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Menai Suspension Bridge

Brücke in Wales

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Die Menai Suspension Bridge (walisisch Pont y Borth oder Pont Grog y Borth) ist eine Kettenbrücke über die Menaistraße zwischen der Insel Anglesey und dem Festland von Wales. Sie verbindet die auf steilen Hochufern über der Meerenge liegenden Orte Bangor und Menai Bridge.

Die von Thomas Telford entworfene Brücke gilt als die erste große Kettenbrücke für den Straßenverkehr der Geschichte und hatte lange die größte Spannweite aller Brücken.

Die heutige Brücke hat zwei schmale 2,6 m breite Fahrstreifen, die jeweils durch einen Torbogen in den Pylonen geführt werden. Die beiden Gehwege verlaufen außerhalb der Hänger und werden außen um die Pylone herumgeführt. Das zulässige Gesamtgewicht ist auf 7,5 t beschränkt; schwerere Fahrzeuge werden auf die Britanniabrücke verwiesen. Die Geschwindigkeit ist auf 20 mph (32 km/h) beschränkt.

Die Fahrbahn verläuft 30,48 m (100 ft) über dem Springhochwasser (SpHW). Sie wird von dem stählernen Fachwerk des Fahrbahnträgers eingerahmt, der von je zwei übereinander angeordneten Ketten aus Augenstäben getragen wird. Jede Kette besteht aus einer Reihe von sechs seitlich miteinander verbundenen Augenstäben. Die Ketten sind an den Enden der Brücke tief im Felsen verankert, am südlichen Ende werden sie durch das Zollhaus zu ihren Verankerungen geführt.

Die aus Steinquadern gemauerten Pylone stehen am bzw. nahe dem Ufer auf felsigem Grund. Sie überragen die Fahrbahn um mehr als 19 m (53 ft). Bei ihrer Höhe ist zu berücksichtigen, dass der Tidenhub an der Brücke mehr als 7 m betragen kann, die Pylone also insgesamt über 57 m hoch sind. Oberhalb der Hochwasserlinie haben sie einen Hohlquerschnitt.

Der Abstand zwischen den Pylonen und den Widerlagern wird im Süden durch drei, im Norden durch vier gemauerte Rundbögen überbrückt.

Die Spannweite zwischen den Pylonen beträgt 176,5 m (579 ft), die Brücke ist insgesamt 417 m (1368 ft) lang.

Vor der Fertigstellung der Brücke 1826 existierte eine Fährverbindung über die Menaistraße bzw. bei extremem Niedrigwasser ein gefährlicher Fußweg, um auf die vorgelagerte Insel zu gelangen.

Nach dem Act of Union 1800, der Vereinigung von Irland mit dem Königreich Großbritannien, wuchs der Verkehr zwischen den beiden Ländern rapide an, allerdings waren die Straßenverbindungen zwischen Holyhead, dem Verbindungshafen auf Anglesey, und Shrewsbury bzw. London miserabel und wurden durch die Fähre unterbrochen.

1801 machte der renommierte Bauingenieur John Rennie senior zwei Vorschläge für gusseiserne Brücken mit zwei Bögen, die aber nicht weiter verfolgt wurden. 1810 wurde Thomas Telford, der bereits mit der Verbesserung der Straßenverbindung von Holyhead nach Shrewsbury beauftragt war, um Vorschläge für eine Brücke gebeten. In seinem 1811 erstatteten Bericht schlug Telford eine gusseiserne Bogenbrücke vor, die die Wasserstraße mit der von der Schifffahrt verlangten Höhe von 100 Fuß mit einem Bogen überqueren sollte, der im Freivorbau mit abgespannten Bogenteilen gebaut würde, lange bevor die Methode an der Eads Bridge erstmals realisiert wurde.

Auch dieser Vorschlag wurde im politischen Betrieb jener Zeit nicht weiterverfolgt. Allerdings hatte Telford in den folgenden Jahren durch seinen vielbeachteten Entwurf einer Kettenbrücke über den River Mersey bei Runcorn einschließlich des Baus eines Modells der Brücke und umfangreicher Materialtests den Weg für den Bau einer solchen Brücke über der Menaistraße bereitet.

