Miroslav Raichl (* 2. Februar 1930 in Náchod, Tschechoslowakei; † 11. Januar 1998) war ein tschechischer Komponist und Musikpädagoge.
Raichl war von 1949 bis 1953 Kompositionsschüler von Pavel Bořkovec an der Akademie der musischen Künste in Prag, danach war er drei Jahre Aspirant bei Václav Dobiáš. Nach einer Tätigkeit beim Tschechischen Musikfonds war er von 1958 bis 1962 Sekretär beim Verband Tschechoslowakischer Komponisten. Von 1965 bis 1970 unterrichtete er am Prager Konservatorium, ab 1980 am Konservatorium in Pardubice. Neben drei Opern komponierte Raichl sinfonische Werke und Kammermusik, Chorwerk und Lieder.
Fuente Ovejuna, Oper nach dem Thema von Lope de Vega (1957)
Auf Wasser geschriebene Verse, nach japanischen Fünfzeilern mit Klavier (1961)
Drei Lieder nach Versen von Nicolás Guillén für Bariton, Flöte, Klarinette, Kontrabass, Klavier, Gitarre und Schlaginstrumente (1963)
Der Schleifer Frost. Kinderchor mit Klavier nach Versen von Zdeněk Kriebl (1964)
Sieben Inventionen für Orchester (1966)
Fünf Miniaturen für Streicher (1966)
Iwans Tiere, Gespenster und Ferkel. Kinderchorzyklus mit Klavier nach dem Text von Jiří R. Pick (1966)
Jemand spielte Oboe, nach Versen von Karel Hlaváček a cappella (1966)
Das Nezval-Heft. Lieder für Bass und Klavier nach Versen von Vítězslav Nezval (1967–1988)
Fünf Inventionen für Klarinette und Harfe (1968)
Ein Nachmittag im Zoo. Sinfonische Suite für Kinder (1970)
Fünf Tanzfantasien für Orchester (1970)
Wie es uns geht, was wir machen. Kinderchorzyklus mit Klavier nach dem Text von Erich Sojka (1970)
Gereimte Pottwale und anderes Wild. Kinderchorzyklus mit Klavier nach Erich Sojka (1970)
Einer über den anderen. Kinderchorzyklus mit Klavier nach Erich Sojka (1970)
Liebe ohne Stelldichein, nach Versen eines alttschechischen Anonymus (1970)