An diesem Tag

Miami Beach

Stadt im US-Bundesstaat Florida

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Miami Beach ist eine sehr dicht besiedelte Stadt im Miami-Dade County im US-Bundesstaat Florida mit 82.890 Einwohnern (Stand: 2020).

In Miami Beach befinden sich hunderte von Hotels, Ferienhäusern, Restaurants und Nachtclubs. Gut verdienende Personen, wie beispielsweise einige Filmstars, haben sich hier Appartements gekauft. Hauptattraktion von Miami Beach ist das Art-déco-Viertel von South Beach und der sehr lange, den Hotels vorgelagerte, Sandstrand, der die gesamte östliche Grenze der Stadt bildet.

Miami Beach befindet sich auf einer langgestreckten Insel zwischen der Biscayne Bay und dem Atlantischen Ozean. Die Stadt stellt eine principal city der Metropolregion Miami dar. Das Stadtgebiet reicht von der Südspitze bis zur 87. Straße, umfasst also nicht die gesamte Insel. Umliegende Kommunen sind die beiden nördlich auf derselben Insel angrenzenden Orte Surfside und Bal Harbour sowie die Insel Indian Creek und Miami auf der anderen Seite der Meeresbucht. Der Meeresspiegel ist seit etwa 1920 um 23 cm gestiegen.

Das Klima ist tropisch und damit ganzjährig warm. Statistisch regnet es in den Sommermonaten – wenn auch nur kurz – an durchschnittlich 40 Prozent der Tage. Die Tagestemperaturen bewegen sich von Mai bis Oktober bei durchschnittlich 31 °C. In den kältesten Monaten von Dezember bis Februar herrscht mit durchschnittlichen Tagestemperaturen von 24 °C angenehme Wärme. Im Sommer führt vor allem die hohe Luftfeuchtigkeit dazu, dass die gefühlten Temperaturen deutlich oberhalb der tatsächlichen Temperatur liegen.

Das erste auf der Insel errichtete Gebäude war ein vom United States Life-Saving Service (welcher später in die United States Coast Guard aufging) im Jahr 1876 gebautes Haus zur Aufnahme von Schiffbrüchigen auf Höhe der heutigen 72. Straße. In den 1880er-Jahren wurde von Ezra Osborn und Elnathan Field eine Kokosnuss-Plantage errichtet, die aber unwirtschaftlich war und bald aufgegeben werden musste. Einer der Investoren in dieses Projekt war der Unternehmer John S. Collins, der später mit dem Anbau von Avocados und Mangos jedoch mehr Erfolg hatte.

Mit dem Beginn des Eisenbahnzeitalters und der Stadtgründung Miamis im Jahre 1896 auf der anderen Seite der Biscayne Bay entwickelte sich gleichzeitig auch der Hafen, im Zuge dessen mit dem Bau des Government Cut im Jahr 1905, einer Kanalverbindung zwischen Ozean und Bay, die neu gebildete Insel Fisher Island im Süden von der Hauptinsel abgetrennt wurde.

Im frühen 20. Jahrhundert erkannten die Unternehmerfamilie Collins, die Lummus-Brüder (zwei Bankiers aus Miami) und der aus Indianapolis stammende Unternehmer Carl G. Fisher das Potential von Miami Beach als Touristenziel. Am 12. Juni 1913 wurde die Fährverbindung von Miami auf die Insel durch die 2,5 Meilen lange Collins Bridge ersetzt, die bei ihrer Eröffnung die längste Holzbrücke der Welt war. 1915 wurde mit dem Brown’s Hotel (112 Ocean Drive) ein erstes Hotel auf der Insel errichtet, welches auch heute noch existiert. Zu diesem Zeitpunkt bestanden immer noch weite Teile der Landmasse aus Mangrovensümpfen, deren Trockenlegung in den darauf folgenden Jahren eine langwierige Aufgabe war. 1926 wurde anstelle der Collins Bridge der Venetian Causeway erbaut, der über die 1920 künstlich angelegten Venetian Islands führt.

