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Monaco

Kleinststaat in Südeuropa

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Monaco (deutsch [moˈnako] , französisch [mɔnaˈko] , italienisch [ˈmɔnako]) (amtlich Fürstentum Monaco, monegassisch Principatu de Mu̍negu, französisch ) ist ein am Mittelmeer liegender Stadtstaat in Südeuropa, dessen Staatsoberhaupt seit April 2005 Fürst Albert II. aus dem Geschlecht der Grimaldi ist. Die Staatsform des Fürstentums ist als konstitutionelle Monarchie verfasst; Staatsreligion ist der Katholizismus. Monaco ist ein Zwergstaat und nach der Vatikanstadt der zweitkleinste Staat der Erde mit 38.631 Einwohnern (Stand: 2024) auf einer Fläche von 2,084 Quadratkilometern. Die Bevölkerungsdichte ist mit 18.831 Einwohnern je Quadratkilometer die höchste aller Staaten der Welt, gefolgt von Singapur und Bahrain. Von der Bevölkerung verfügen 77,5 Prozent nicht über die monegassische Staatsbürgerschaft. Der Staat liegt in den Seealpen und an der Côte d’Azur, der französischen Riviera, nahe der Grenze zu Italien.

Der Staatsname hat einen griechisch-lateinischen Ursprung. Monaco war ein antiker Handelsplatz der Phönizier und später der Griechen, die hier an der Nordküste des westlichen Mittelmeers einen Herkules-Tempel errichteten, der bald den Beinamen Monoikos („einzelnes Haus“) erhielt. Als der Ort ein römischer Hafen wurde, erhielt er den Namen Herculis Monoeci Portus, woraus Monaco entstand.

Das Fürstentum liegt an der französischen Riviera, auf 43° 44′ nördlicher Breite und 7° 25′ östlicher Länge zwischen der französischen Stadt Nizza im Westen (13 km Entfernung) und der französisch-italienischen Grenze (etwa zehn Kilometer Entfernung) im Osten. Die Küstenlänge des Fürstentums ohne Häfen und Strände beträgt 4856 Meter. In den letzten Jahrzehnten wurde das Staatsgebiet durch Landgewinnung um mehr als 40 Hektar auf 208,4 Hektar (2,084 Quadratkilometer) vergrößert. Monaco verfügt über ein schmales Küstenmeeresgebiet. Die gesamte Fläche des Landes liegt am Rand der Seealpen.

Die einzige Staatsgrenze ist die zur Französischen Republik. Die französischen Nachbargemeinden, die unmittelbar an den Stadtstaat Monaco grenzen, lauten (im Uhrzeigersinn): Cap-d’Ail, La Turbie, Beausoleil, Roquebrune-Cap-Martin. Die Länge der Staatsgrenze beträgt 5469 Meter. Monaco grenzt mit 1341 Metern an Cap-d’Ail, mit 390 Metern an La Turbie, mit 3274 Metern an Beausoleil und mit 464 Metern an Roquebrune-Cap-Martin.

Die höchste Erhebung des französischen Umlandes unweit Monacos ist der 1148 Meter hohe Mont Agel, von dem aus früher Radio Monte-Carlo sendete. Die höchste Erhebung des monegassischen Staatsgebiets liegt auf gut 164,5 Metern Meereshöhe im Stadtteil Jardin Exotique, während der Platz vor dem fürstlichen Palast auf 62,2 Metern Höhe liegt.

In Monaco herrscht Mittelmeerklima mit milden Wintern und warmen Sommern, einer durchschnittlichen Niederschlagsmenge von 1016,1 Millimetern und einer durchschnittlichen Sonnenscheindauer von 2616 Stunden pro Jahr (alle Angaben von 2024). Die durchschnittliche Mindesttemperatur lag 2024 bei 15,7 Grad Celsius, die durchschnittliche Maximaltemperatur bei 20,5 Grad Celsius.

Am 31. Dezember 2019 waren in Monaco 38.100 Einwohner amtlich registriert. Im Vergleich zum 31. Dezember 2018 verzeichnete das Fürstentum 200 Einwohner weniger (−0,5 Prozent). Die Einwohner Monacos werden als Monegassen (französisch monégasques) bezeichnet. Die Fertilitätsrate beläuft sich für den Zeitraum 2017 bis 2019 auf 2,5. 2019 betrug die Geburtenrate 1,32 Prozent, die Sterblichkeitsrate 0,84 Prozent. 2019 betrug das durchschnittliche Alter einer Frau mit monegassischer Staatsbürgerschaft bei der Geburt eines Kindes 32,4 Jahre. Im gleichen Jahr wurden 939 Neugeborene gezählt, hiervon waren 52,6 Prozent männlich, 47,4 Prozent weiblich. Die Lebenserwartung bei Geburten in den Jahren 2017 bis 2019 wurde durchschnittlich und unter Berücksichtigung des männlichen und weiblichen Geschlechts mit 86,5 Jahren angegeben (Männer: 84,4 Jahre, Frauen: 88,7 Jahre). Monaco war damit der Staat mit der weltweit höchsten Lebenserwartung. 524 Sterbefälle wurden 2019 registriert, davon 50,6 Prozent männlich und 49,4 Prozent weiblich.

