Michele Malfatti (* 31. Dezember 1994 in Trient) ist ein italienischer Eisschnellläufer.
Malfatti, der für den G.S. Fiamme Gialle startet, begann im Alter von fünf Jahren mit dem Eisschnelllauf. International startete er erstmals bei den Juniorenweltmeisterschaften 2013 in Klobenstein, bei denen er den 22. Platz im Kleinen Vierkampf errang. Bei den Juniorenweltmeisterschaften im folgenden Jahr in Bjugn kam er auf den 20. Platz im Kleinen Vierkampf sowie auf den siebten Rang in der Teamverfolgung. Zu Beginn der Saison 2015/16 in Inzell nahm er erstmals am Eisschnelllauf-Weltcup teil, wobei er in der B-Gruppe auf den siebten Platz über 5000 m lief. Im weiteren Saisonverlauf belegte er bei den Einzelstreckenweltmeisterschaften 2016 in Kolomna den vierten Platz in der Teamverfolgung und bei der Mehrkampfweltmeisterschaft 2016 in Berlin den 21. Rang im Großen Vierkampf. In der Saison 2016/17 erreichte er in Heerenveen mit dem dritten Platz in der Teamverfolgung seine erste Podestplatzierung im Weltcup. Bei der Mehrkampfweltmeisterschaft 2017 in Hamar kam er auf den 22. Platz im Großen Vierkampf. In Gangneung wurde er bei den Einzelstreckenweltmeisterschaften 2017 Elfter über 5000 m sowie Sechster in der Teamverfolgung. In den folgenden Jahren lief er bei den Einzelstreckeneuropameisterschaften 2018 in Kolomna auf den 18. Platz über 1500 m und bei der Mehrkampfweltmeisterschaft 2019 in Calgary auf den 22. Platz im Großen Vierkampf. Bei den Einzelstreckenweltmeisterschaften 2019 in Inzell kam er auf den 17. Platz über 5000 m, auf den neunten Rang über 10.000 m sowie auf den sechsten Platz in der Teamverfolgung. In der Saison 2019/20 holte er in der Teamverfolgung in Nur-Sultan seinen ersten Weltcupsieg.
Im selben Jahr belegte er bei den Einzelstreckeneuropameisterschaften 2020 in Heerenveen den 14. Platz über 5000 m, den sechsten Rang im Massenstart sowie den vierten Platz in der Teamverfolgung. Beim Saisonhöhepunkt, den Einzelstreckenweltmeisterschaften 2020 in Salt Lake City, wurde er Sechster in der Teamverfolgung. Im folgenden Jahr wurde er bei den Einzelstreckenweltmeisterschaften 2021 in Heerenveen Elfter über 5000 m, Zehnter über 10.000 m und Fünfter in Teamverfolgung.
In der Saison 2021/22 erreichte Malfatti mit einer Top-Zehn-Platzierung den siebten Platz im Langdistanz-Weltcup und kam in Salt Lake City mit dem dritten Platz in der Teamverfolgung erneut aufs Podest. Bei der Mehrkampfweltmeisterschaft 2022 in Hamar lief er auf den 14. Platz im Großen Vierkampf und bei den Einzelstreckeneuropameisterschaften 2022 in Heerenveen auf den 12. Platz über 5000 m. Zudem gewann er dort die Bronzemedaille in der Teamverfolgung. Beim Saisonhöhepunkt, den Olympischen Winterspielen 2022 in Peking, belegte er den 20. Platz im Massenstart, den 15. Rang über 5000 m, den neunten Platz über 10.000 m und den siebten Platz in der Teamverfolgung. Nach Platz zwei in der Teamverfolgung beim Weltcup in Obihiro zu Beginn der Saison 2023/24, erreichte er mit sechs Top-Zehn-Platzierungen über die Langdistanzen, darunter Platz drei über 10.000 m in Stavanger den fünften Platz im Langdistanz-Weltcup. Zudem errang er in Tomaszów Mazowiecki den zweiten Platz und in Salt Lake City den dritten Platz in der Teamverfolgung. Bei der Mehrkampfweltmeisterschaft 2024 in Inzell lief er auf den achten Platz im Großen Vierkampf und bei den Einzelstreckeneuropameisterschaften 2024 in Heerenveen auf den zehnten Platz über 5000 m. Außerdem holte er dort die Silbermedaille in der Teamverfolgung und gewann bei den Einzelstreckenweltmeisterschaften 2024 in Calgary die Goldmedaille in der Teamverfolgung. In den Einzelrennen kam er dort auf den achten Platz über 10.000 m und auf den sechsten Rang über 5000 m. Zu Beginn der folgenden Saison holte er in der Teamverfolgung in Nagano seinen zweiten Weltcupsieg und erreichte im weiteren Saisonverlauf mit zwei zweiten Plätzen in der Teamverfolgung weitere Podestplatzierungen im Weltcup. Beim Saisonhöhepunkt, den Einzelstreckenweltmeisterschaften 2025 in Hamar, wurde er Elfter über 5000 m und gewann in der Teamverfolgung die Silbermedaille. In der Saison 2025/26 kam er mit drei Top-Zehn-Ergebnissen auf den neunten Platz im Langdistanz-Weltcup und in Hamar auf den zweiten Rang in der Teamverfolgung. Bei den Einzelstreckeneuropameisterschaften 2026 in Tomaszów Mazowiecki belegte er den siebten Platz über 5000 m und holte in der Teamverfolgung die Goldmedaille. Auch bei den Olympischen Winterspielen 2026 in Mailand-Cortina gewann er Gold in der Teamverfolgung und errang im Lauf über 5000 m den 12. Platz.
2022 Peking: 7. Platz Teamverfolgung, 9. Platz 10.000 m, 15. Platz 5000 m, 20. Platz Massenstart
2026 Mailand-Cortina: 1. Platz Teamverfolgung, 12. Platz 5000 m
Einzelstreckenweltmeisterschaften
2016 Kolomna: 4. Platz Teamverfolgung
2017 Gangneung: 6. Platz Teamverfolgung, 11. Platz 5000 m
2019 Inzell: 6. Platz Teamverfolgung, 9. Platz 10.000 m, 17. Platz 5000 m
2020 Salt Lake City: 6. Platz Teamverfolgung
2021 Heerenveen: 5. Platz Teamverfolgung, 10. Platz 10.000 m
2024 Calgary: 1. Platz Teamverfolgung, 6. Platz 5000 m, 8. Platz 10.000 m
2025 Hamar: 2. Platz Teamverfolgung, 11. Platz 5000 m
2016 Berlin: 21. Platz Großer Vierkampf
2017 Hamar: 22. Platz Großer Vierkampf
2019 Calgary: 22. Platz Großer Vierkampf
2022 Hamar: 14. Platz Großer Vierkampf