Michał Bajor (* 13. Juni 1957 in Głuchołazy) ist ein polnischer Schauspieler und Chansonnier.
Aufgewachsen in einer Künstlerfamilie (sein Vater war Puppenspieler) begann er seine Karriere als Sänger bereits mit 13 Jahren, als er 1970 in seinem Wohnort Opole an der Vorausscheidung zum dortigen Schlagerfestival teilnahm. In den folgenden Jahren nahm er an den polnischen Songfestivals in Zielona Góra, Sopot, Opole teil. Als 17-Jähriger debütierte er als Schauspieler in Agnieszka Hollands Film Wieczór u Abdona. Es folgte eine Reihe weiterer wichtiger Filmauftritte, auch internationaler Art, etwa 1988 in István Szabós Streifen Hanussen sowie 2000 als Kaiser Nero in der Verfilmung des Romans Quo Vadis durch Jerzy Kawalerowicz. Parallel dazu spielt Bajor seit 1979 am Teatr Ateneum in Warschau.
Als Sänger veröffentlichte Bajor ca. 20 LPs und CDs. Dabei arbeitete er mit Textern und Musikern wie Wojciech Młynarski, Jonasz Kofta, Włodzimierz Korcz oder Jerzy Satanowski zusammen.
1975: Wieczór u Abdona, Regie: Agnieszka Holland, als Michaś
1981: Es war einmal der Jazz (Był jazz), Regie: Feliks Falk, als Tomek Markowski
1981: W biały dzień, Regie: Edward Żebrowski, als Biały
1981: Vuk, Regie: Attila Dargay, als der erwachsene Vuk (Polnische Synchronisation)
1982: Der Konsul (Limuzyna Daimler-Benz), Regie: Filip Bajon, als Michał Hahn
1983: Klakier, Regie: Janusz Kondratiuk
1984: Deszcz, Regie: Barbara Borys-Damiecka
1984: Vorsehung (Przeznaczenie), Regie: Jacek Koprowicz, als sein Sohn
1984: Spasenieto, Regie: Borislaw Puntschew, als Fogel
1985: Ohne Ende (Bez końca), Regie: Krzysztof Kieślowski
1985: Cień juz niedaleko, Regie: Kazimierz Karabasz
1985: Medium, Regie: Jacek Koprowicz, als Krank
1988: Hanussen (Profeta), Regie: István Szabó
1989: Alchemik, Regie: Jacek Koprowicz, als Prinz Fryderyk
1990: Niemoralna Historia, Regie: Barbara Sass