Michael Engler der Jüngere (* 6. September 1688 in Breslau, Fürstentum Breslau; † 15. Januar 1760 ebenda) war der berühmteste Vertreter einer Breslauer Familie von Orgelbauern.
Sein Vater, der Breslauer Orgel- und Instrumentenbauer Michael Engler der Ältere (um 1650–um 1720), war der Sohn eines Neusiedler Ratsherrn und Stadttischlers. Michael Engler d. J. erwarb 1723 das Breslauer Stadtrecht. Sein Sohn Gottlieb Benjamin (1734–1793) sowie sein Enkel Johann Gottlieb Benjamin (1775–1829) wirkten ebenfalls als Orgelbauer in Breslau.
Michael Engler d. J. erbaute etwa 40 Orgeln, davon vier mit drei Manualen.
Erhalten sind Orgeln in Olomouc (Olmütz) in Mähren, Krzeszów (Grüssau), Pasikurowice (Paschkerwitz) in Niederschlesien und Kije (vorher Reichenstein) in Heiligkreuz, sowie eine zugeschriebene in Święciechowa (Schwetzkau), jeweils fettgedruckt.
Rudolf Walter: Der Orgelbauer Michael Engler d.J., Breslau. In: Acta Organologica 26, 1998, S. 217–242, ausführlich
Walter Kwasnik: Der schlesische Orgelbauer des Barocks Michael Engler d. J. In: Instrumentenbau-Zeitschrift. Band 14. 1960. S. 86.
Douglas E. Bush, Richard Kassel (Hrsg..): The organ. An encyclopedia. Routledge, New York 2006. ISBN 0-415-94174-1. S. 182f.
Gerhard Scheuermann: Michael Engler der Jüngere. In: Schlesische Lebensbilder. Band 6, 1990
Hans Klotz: Engler, Michael der Jüngere. In: Neue Deutsche Biographie. (NDB). Band 4. Duncker & Humblot, Berlin 1959, ISBN 3-428-00185-0, S. 533–534 (deutsche-biographie.de).
Arrey von Dommer: Engler. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 6, Duncker & Humblot, Leipzig 1877, S. 145.
Michał Engler młodszy i jego organy (Michael Engler d. J. und seine Orgeln) ausführliche Darstellungen mit vielen Fotos (polnisch)