An diesem Tag

Max Otte

Deutsch-amerikanischer Ökonom und Publizist

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Max Otte (* 7. Oktober 1964 als Matthias Otte in Plettenberg) ist ein deutsch-US-amerikanischer Ökonom und Publizist. Er ist als Fondsmanager tätig und veröffentlichte wirtschafts- und finanzpolitische Sachbücher.

Otte war Bundesvorsitzender des Vereins Werteunion. Einer breiten Öffentlichkeit wurde er durch Publikationen und Voraussagen zur Finanzkrise sowie anschließende Medienpräsenz bekannt. Er war parteiloser Kandidat der AfD bei der Wahl des deutschen Bundespräsidenten 2022.

Matthias Otte wurde als Sohn von Lore Otte, geborene Hauter, und des Berufsschullehrers und Kommunalpolitikers Max Otte (1928–1983) geboren. Nach dem Tod seines Vaters nahm er dessen Vornamen Max an.

Im Jahr 1983 machte Otte sein Abitur in Plettenberg. Von 1983 bis 1989 studierte er Wirtschaftswissenschaften mit dem Schwerpunkt Volkswirtschaftslehre an der Universität zu Köln. Dieses Studium schloss er 1989 als Diplom-Volkswirt ab. Innerhalb des Studiums absolvierte er ein Auslandsjahr von 1986 bis 1987 als Stipendiat der Konrad-Adenauer-Stiftung an der American University in Washington, D.C. Seinen zweiten Abschluss an der Princeton University in New Jersey (USA) als Master of Arts machte er 1991 in Public Affairs. In Princeton wurde er 1997 bei Aaron Friedberg mit der Arbeit A Rising Middle Power? – German Foreign Policy in Transformation promoviert.

Otte war von 1989 bis 1994 als Berater für internationale Organisationen und den öffentlichen Sektor bei Kienbaum und Partner tätig und 1995 Mitarbeiter beim Gütersloher Centrum für Hochschulentwicklung (CHE). Von 1997 bis 1998 war er bei Arthur D. Little beschäftigt.

Er beriet verschiedene Unternehmen und Organisationen, darunter die Münchener Rück, das Bundeswirtschaftsministerium und die Vereinten Nationen. Von 1998 bis 2000 war Otte Assistant Professor für internationale Wirtschaft und internationales Management am Department of International Relations der Boston University. Darüber hinaus war er von 2001 bis 2005 am Aufbau des Executive MBA-Program Business Integration an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg beteiligt.

2001 wurde er verbeamteter Professor für allgemeine und internationale Betriebswirtschaftslehre an der Hochschule Worms (C3-Stelle), wo er Marketing, International Business Studies sowie Finanzierung und Investition in den Fachbereichen Internationale Betriebswirtschaft und Außenwirtschaft sowie Tourismus unterrichtete.

Von 2011 bis 2016 war er als Professor für quantitative und qualitative Unternehmensanalyse und -diagnose an der Karl-Franzens-Universität Graz tätig. Vom Wintersemester 2011/2012 bis zum Wintersemester 2016/2017 hatte er außerdem regelmäßig Lehraufträge an der Staatswissenschaftlichen Fakultät der Universität Erfurt im Studienbereich Wirtschaftswissenschaften inne. 2018 schied er auf eigenen Wunsch aus dem Beamtenverhältnis aus.

Otte ist seit 2005 als Fondsmanager tätig.

Otte war von 1991 bis 2022 Mitglied der CDU. Im Frühjahr 2017 wurde er Mitglied des Vereins Werteunion, die ihn am 29. Mai 2021 in Fulda als Nachfolger von Alexander Mitsch zu ihrem neuen Bundesvorsitzenden wählte. Ende Januar 2022 erklärte Otte, seinen Posten bei der Werteunion ruhen zu lassen und auch „alle anderen parteipolitischen Aktivitäten“ auszusetzen.

Im Januar 2022 wurde Otte von Mitgliedern der Bundesversammlung der AfD zur Wahl des deutschen Bundespräsidenten benannt. Mit 140 Stimmen bekam er die zweitmeisten Stimmen bei der Wahl (Frank-Walter Steinmeier erhielt 1045). Otte erhielt somit zwar weniger Stimmen, als die AfD Wahlberechtigte an der Bundesversammlung anwesend hätte haben können, aber sieben Stimmen mehr, als tatsächlich AfD-Wahlberechtigte an der Versammlung teilnahmen.

Im Februar 2024 gab Otte seinen Austritt aus dem Verein Werteunion bekannt. Zuvor hatte er die fehlende Bündnisbereitschaft der Partei Werteunion mit der „größten freiheitlichen Partei in Deutschland, der AfD“ kritisiert.

Otte ist Autor mehrerer Bücher. Er hat mehrere Bestseller verfasst, vor allem zu finanzpolitischen Themen.

Seine ersten Bücher erschienen 1989. Zunächst publizierte er ausschließlich für den universitären Bereich, wie zur Makroökonomik oder Allgemeinen Wirtschaftspolitik.

Sein erstes Buch außerhalb dieses Bereiches war das 1996 im Campus-Verlag erschienene Buch Amerika für Geschäftsleute: das Einmaleins der ungeschriebenen Regeln. 2006 veröffentlichte Otte das Buch Der Crash kommt. Die neue Weltwirtschaftskrise und wie Sie sich darauf vorbereiten. Darin sagte er einen Zusammenbruch der Aktienmärkte voraus. Im Verlauf der Finanzkrise ab 2007 und damit einhergehender TV-Präsenz, machte ihn dies einer breiten Öffentlichkeit bekannt. Es folgten Der Informationscrash und Stoppt das Euro-Desaster, in dem er sich kritisch mit der Eurokrise auseinandersetzte und forderte, Griechenland pleitegehen zu lassen.

In seinem letzten Buch Auf der Suche nach dem verlorenen Deutschland schreibt er über seine Kindheit, seine Familie und über Flucht und Vertreibung in der Familie seines Vaters.

Otte ist verheiratet und Vater von drei Kindern. Seit 2005 hat er neben der deutschen Staatsangehörigkeit auch die US-amerikanische Staatsbürgerschaft.

2003 gründete er das Institut für Vermögensentwicklung (IFVE) als GmbH. Eine zwischenzeitlich in der Schweiz errichtete Aktiengesellschaft ist mittlerweile gelöscht.

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