An diesem Tag

Michael Fassbender

Deutsch-irischer Schauspieler

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Michael Fassbender (* 2. April 1977 in Heidelberg, Baden-Württemberg) ist ein deutsch-irischer Schauspieler, Filmproduzent und Rennfahrer. Bekannt ist er für seine Zusammenarbeiten mit Regisseur Steve McQueen in den Dramen Hunger (2008), Shame (2011) und 12 Years a Slave (2013), sowie als Magneto in den X-Men-Filmen.

Michael Fassbender wurde als Sohn eines deutschen Vaters und einer irischen Mutter in Heidelberg geboren und wuchs ab seinem zweiten Lebensjahr in Killarney im südwestlichen Irland auf. Seine Muttersprache ist Englisch, er spricht auch Deutsch, allerdings mit Akzent. Er wird daher in deutschsprachigen Filmen von anderen synchronisiert, meistens von Norman Matt.

Seine erste größere Rolle hatte er 2001 in der Fernsehserie Band of Brothers. In den nächsten vier Jahren spielte Fassbender in verschiedenen englischen Fernsehproduktionen, darunter eine wiederkehrende Gastrolle in Murphy’s Law. 2004 und 2005 mimte er den gefallenen Engel Azazeal in der Fernsehserie Hex und im Jahr darauf übernahm er die Rolle des Stelios in der Comicverfilmung 300.

2008 brachte Fassbender seine erste Hauptrolle als IRA-Kämpfer Bobby Sands in Steve McQueens Drama Hunger eine Nominierung für den Europäischen Filmpreis 2008 als Bester Darsteller ein. Noch größere Bekanntheit bescherte ihm eine Rolle in Quentin Tarantinos Film Inglourious Basterds. Darauf folgten Haupt- und wichtige Nebenrollen in Filmen wie Jonah Hex, Jane Eyre und Eine dunkle Begierde.

Von 2011 bis 2019 spielte er in den Comicverfilmungen X-Men: Erste Entscheidung, X-Men: Zukunft ist Vergangenheit, X-Men: Apocalypse und X-Men: Dark Phoenix, die Rolle des Schurken Magneto, welche vor ihm Ian McKellen gespielt hatte.

Seine Darstellung des Sexsüchtigen Brandon in Shame, seiner zweiten Zusammenarbeit mit Regisseur Steve McQueen, brachte ihm 2011 zahlreiche Auszeichnungen ein, darunter den Darstellerpreis der 68. Internationalen Filmfestspiele von Venedig, den British Independent Film Award, den Los Angeles Film Critics Association Award, den London Critics’ Circle Film Award sowie Nominierungen für den Golden Globe Award, den BAFTA Award und den Europäischen Filmpreis. 2012 spielte er in Ridley Scotts Science-Fiction-Film Prometheus – Dunkle Zeichen den Androiden David.

Für seine Rolle als sadistischer Sklavenbesitzer im vielfach ausgezeichneten Historiendrama 12 Years a Slave, erneut von Steve McQueen, wurde Fassbender 2014 in der Kategorie Bester Schauspieler in einer Nebenrolle für den Oscar nominiert, der jedoch an Jared Leto ging. Danach folgte eine erneute Zusammenarbeit mit Ridley Scott für den Thriller The Counselor.

2015 übernahm Fassbender die Rolle des Macbeth in der gleichnamigen Realverfilmung von William Shakespeares Tragödie. Im selben Jahr übernahm er in der Filmbiografie des Apple-Gründers Steve Jobs die Titelrolle und wurde für seine Darstellung in der Kategorie Bester Hauptdarsteller für einen Oscar nominiert. In der Realverfilmung des Computerspiels Assassin’s Creed, die im Dezember 2016 in die Kinos kam, spielte Fassbender die Hauptrolle des Callum Lynch. 2017 erfolgte die Veröffentlichung von Tomas Alfredsons Verfilmung des Romans Schneemann von Jo Nesbø, in der Fassbender die Rolle des Harry Hole übernahm.

Nach X-Men: Dark Phoenix, 2019, kehrte Fassbender nach einer vierjährigen Pause als Schauspieler 2023 mit der Hauptrolle in David Finchers Der Killer zurück.

Michael Fassbender ist seit Oktober 2017 mit der schwedischen Schauspielerin Alicia Vikander verheiratet, die er Ende 2014 beim Filmdreh von Liebe zwischen den Meeren kennengelernt hat. 2021 wurden Vikander und Fassbender zum ersten Mal Eltern.

Seit 2018 arbeitete Fassbender mit Unterstützung von Porsche daran, einen Kindheitstraum zu verwirklichen: die Teilnahme am 24-Stunden-Rennen von Le Mans. Hierzu durchlief er verschiedene Vorbereitungsstufen und trat im Zuge dessen 2019 im Porsche Sports Cup sowie 2020 in der European Le Mans Series für das Rennteam Proton Competition an. Im Juli 2021 trat er im Porsche Supercup in Spielberg an und belegte dort den 24. Platz.

2022 war es schließlich soweit: Fassbender startete beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans zusammen mit seinen Teamkollegen, dem Australier Matt Campbell und dem Kanadier Zacharie Robichon und wieder für Proton Competition. Nach einigen Zwischenfällen (u. a. einem Unfall) erreichte das Team mit der Startnummer 93 nach 24 Stunden den 16. Platz (Gesamtrang: 51) in der Klasse LM GTE Am(ateure).

Einzelergebnisse in der FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft

Michael Fassbender (Memento vom 20. Juli 2019 im Internet Archive) bei AllMovie (englisch)

Michael Fassbender in der Deutschen Synchronkartei

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