Michael Francis Gilbert (* 17. Juli 1912 in Billinghay, Lincolnshire, England; † 8. Februar 2006 in Luddesdown, Kent, England) war ein britischer Schriftsteller.
Gilbert war lange Jahre Rechtsanwalt in London, einer seiner Klienten war Raymond Chandler. Seine Karriere als Schriftsteller begann er 1938 mit der Novelle Close Quarters (veröffentlicht erst 1947) und endete exakt 60 Jahre später mit Over and Out. Er schrieb jede Form von Mysterie und Thriller, erreichte jedoch nicht den internationalen Bekanntheitsgrad anderer Schriftsteller. 1955 wurde ihm für seinen Roman Death in Captivity der renommierte französische Literaturpreis Grand prix de littérature policière verliehen. 1990 wurde er für sein Lebenswerk mit dem Anthony Award ausgezeichnet.
→ dt. Die stählerne Gruft. Scherz, Bern, München, Wien 1965
→ dt. Gericht über Victoria. Büchergilde Gutenberg, Zürich 1960
→ dt. Heiße Eisen. Scherz, Bern, München, Wien 1964
→ dt. Recht auf Abwegen. Scherz, Bern, München, Wien 1965
→ dt. Der Business-Mörder. Scherz, Bern, München, Wien 1967
→ dt. Die Schakale. Scherz, Bern, München 1970
→ dt. Office Party – Geiselnahme im Büro
1956: Geheimer Krieg (Guilty?) nach dem Roman Death Has Deep Roots
1959: Verrat in Camp 127 (Danger within) nach dem Roman Death in Captivity
1960: London hält den Atem an (The Unstoppable Man) nach dem Roman Amateur in Violence
1963: Das tödliche Patent nach dem Theaterstück A Clean Kill
1957: Der Mann, der nicht schlafen konnte (6 Teile) – Regie: Hans Rosenhauer (Hörspielbearbeitung, Kriminalhörspiel – NDR)
1959: Aus Studio 13: Schatzgräber – Regie: Paul Land (Kriminalhörspiel – SDR)
1967: Galgenfrist (6 Teile) – Regie: Heinz Wilhelm Schwarz (Original-Hörspiel, Kriminalhörspiel – WDR)
1967: Der Mann, der nicht schlafen konnte (6 Folgen) – Regie: Ferry Bauer (Hörspielbearbeitung, Kriminalhörspiel – ORF Oberösterreich)
1985: Aus Studio 13: Raus und rein – Regie: Klaus Mehrländer (Kriminalhörspiel – SDR)