An diesem Tag

Michael van Gerwen

Niederländischer Dartspieler

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Michael van Gerwen (* 25. April 1989 in Boxtel) ist ein niederländischer Dartspieler, der bei der PDC spielt. Im Jahr 2014 wurde van Gerwen im Alter von 24 Jahren der bis dahin jüngste Gewinner einer PDC-Weltmeisterschaft. 2017 und 2019 holte er den Titel erneut. Von Januar 2014 bis Januar 2021 war er die Nummer eins der Welt in der PDC Order of Merit.

Van Gerwen begann seine Laufbahn bei der BDO, er gewann dort das World Masters 2006 und warf einen fernsehübertragenen Neundarter beim Masters of Darts 2007. Mit 17 Jahren war er der jüngste Spieler, dem dies gelang. Dieser Rekord wurde im Januar 2024 von Luke Littler, der zu diesem Zeitpunkt 16 Jahre alt war, unterboten.

2007 wechselte er zu PDC und wurde dort zu einem dominierenden Spieler. Van Gerwen ist nach Phil Taylor der zweiterfolgreichste Spieler der PDC-Geschichte. Er hat die meisten PDC Pro Tour-Events gewonnen, mit 91 (Stand: Oktober 2024) und übertraf damit Taylors bisherigen Rekord von 70.

Sein Spitzname Mighty Mike spielt auf seine lautstarken Jubel an; seine Einlaufmusik ist Seven Nation Army von den White Stripes.

Michael van Gerwens Vater Henri arbeitete als LKW-Fahrer, seine Mutter Wilma war in einer Kantine beschäftigt. Michael van Gerwen war vor seiner professionellen Dartskarriere als Fliesenleger tätig.

Im August 2014 hat van Gerwen seine langjährige Freundin Daphne Govers geheiratet. Sie haben eine Tochter (* 2017) und einen Sohn (* 2020).

Im Mai 2025 gab van Gerwen die Trennung von seiner Frau bekannt.

Van Gerwen fing nach eigener Angabe bereits mit 13 Jahren mit dem Dartspielen an. Mit 14 Jahren erreichte er das Finale des Primus Masters Youth 2003. Danach gewann er viele Jugendtitel, unter anderem die German Open 2005, den German Gold Cup 2005, die Norway Open 2005, die Northern Ireland Open 2005, die Swedish Open 2005 und die Niederländische Jugendmeisterschaft 2005, welche er auch 2006 gewann. Außerdem gewann er die Norway Open 2005 und Northern Ireland Open 2005 im Erwachsenenbereich.

Von 2003 bis 2007 spielte van Gerwen beim Dartverband BDO. Dabei erreichte er das Halbfinale der Bavaria World Darts Trophy 2006. Er verlor dieses gegen Martin Adams, spielte aber fast einen 9-Darter und verpasste nur den letzten Dart auf die Doppel-12. Außerdem spielte er während des Turniers mit 170 das höchstmögliche Checkout. Im weiteren Saisonverlauf schaffte es van Gerwen, seine gute Leistung zu konservieren und wurde mit 17 Jahren und 174 Tagen jüngster Sieger bei den Winmau World Masters 2006.

Angesichts seiner guten Leistung kamen Gerüchte auf, dass sich van Gerwen dem konkurrierenden Dartverband PDC anschließen würde. Während der World Darts Trophy 2006 gab er eine Pressekonferenz, in der er alle Gerüchte verneinte und bestätigte, dass er bei der BDO bleiben würde. Darüber hinaus lehnte van Gerwen eine Teilnahme an der PDC-Weltmeisterschaft ab, an der er als Erstplatzierter der niederländischen Dartsrangliste hätte teilnehmen dürfen. Der dadurch freigewordene Startplatz ging an den Zweitplatzierten Rico Vonck.

Im Vorfeld der BDO-Weltmeisterschaft 2007 wurde van Gerwen von den Buchmachern als Favorit gehandelt, schied allerdings in der ersten Runde gegen Gary Robson aus.

