustrierte». Von 1989 bis 2005 nahm sie am Projekt «L’Enquête photographique en Valais» teil. Im Jahr 2000 lebte Jacot in Kairo-Shabramant und verwirklichte ihr Projekt «Passages».

Jacot setzte ihre Schwerpunkte bei sozialen sowie kulturellen Themen und gilt als Vertreterin der «humanistischen Fotografie». Sie porträtierte zahlreiche Personen der Zeitgeschichte wie Friedrich Dürrenmatt, Max Frisch, Dimitri, Niki de Saint Phalle, Jean Tinguely, Ruth Dreifuss, Christiane Brunner, Salvador Dalí, Charles und Ray Eames. Aus einem Grossprojekt von 1984 bis 1999 über die Lebensbedingungen von Frauen in der Landwirtschaft und Industrie gingen drei Fotobände hervor. Ausstellung und Bildband «Printemps de femmes – Wir sind so frei» thematisierten die Protestbewegung der Schweizer Frauen vom Frauenstreik 1991 bis zu den Demonstrationen 1993. Seit 2000 wurde ihre Bildsprache abstrakter. Sie experimentierte mit Farbpolaroidtransfers und fertigte Serien von Fotogrammen an, bei denen Bilder ohne Kamera belichtet werden. Die Fotostiftung Schweiz in Winterthur widmete Jacot 2005 eine Retrospektive.

Jacot war mit dem Fotografen und Regisseur Yvan Dalain (1927–2007) verheiratet.

Im August 2024 starb sie im Alter von 89 Jahren.

1974: Eidgenössischer Preis für Gestaltung / Eidgenössisches Stipendium

1987: Contributions à la création d’œuvres, Kanton Waadt

1988: Contributions à la création d’œuvres, Kanton Waadt

2000: Sechsmonatiger Aufenthalt im Künstleratelier von Shabramant bei Kairo in Ägypten

2005: Grand prix de la Fondation vaudoise pour la culture

2020: Schweizer Grand Prix Design, Schweizerische Eidgenossenschaft, Bundesamt für Kultur, Bern

1975: FNAC Montparnasse, Paris

1976: UN-Hochkommissariat für Flüchtlinge, Genf

1980/1981: «Paysages intérieurs» und «Reportage», Stiftung für die Photographie im Kunsthaus Zürich, Ausstellungsleitung: Rosellina Burri-Bischof

1987: Galerie Photo Art, Basel

1989: «Femmes de la terre», Musée de l’Elysée

1994: «Printemps de femmes», MJC Saint-Gervais, Genf

1994: Biennale Internationale de l’Image, Nancy

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