Michel Merlet (* 26. Mai 1939 in Saint-Brieuc; † 3. Mai 2026) war ein französischer Komponist und Musikpädagoge.
Merlet besuchte ab 1952 das Konservatorium seiner Heimatstadt, das unter der Leitung von Enyss Djemil (bekannt als Francis-Paul Demillac) stand. Hier erhielt er 1956 den ersten Preis im Fach Klavier und kam in die Cembaloklasse von Marcelle de Lacour. Ab 1958 studierte er am Conservatoire de Paris Harmonielehre bei Jeanne Leleu, Kontrapunkt und Fuge bei Yvonne Desportes, Ästhetik bei Marcel Beaufils, Musikanalyse bei Olivier Messiaen und Komposition bei Tony Aubin. 1966 gewann er den Grand Prix de Rome.
Er wurde dann Dozent für Improvisation und Klavier an der Sorbonne und für Musikanalyse am Institut des Jeunes Aveugles. 1978 wurde er Professor für Fuge am Conservatoire de Paris, 1989 für Komposition an der École Normale. Ab 1979 unterrichtete er auch an der Académie Internationale Franco-Japonaise, außerdem gab er Seminare und Vorlesungen in Peking, Athen und an der Juilliard School of Music in New York.
Gravitations für Gesang und Klavier, 1962
Suite für Oboe, Klarinette und Fagott, 1962
Sonate für Violine und Klavier, 1963
Trio à cordes (thème et variations), 1963
Diptyque, für Gesang und Klavier, 1963
Huit études für Streichquartett, 1965
En tous sens für Flöte und Klavier, 1966
Stabile für Klarinette und Klavier, 1967
Musique für zwei Klaviere, 1967
Monde s'ouvre für Trompete und Klavier, 1967
Sonatine en trois mouvements für Flöte und Klavier, 1968
Hommage à Manuel De Falla für Cembalo, 1969
Divertimento da camera für Streichorchester, 1970
Ils étaient trois petits enfants für Gesangsquartett, Flöte, zwei Klarinetten und Fagott, 1970
Chacone für Flöte und Klavier, 1970