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Meudon

Französische Gemeinde

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Meudon [møˈdõ] ist eine französische Stadt mit 46.334 Einwohnern (Stand 1. Januar 2023) in der Pariser Umgebung (französisch Banlieue), drei Kilometer südwestlich der Hauptstadt. Die Stadt gehört zum Département Hauts-de-Seine in der Île-de-France. Die Einwohner werden Meudonnais genannt.

Meudon ist besonders durch die Forschung geprägt: ONERA und CNRS forschen hier. Das 1875 gegründete Observatorium ist seit 1926 verwaltungsmäßig dem Pariser Observatorium angeschlossen.

Das IUCAF hat hier seinen Sitz.

Die Stadt Meudon gliedert sich in die Ortsteile Meudon-Ville, Bellevue, Val-Fleury, Bas-Meudon und Meudon-la-Forêt.

Meudon ist seit dem Neolithikum bewohnt; sein keltischer Name ist Mole-Dum (Sandhügel), die Römer latinisierten dies zu moldunum.

Eine erste urkundliche Erwähnung findet sich für 769 in einer ungedruckten Urkunde, die vom französischen Historiker Bordier 1846 veröffentlicht wurde (Bordier Nr. 072 in www.francia.ahlfeldt.se). Aus einem merowingischen castrum entwickelte sich eine mittelalterliche Burg, die im 17. Jahrhundert zu einem Schloss (Altes Schloss) ausgebaut wurde. Im 16. Jahrhundert entstand unter Kardinal Charles de Lorraine-Guise das alte Schloss Meudon. Der Grand Dauphin ließ bis 1706 durch Jules Hardouin-Mansart das sogenannte Neue Schloss (französisch Château neuf) gleich neben dem alten erbauen. Bekannt sind bis heute insbesondere die großzügigen Parkanlagen. Das alte Schloss brannte während der Französischen Revolution 1795 ab. Das Neue Schloss wurde während des französisch-deutschen Krieges bei Kämpfen im Januar 1871 zerstört.

1842 ereignete sich hier der schwerste Eisenbahnunfall der frühen Eisenbahngeschichte.

Im 19. Jahrhundert war die Stadt ein beliebter Wohnort von Musikern und Künstlern; es wurde aber auch zu einem Industriestandort für Metallwaren und Explosivstoffe.

Der Asteroid (5767) Moldun ist nach der Stadt benannt.

Auguste-Rodin-Museum in der Villa des Brillants (Dépendance des Pariser Rodin-Museums).

Die berühmten Schlossterrassen mit beeindruckenden Abmessungen: 260 m lang, 140 m breit, 14 m hoch. An der Stelle des alten Schloss Meudon heute das Observatorium.

Die Salon-Orgel des bedeutenden Organisten und Komponisten Marcel Dupré in seinem ehemaligen Wohnhaus 40 boulevard Anatole France.

Das im Südwesten Meudons gelegene Waldgebiet Forêt de Meudon erstreckt sich mit einer Gesamtfläche von rund 1100 ha auch auf Gebiete der Nachbargemeinden und ist ein beliebtes Naherholungsgebiet auch für die Bewohner der Hauptstadt.

Das Eisenbahnviadukt von Meudon, das als ältestes Ingenieurbauwerk des französischen Eisenbahnwesens gilt.

Der Fernmeldeturm Meudon, der zu den ersten Fernsehtürmen Frankreichs zählt.

Der Hangar Y, die älteste (erbaut ab 1877) und eine der wenigen noch erhaltenen Luftschiffhallen in Europa.

Allée couverte de la Pierre de Rabelais

Der Dolmen von Ker-Han-Dolmen wurde von seinem ursprünglichen Standort in Saint-Philibert im Département Morbihan hierher versetzt, um auf dem Friedhof von Longs Réages in Meudon als Grabmal zu dienen.

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