Mihaela Stănculescu-Vosganian (* 7. Mai 1961 in Ploiești) ist eine rumänische Komponistin.
Mihaela Stănculescu-Vosganian studierte bis in Bukarest am Konservatorium Ciprian Porumbescu bei Myriam Marbe. Danach unterrichtete sie an den Musikschulen von Giurgiu und Ploiești und am Musiklyzeum Dinu Lipatti in Bukarest (1990–91), seit 1991 ist sie Professorin für Kontrapunkt an der Nationalen Musikuniversität Bukarest.
Seit 1990 ist sie Mitglied der rumänischen Komponistenunion, seit 1995 der International Alliance for Women in Music, seit 1999 der International Society for Contemporary Music (ISCM) und leitet seit 2001 die Asociația Română a Femeilor în Artă (ARFA). Sie gründete die Gruppe für zeitgenössische Musik und Tanz INTER-ART, mit der sie Tourneen durch die USA (1998), Italien (2001) und die Schweiz (2002) unternahm.
Für ihre Werke erhielt sie u. a. zweimal den Preis des Kompositionswettbewerbs Gheorghe Dima (1984 und 1985), den Preis der rumänischen Komponistenunion (1986), den Preis des International Composers Workshop in Amsterdam (1994), den Kompositionspreis des International New Music Consortium (INMC) (1998) und den Preis Santa Cecilia Alba Adriatica (1999).
2000 promovierte sie mit einer Arbeit über polyphone Strukturen in den Werken rumänischer Komponisten in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
Metamorphoses II für Flöte und Tonband, 1985
Zamolxe, Kammerkantate für Horn, Klavier und Schlagzeug, 1986
Sonata für Klavier und Fagott, 1986
Cercul de sticlă, Ballett, 1986
1. Sinfonie für drei Instrumentengruppen und Streichorchester, 1987
Konzert für Klarinette und Orchester, 1988
Interferențe indice für Harfe und Schlagzeug, 1988
De-a v-ați ascunselea für gemischten Chor, 1988
Trio für Klavier, Violine und Fagott, 1990
Hyposthasis, Variationen für Orchester, 1990
Ego-Visions für Orchester, 1992
Contrastes für Saxophon, Schlagzeug und Klavier, 1993
Armenian Interferences für Mezzosopran, Klarinette und Streichquartett, 1994–95