An diesem Tag

Mitch McConnell

US-amerikanischer Politiker

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Addison Mitchell „Mitch“ McConnell Jr. (* 20. Februar 1942 in Tuscumbia, Colbert County, Alabama) ist ein US-amerikanischer Politiker der Republikanischen Partei. Er vertritt seit dem 3. Januar 1985 den Bundesstaat Kentucky im US-Senat und war dort von Januar 2007 bis Januar 2025 Fraktionsvorsitzender der Republikaner. McConnell ist der am längsten amtierende Anführer einer Partei in der Geschichte des US-Senats. Von 2015 bis 2021 war er Mehrheitsführer („Majority Leader“) im Senat und vom 20. Januar 2021 bis zum 3. Januar 2025 Minderheitsführer („Minority Leader“). Seither ist er Vorsitzender des United States Senate Committee on Rules and Administration.

Frühes Leben, Ausbildung und Beruf

Im Alter von zwei Jahren wurde sein linker Oberschenkel durch eine Polio-Erkrankung vorübergehend gelähmt; seine Behandlung brachte die Familie, während der Vater im Zweiten Weltkrieg diente, an den Rand der Zahlungsunfähigkeit. Die Familie zog nach Louisville, Kentucky, als er 13 Jahre alt war. Hier wuchs er auf und absolvierte die erste Station seines Studiums: 1964 erwarb er an der University of Louisville den Grad Bachelor of Arts in Politikwissenschaft. 1967 absolvierte er die Law School der University of Kentucky; im selben Jahr wurde er in die Anwaltskammer des Bundesstaats Kentucky aufgenommen.

Umfangreiche Erfahrungen im US-Senat sammelte er ab 1967 als persönlicher Assistent der Senatoren John Sherman Cooper und Marlow Cook. Unter Präsident Gerald Ford war er von 1974 bis 1975 als Assistent des US-Justizministers tätig. Bis zur Wahl in den US-Senat fungierte er als Bezirksrichter im Jefferson County seines Heimatstaates.

Im Februar 2003 unterzog sich McConnell im National Naval Medical Center in Bethesda, Maryland, einer dreifachen Bypass-Operation am Herzen wegen verstopfter Arterien.

Im August 2019 stürzte er und verletzte sich an der Schulter. Im März 2023 wurde McConnell nach einem Sturz ins Krankenhaus eingeliefert und wegen einer Gehirnerschütterung behandelt.

Am 26. Juli 2023 erstarrte McConnell während einer Pressekonferenz am Rednerpult ohne ersichtlichen Grund für circa 20 Sekunden, woraufhin er wegbegleitet wurde. Er kam später aber zurück und sagte, es gehe ihm „gut“. Ende August erstarrte McConnell erneut bei einer Pressekonferenz in Kentucky, setzte diese dann aber fort. Ein Arzt erklärte nach einer Untersuchung, McConnell könne unter medizinischen Gesichtspunkten weiterarbeiten. Der Arzt des US-Kongresses erklärte, es gebe keine Hinweise auf einen Schlaganfall, eine Epilepsie oder die Parkinson-Krankheit.

Am frühen Morgen des 14. Juni 2026 wurde McConnell in seinem Washingtoner Haus bewusstlos aufgefunden und daraufhin in ein bisher nicht bekanntgegebenes Washingtoner Krankenhaus verbracht. Einem Funkspruch des Washingtoner Rettungsdienstes, den die US-Presse veröffentlichte, zufolge wurden Sanitäter am 14. Juni zu McConnells gerufen, wo sie wiederbelebende Maßnahmen (CPR) an einer bewusstlosen Person, die einen Herzstillstand erlitten habe, durchführten. Die Identität der betreffenden Person wurde jedoch nicht bekanntgegeben.

McConnells Büro erklärte kurz nach seiner Einweisung, dass er „hervorragende Pflege“ erhalte („receiving excellent care“). Am 2. Juli wurde bekanntgegeben, dass sich McConnell auf dem Weg der Besserung befinde („continues to improve“). Sein Büro hat indessen seit seiner Hospitalisierung weder offizielle Angaben zu den Gründen derselben gemacht noch Details über seinen Zustand mitgeteilt (Stand 7. Juli). Mitte Juli 2026 teilte McConnell der Presse mit, dass er sich in einer Rehabilitationsklinik befinde und beabsichtige, sein Mandat im Senat nach Abschluss einer Rehabilitation wieder aufzunehmen. Einen Zeitpunkt für seine Rückkehr nannte die Erklärung nicht. Der Grund für seine Krankenhausbehandlung sei, dass er bei einem Sturz kurzzeitig das Bewusstsein verloren und anschließend eine leichte Lungenentzündung erlitten habe; er habe weder Knochenbrüche noch eine Gehirnerschütterung noch einen Schlaganfall oder Herzinfarkt erlitten. Das Büro des offiziellen Arztes des US-Kongresses (OAP) teilte am 12. Juli mit, dass McConnell, nachdem er im vergangenen Jahr mehrere Stürze erlitten hatte, eine Physiotherapie erhalte, die darauf abziele, das Risiko zukünftiger Stürze zu verringern.