1818 wurde Telford erneut um Vorschläge zu einer Menaibrücke gebeten. Er schlug nun vor, die Meerenge zwischen Bangor auf dem Festland und dem damaligen Dorf Porthaethwy auf Anglesey, das heute unter dem Namen Menai Bridge bekannt ist, mit einer Kettenbrücke zu überqueren, die die für Segelschiffe verlangte Durchfahrtshöhe von 100 Fuß (~ 30 m) auf der ganzen Breite der Passage gewährleistete. Dieser Vorschlag wurde angenommen und noch im selben Jahr das entsprechende Gesetz verabschiedet sowie das erste Geld für den Bau bewilligt. Wegen rechtlicher Einwände gegen die Brücke begnügte man sich zunächst mit vorbereitenden Maßnahmen und der Materialbeschaffung.

Nachdem die Einwände durch ein neuerliches Gesetz erledigt waren, begann der Bau der Brücke am 10. August 1819 mit der Grundsteinlegung durch den Resident Engineer W. A. Provis auf der seeseitigen Seite des nördlichen Pylons, die von keinerlei Zeremonien begleitet wurde. Die Maurerarbeiten wurden von Jon Wilson ausgeführt, einem Unternehmer, der schon am Caledonian Canal für Telford tätig war. Die Ketten wurden von William Hazledine, mit dem Telford schon mehrfach zusammengearbeitet hatte, aus seiner Schmiede in Upton Forge östlich von Shrewsbury geliefert. Jeder der 935 Augenstäbe der einzelnen Ketten wurde einem Belastungstest unterzogen. Als Korrosionsschutz für die Kabel wurde Leinöl verwendet. In einer nahegelegenen Senke wurde das Heben und Spannen eines Kabels getestet. Vom 25. April bis 9. Juni 1825 wurden die Ketten von einem Floß aus unter großer Anteilnahme des Publikums an ihren Platz behoben und gespannt.

Die damalige Brücke hatte insgesamt 16 Ketten mit jeweils vier seitlich miteinander verbundenen Augenstäben. Die Ketten waren in vier Reihen angeordnet, die wie die beiden Fahrbahnen und der mittig zwischen ihnen angeordnete Fußgängerweg einen seitlichen Abstand von 3,66 + 1,22 + 3,66 m (12 + 4 + 12 ft) hatten. Jede dieser Reihen hatte vier übereinander angeordnete Ketten. In jeder Kette war ein justierbares Glied und jede Kette konnte ausgetauscht werden, ohne die Sicherheit der Brücke zu beeinträchtigen. Die Spannweite zwischen den Pylonen betrug wie heute 176,5 m (579 ft). Die Ketten waren auf den Pylonen beweglich gelagert und wie heute an den Enden der Brücke tief im Felsen verankert. Am östlichen Ende werden sie durch das Zollhaus zu ihren Verankerungen geführt. An den Ketten war ein hölzerner Fahrbahnträger angehängt, der für die damaligen Verkehrslasten vollkommen ausreichte.

Am 30. Januar 1826 wurde die Brücke eröffnet. Die Postkutsche von London nach Holyhead fuhr als erste über die neue Brücke, gefolgt von weiteren Kutschen mit wichtigen Personen und natürlich auch W. A. Provis und Telford.

Durch die von Telford veranlassten Verbesserungen der Straße und durch die Brücke verkürzte sich die Reisezeit von London nach Holyhead von 36 Stunden um 9 auf 27 Stunden.

Da die Hängebrücke aufgrund ihrer Spannweite von 176 m alle zuvor erstellten Brücken dieses Konstruktionstyps übertraf, wird die Menai-Brücke als die erste moderne Hängebrücke der Welt bezeichnet. Der walisische Dichter David Owen widmete ihr 1835 ein episches Gedicht.

Trotz der schweren Ketten gab es mit dem schlanken Fahrbahnträger aus Holz aerodynamische Probleme. Aufgrund von Windschäden benötigte die Fahrbahn der Brücke deshalb 1839 umfangreiche Instandsetzungsarbeiten. 1893 wurde der hölzerne leichte Fahrbahnträger gegen die von Benjamin Baker geplanten stählernen Fachwerkträger ausgewechselt.

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