Die einheimische Bevölkerung Monacos ist ligurisch-provenzalischen Ursprungs. Sie stellt knapp ein Viertel der Wohnbevölkerung dar. Somit ist Monaco ein Einwanderungsland und weist mit 77,5 Prozent einen der höchsten Anteile an Ausländern aller Staaten auf. 2016 verfügten 8.378 Personen (22,5 Prozent der Gesamtbevölkerung) über die monegassische Staatsbürgerschaft. 2016 waren 9.286 Einwohner Franzosen und stellten die größte Ausländergruppe dar. 8172 italienische Staatsangehörige stellten die drittgrößte Nationalität dar, gefolgt von den Briten (2795 Einwohner), Schweizern (1187), Belgiern (1073), Deutschen (907), Russen (749), Niederländern (555), Portugiesen (523), Griechen (401), US-Amerikanern (366), Schweden (323), Kanadiern (311) und Spaniern (294). Der Anteil der Franzosen an der Bevölkerung ist permanent rückläufig, da die in Monaco wohnenden französischen Staatsangehörigen aufgrund eines Abkommens zwischen Frankreich und Monaco in Frankreich steuerpflichtig sind, sodass sie die extrem hohen Lebenshaltungskosten (insbesondere Immobilienpreise) nicht durch eine Steuerersparnis kompensieren können.

Monegassische Staatsbürgerschaft

Als einziger Staat der Welt unterteilt Monaco seine Bevölkerung in drei Kategorien: gebürtige Monegassen, Landeskinder (enfants du pays) und wohlhabende Ausländer. So verfügt erstere Gruppe über das Recht auf eine angemessene staatliche Wohnung (mit Möglichkeit der Vererbung). Die Landeskinder als zweite Kategorie sind nicht im Besitz der monegassischen Staatsbürgerschaft, leben jedoch seit Generationen im Fürstentum und haben einen Rechtsanspruch auf eine angemessene Wohnung aus nichtstaatlichem Immobilienbesitz.

Die monegassische Staatsbürgerschaft stellt die Zugehörigkeit einer natürlichen Person zum Fürstentum Monaco dar. Das Staatsbürgerschaftsrecht Monacos gilt als sehr restriktiv. Jährlich beantragen mehr als 500 Personen die monegassische Staatsbürgerschaft. Die Entscheidung über Zuteilung und Ablehnung der monegassischen Staatsangehörigkeit obliegt ausschließlich dem Fürsten Albert II. Während noch 2007 nur 68 Personen und 2010 nur sieben Personen die monegassische Staatsangehörigkeit verliehen wurde, waren es im Jahre 2025 170 Personen und 2024 160 Personen. Von den 170 Personen, die 2025 monegassische Staatsbürger wurden, erhielten 55 % diese durch Abstammung, 33 % durch Heirat und 12 % durch Verwaltungsakt des Regierenden Fürsten persönlich, der sog. "Ordonnance Souveraine de Naturalisation". Ordonnance Souveraine de Naturalisation ist hierbei ein vom Fürsten von Monaco erlassener Verwaltungsakt, durch den einer namentlich genannten Person die monegassische Staatsangehörigkeit verliehen wird. Der Erwerb der monegassischen Staatsangehörigkeit ist umfassend im monegassischen Nationalitätsgesetz (z. B. Loi n° 1.155 vom 18. Dezember 1992) sowie in ergänzenden Rechtsverordnungen und Verfahrensbestimmungen geregelt; diese Normen legen Voraussetzungen und Zuständigkeiten fest.

Die alleinige Amtssprache Monacos ist seit 1792 das Französische. Seit 1858 ist es per Gesetz Unterrichtssprache. Vernakularsprachen sind bzw. waren Monegassisch und Okzitanisch. Während Letzteres als in Monaco nahezu ausgestorben gilt, hat sich die Position des Monegassischen seit den 1980er Jahren auf schriftlicher Ebene gefestigt. Das Monegassische (Eigenbezeichnung: munegascu) ist ein romanischer Dialekt, der mit dem an der französischen und italienischen Riviera beheimateten Ligurischen eng verwandt ist. Im Zusammenhang mit der Herkunft der Herrscherfamilie Grimaldi aus Genua wurde Monegassisch zu einem ordentlichen Lehrfach an den monegassischen Schulen erhoben; das Abitur (Matura) kann auf Monegassisch abgelegt werden. Über die muttersprachliche Verteilung der im Fürstentum gesprochenen Sprachen gibt es keine Erhebungen. Aufgrund ihres Status als offizielle Sprache, vorherrschende Unterrichtssprache und Muttersprache der starken französischen Minderheit ist das Französische als die in Monaco am häufigsten gesprochene Sprache zu betrachten, gefolgt von Italienisch. Das Französische ist seit dem Anschluss der Monaco umgebenden Ländereien, namentlich der Grafschaft Nizza und von Teilen Savoyens, an Frankreich im Jahre 1860 zur vorherrschenden Schrift- und Umgangssprache Monacos aufgestiegen; in der mit dem französischen Adelshaus Goyon de Matignon verbundenen Familie Grimaldi spielte die sprachlich-kulturelle Bindung an Frankreich bereits zuvor eine Rolle.

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