In der Nacht des Finales der Weltmeisterschaft gab das niederländische Fernsehen bekannt, dass van Gerwen zusammen mit Vincent van der Voort und Jelle Klaasen zur PDC wechseln würde.

Bis zur ersten Weltmeisterschaft, 2007–2013

Van Gerwen belegte zuerst Platz 88 in der PDC Order of Merit. Obwohl er noch bei der BDO spielte, durfte er an einigen Wettbewerben der PDC in den Niederlanden, unter anderem an den Holland Open 2006, teilnehmen, bevor er zur PDC wechselte.

Am 20. Januar 2007 hatte er sein Debüt bei den Stan James Players Championships in Gibraltar und schlug Andy Hamilton in der ersten Runde, bevor er im Achtelfinale gegen seinen Landsmann Roland Scholten verlor. Am Tag darauf gewann er gegen Raymond van Barneveld in der ersten Runde und verlor dann im Viertelfinale gegen Alan Warriner-Little. Er setzte seine gute Form fort und schlug Phil Taylor mit 3:0 beim Masters of Darts. Alle drei Sätze wurden im entscheidenden Leg entschieden, welche van Gerwen mit 14, 12 und 12 Darts für sich entschied. Im Halbfinale gegen van Barneveld spielte er dann seinen ersten Neundarter, verlor aber trotzdem das Spiel.

Bis dahin hatte van Gerwen keine Erfolge im Fernsehen vorzuweisen. Sein Debüt gab er bei den UK Open 2007, wo er in der Runde der letzten 32 gegen Colin Osborne verlor. Für die Las Vegas Desert Classics 2007 konnte er sich allerdings nicht qualifizieren und verlor in Runde zwei des World Matchplay 2007 in Blackpool gegen Ronnie Baxter mit 12:14, obwohl er mit 12:10 in Führung lag und ihm somit nur ein Leg zum Sieg fehlte. Seine beste Leistung lieferte er bei der PDC World Darts Championship 2008 ab, als er zwar in der ersten Runde gegen Taylor verlor, aber einen Matchdart hatte.

Van Gerwen beendete seine Durststrecke, als er am 11. April 2009 gegen Vincent van der Voort mit 6:3 bei der Players Championship in Taunton gewann, was ihm 6.000 £ für die Order of Merit einbrachte. Bei der ersten Ausgabe der PDC U-21 Weltmeisterschaft unterlag er im Finale, welches im Vorfeld des Finales der PDC World Darts Championship 2011 ausgespielt wurde, dem Engländer Arron Monk.

Er warf beim World Matchplay 2012 einen Neundarter im Achtelfinale gegen Steve Beaton und gewann das Match mit 13:9. Seinen ersten Major Turnier Titel in der PDC gewann er beim World Grand Prix 2012, als er im Finale Mervyn King mit 6:4 sets bezwang. Danach begann seine Karriere bei der PDC steil nach oben zu gehen. Im Viertelfinale der Weltmeisterschaft 2013 bezwang er den amtierenden Doppelweltmeister Adrian Lewis in einem hochklassigen Match mit 5:4 sets, wobei Lewis im Entscheidungssatz zwei Matchdarts vergab. Im Halbfinale gelang ihm gegen James Wade zudem ein weiterer Neundarter. Im direkt darauffolgenden Leg hatte er eine weitere Chance auf das perfekte Spiel, verfehlte jedoch das abschließende Doppelfeld. Ihm gelangen also 17 perfekte Darts in Folge. Damit übertraf er den bisherigen Rekord von Phil Taylor, der 2010 16 perfekte Darts geworfen hatte. Am 1. Januar 2013 verlor van Gerwen trotz einer 4:2-Satzführung das Finale der Weltmeisterschaft gegen Taylor noch mit 4:7 Sätzen, konnte ihn aber einige Monate später im Finale der Premier League Darts 2013 mit 10:8 bezwingen.

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