Am 6. August 2026 gab McConnells Büro eine Erklärung heraus, der zufolge er an diesem Tag aus einem Rehabilitationszentrum nach Hause entlassen wurde und beabsichtige während der Sommerpause des Senats eine Physiotherapie zu absolvieren. Angaben zu der Frage, ob er nach der Sommerpause (September) in den Senat zurückkehre, machte er nicht.

Politische Laufbahn und Positionen

Bei der Wahl zum Senat 1984 gelang es ihm als einzigem Republikaner, einen Mandatsinhaber der Demokratischen Partei zu besiegen: In einer knappen Entscheidung setzte er sich in einer zum Klassiker gewordenen aggressiv-humorvollen Kampagne mit wenigen tausend Stimmen Vorsprung gegen Walter Huddleston durch, nachdem Huddleston am Anfang des Wahlkampfs einen Zustimmungswert von 68 Prozent erreicht hatte. Dabei war McConnell der erste Republikaner seit 1968, der eine bundesstaatsweite Wahl in Kentucky gewinnen konnte. McConnell wurde seitdem 6 mal wiedergewählt (1990, 1996, 2002, 2008, 2014, 2020); bei der Wahl 2002 erreichte er mit 64,68 Prozent der Stimmen die größte Mehrheit, die je ein Republikaner in Kentucky errungen hat. Damit überflügelte er den bisherigen Rekord seines Mentors, Senator Cooper. Seine demokratische Konkurrentin Lois Combs Weinberg, die Tochter des ehemaligen Gouverneurs Bert Combs, war trotz einer soliden Wahlkampfstrategie mit dem Nachteil in die Auseinandersetzung gegangen, die parteiinterne Vorwahl nur knapp mit 1000 Stimmen Vorsprung gewonnen zu haben. McConnell gelang es, auch Gewerkschafter auf seine Seite zu bringen, indem er seine machtvolle Position dazu nutzte, staatliche Gelder nach Kentucky zu leiten.

Gegen seinen Herausforderer Bruce Lunsford erreichte McConnell bei der Wahl 2008 – zeitgleich mit der Wahl Barack Obamas zum Präsidenten – einen deutlich knapperen Sieg mit etwa 53 zu 47 Prozent der Stimmen.

McConnell führte von 1995 bis 1997 den Vorsitz im Ethikausschuss. Danach war er von Januar 1999 bis Juni 2001 in zwei nicht aufeinander folgenden Amtsperioden Vorsitzender des Geschäftsordnungsausschusses. Außerdem war er von 1997 bis 2001 Vorsitzender des National Republican Senatorial Committee vor. Von 2003 bis 2007 war er Whip der republikanischen Mehrheitsfraktion im US-Senat.

Nach der Niederlage seiner Partei bei der Senatswahl 2006 löste er am 4. Januar 2007 den aus dem Kongress ausgeschiedenen Bill Frist als Fraktionschef ab. Sein Politikstil wurde 2014 als „langweilig und hart“ beschrieben; er stand nicht wegen charismatischer Auftritte im Rampenlicht, sondern wirkte durch seine Durchsetzungskraft hinter den Kulissen.

Bei der Senatswahl 2014 hatte der anhaltend unbeliebte McConnell einen seiner schwierigsten Wahlkämpfe. Als Mandatsinhaber seit Jahrzehnten und machtvolle Zentralfigur der Republikaner im US-Senat trat er in einer Atmosphäre an, die diese Voraussetzungen zum Nachteil werden ließ: Insbesondere seit dem Siegeszug der Tea-Party-Bewegung ab 2010 hatten altgediente Politiker des – einem jahrzehntealten, verbreiteten Stereotyp folgend – als ineffizient, korrupt und abgehoben geltenden Washington einen schweren Stand.

Gegen McConnell trat in der parteiinternen Vorwahl der wohlhabende Geschäftsmann Matt Bevin, ein Tea-Party-Unterstützer, an, der McConnell dazu zwang, die republikanische Basis zu umwerben, statt Wechselwähler in der politischen Mitte anzusprechen.

In Alison Lundergan Grimes erwuchs ihm auf der Seite der Demokraten eine unerwartet starke Konkurrenz, gegenüber der er seinen Ruf bestätigte, einer der härtesten Wahlkämpfer der Vereinigten Staaten zu sein. Die Umfragen sahen lange Zeit ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen ihm und Grimes, weshalb der Cook Political Report die Entscheidung im August 2013 als „Toss Up“ (völlig offen) einstufte, auch wenn er für viele Beobachter klarer Favorit bei dieser Wahl blieb. Im Verlauf des Wahlkampfes gelang es McConnell, seine lange Erfahrung und Position im Kongress in politisches Kapital umzuwandeln: Er warb damit, dass er als machtvoller Insider für Kentucky viel herausholen könne, und drehte die Anti-Establishment-Stimmung von Teilen der Parteibasis zu seinem Vorteil.

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