An diesem Tag

Monika Gruber

Deutsche Kabarettistin und Schauspielerin

Anúncio

Monika Gruber (* 29. Juni 1971 in Wartenberg, Landkreis Erding) ist eine deutsche Kabarettistin, Schauspielerin und Autorin.

Gruber wuchs auf dem elterlichen Bauernhof im oberbayerischen Tittenkofen mit zwei jüngeren Brüdern auf.

Nach dem Abitur war sie mehrere Jahre als Fremdsprachensekretärin tätig und absolvierte mit 27 Jahren eine zweieinhalbjährige Schauspielausbildung an der Schauspielschule Zerboni in München. Bereits während ihrer Ausbildung hatte sie ihr erstes Theaterengagement: Von 2000 bis 2005 war sie Ensemblemitglied der Iberl-Bühne bei Georg Maier in München-Solln.

2012 bekam Gruber ihre eigene Fernsehshow im ZDF: Sie moderierte dort die Boulevardsatire Leute, Leute! Um wieder mehr Freiraum für Live-Auftritte zu haben, verlängerte sie den zum Jahresende 2012 auslaufenden Vertrag mit dem ZDF (gegen dessen Wunsch) nicht. Noch im gleichen Jahr gewann sie für Die Große Quatsch Variety Show (Pro7), Monika Gruber live 2011 (BR) und Grünwald Freitagscomedy (BR) den Bayerischen Fernsehpreis in der Kategorie „Comedian“.

Von Januar 2011 bis Ende 2013 war Gruber neben Bruno Jonas und Rick Kavanian Mitglied des Teams von Die Klugscheißer, einer monatlichen Satireshow des Bayerischen Fernsehens. Nach ihrem Ausstieg im Jahr 2014, den sie mit der Fokussierung auf ihr neues Bühnenprogramm begründete, wurde die Sendereihe eingestellt.

Von 2008 bis 2011 spielte sie die Hauptrolle der Hannelore Herbst in der Fernsehserie Der Kaiser von Schexing des Bayerischen Fernsehens. Von 2011 bis 2013 wirkte sie in den ersten dreißig Folgen der ARD-Serie Hubert und Staller als Lokalreporterin Barbara Hansen mit. Ab 2012 spielte sie in Heiter-bis-tödlich-Folgen der bayerischen Polizistenserie München 7 an der Seite von Florian Karlheim, Andreas Giebel und Christine Neubauer die Rolle der Moni Riemerschmidt. 2017 übernahm sie erneut eine wiederkehrende Rolle in Hubert und Staller als Betreiberin eines Cafés.

Mit ihrem ersten Soloprogramm Kellnerin Monique: Schmeckt’s ned? tourte Gruber ab 2004 durch Süddeutschland und Österreich. 2005 folgte das Programm Hauptsach’ g’sund. Ihr drittes Bühnenprogramm Zu wahr, um schön zu sein feierte am 13. September 2008 in München Premiere und wurde unter anderem beim 17. Arosa Humor-Festival aufgeführt. Seit dem 6. April 2011 war Gruber mit ihrem Programm Wenn ned jetzt, wann dann! auf Tournee.

Zum Jahreswechsel 2012/2013 gastierte Gruber an der Seite von Michael Niavarani in der mehrfach ausverkauften Wiener Stadthalle mit dem „Patchworkprogramm“ Best of Beide. Es geht darin etwa um Single-Leben über 40, „Menschen mit Menstruationshintergrund“, schlecht gelaunte Wiener und Alltagslügen. Auch die Bühnenauftritte im Februar 2013 in Bayern waren stark frequentiert.

Im Januar 2014 folgte das fünfte Soloprogramm Irgendwas is’ immer. Weitere folgten 2016 und 2017/18. Mit ihrem Programm Wahnsinn! tourte sie von Mai bis Dezember 2019.

2021 kündigte sie in einem Interview an, ihre Bühnenkarriere beenden zu wollen. Nach zwei Jahren ohne Soloprogramm folgte im September 2023 die Ankündigung ihres letzten Bühnenprogramms unter dem Titel Ohne Worte. Am 8. März 2024 fand in der Olympiahalle München ihre Abschiedsvorstellung von der Bühne statt.

Mitte Oktober 2025 gab sie ihr Comeback mit ihrem neuen Bühnenprogramm Es huift ja nix! bekannt, das im März 2026 erfolgen soll.

Gemeinsam mit Andreas Hock verfasste Monika Gruber 2020 das Buch Und erlöse uns von den Blöden – vom Menschenverstand in hysterischen Zeiten, welches bereits wenige Tage nach Erscheinen Platz 1 der Spiegel-Bestsellerliste in der Kategorie „Hardcover Sachbuch“ erreichen konnte. Ebenfalls mit Andreas Hock veröffentlichte sie Ende 2023 das Buch Willkommen im falschen Film – Neues vom Menschenverstand in hysterischen Zeiten. In diesem Buch warnen die beiden vor „verblendeten Woke-Aktivisten“. Der Literaturkritiker Denis Scheck nannte die beiden Autoren „zwei randalierende Elefanten im Porzellanladen“.

In einem Zeitungsinterview 2011 offenbarte Gruber, als Jugendliche jahrelang unter Magersucht gelitten zu haben.

Von 2011 bis 2012 war sie mit dem Brauereimanager Andreas Steinfatt liiert, von 2018 bis 2022 mit dem Rennsportmanager Thomas Überall.

Nach dem Kauf eines Hauses am Tegernsee in Rottach-Egern im Jahr 2023 für ungefähr 2,57 Mio. € strengte sie im Juli 2025 ein 3,2 Mio. schweres Klageverfahren gegen die Erbin der Verkäuferin an.

Mit kurzen Videobeiträgen in den sozialen Medien sorgte Gruber wiederholt für Diskussionen. Ziele ihrer Kritik sind unter anderem die Verwendung gendersensibler Sprache, ein Entwurf des Selbstbestimmungsgesetzes, die aus ihrer Sicht diskriminierende Verwendung des Begriffes „toxische Männlichkeit“ oder die Politik der Grünen. Neben Zuspruch erntet Gruber dafür auch scharfe Kritik. Unter anderem wird ihr vorgeworfen, sich nicht an Fakten zu halten, die gesellschaftliche Spaltung voranzutreiben und rechte Narrative zu bedienen.

Sie betrachtet die Fridays-for-Future-Bewegung als Ausdruck einer Hysterie und bezeichnete die Weltgesundheitsorganisation als „Verbrecher-Organisation“. Es sei von der Politik vermutlich so gewollt, dass die Arbeit der Landwirte völlig verschwinden werde, so Gruber in ihrem Programm. In einem Video bekannte sie 2023, sie habe „Angst vor den Grünen“ und vor der „phlegmatischen Untertänigkeit der Deutschen“. Sie kritisierte die gegen die Verbreitung von SARS-CoV-2 erlassenen 2G-Regeln.

Anlässlich einer von der Bundesregierung geplanten Anpassung des Gebäudeenergiegesetzes rief Gruber über die sozialen Medien im Juni 2023 zu einer Demonstration in Erding auf, auf der u. a. auch der bayerische Ministerpräsident Markus Söder, der bayerische Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und der Landesvorsitzende der FDP Bayern, Martin Hagen, auftraten und die vielfach als Anti-Ampel- oder Anti-Grünen-Demonstration verstanden wurde.

Anúncio

Bald in der World in Stories App

Audio, Offline-Download, keine Werbung und mehr.

Premium entdecken
Monika Gruber | World in Stories