Die Stadt Miami Beach wurde am 26. März 1915 gegründet und 1917 offiziell als City ins Register eingetragen. Carl Fisher trieb in den 1920er-Jahren die Entwicklung der Stadt als Winterwohnsitz von reichen Industriellen aus dem Norden und Mittleren Westen der Vereinigten Staaten maßgeblich voran. Neben der Errichtung von fünf weiteren Hotels wurden auf seine Initiative das Inselufer auf der Westseite befestigt und mehrere künstliche Inseln in der Bay aufgeschüttet. Dazu zählen Star Island, Palm Island und Hibiscus Island, die Sunset Islands, die Normandy Isle sowie die meisten der Venetian Islands.

Der Miami-Hurrikan von 1926 setzte wie in ganz Südflorida der prosperierenden Entwicklung der Stadt ein abruptes Ende. In den 1930er-Jahren entwickelte sich der Ort wieder zu einem beliebten Ziel von Touristen. In dieser Zeit wurde von Investoren das bekannte Art-déco-Viertel errichtet. In den Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg stieg die Einwohnerzahl von Miami Beach durch Zuzug aus dem Norden wie in der ganzen Region um das Vielfache. Hinzu kam eine große Anzahl an Exilkubanern nach der Kubanischen Revolution 1959.

Von 1959 bis 1971 fand in Miami Beach der Miss-Universe-Wettbewerb statt. 1964 wurde der erste historische Boxkampf zwischen Cassius Clay und Sonny Liston in Miami Beach ausgetragen. Im Jahr 1968 veranstalteten die Republikanische und im Jahr 1972 die Demokratische Partei ihre Nominierungsparteitage in Miami Beach, an denen die Präsidentschaftskandidaten Richard Nixon (1968/1972) und George McGovern (1972) nominiert wurden.

In den 1970er und 1980er Jahren verlor Miami Beach viel von seinem Glanz. Viele ältere, ärmere jüdische Amerikaner zogen aus dem Norden nach South Beach. Die Gegend wurde als „God's Waitingroom“ bezeichnet. Es gab jedoch auch eine lebhafte Gemeinschaft die als „Shtetl in the Sun“ bekannt wurde. Durch die Mariel-Bootskrise (1980) stieg die Kriminalität deutlich an.

South Beach, der im Süden gelegene Teil von Miami Beach bis zur 23. Straße gehört heute zu den populärsten Gegenden der Stadt. Obwohl das Baden „oben ohne“ bei Frauen in den Vereinigten Staaten verboten ist, wird es hier offiziell toleriert. Die Fernsehserie Miami Vice (1984–1989) trug maßgeblich zum hohen Bekanntheitsgrad von South Beach bei. Weitere bekannte Filme, die hier gedreht wurden, waren Scarface und The Birdcage.

Nach dem Platzen der Immobilienblase 2007 hat sich der Markt deutlich erholt. Für neue exklusive Eigentumswohnungen in Miami Beach werden Preise über zehn Millionen US-Dollar bezahlt. Auch die Zahl der Touristen stieg in den letzten Jahren auf neue Höchststände.

2015 wurde mit vielen Veranstaltungen 100 Jahre Miami Beach gefeiert.

In Miami Beach bestehen mit der Miami Beach Community Church und der St. John Baptist Cathedral zwei Kirchen (Stand: 2007).

In der Umgebung der 41. Straße besteht ein reges jüdisches Leben mit den entsprechenden Geschäften und Synagogen.

In Miami Beach befindet sich das Miami Beach Holocaust Memorial.

Laut der Volkszählung 2010 verteilten sich die damaligen 87.779 Einwohner auf 67.499 Haushalte. Die Bevölkerungsdichte lag bei 4.823 Einwohnern pro Quadratkilometer. 87,4 Prozent der Bevölkerung bezeichneten sich als Weiße, 4,4 Prozent als Afroamerikaner, 0,3 Prozent als Indianer und 1,9 Prozent als Asian Americans. 3,5 Prozent gaben die Angehörigkeit zu einer anderen Ethnie und 2,7 Prozent zu mehreren Ethnien an. 53,0 Prozent der Bevölkerung bestand aus Hispanics oder Latinos.

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