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Matthias

Männlicher Vorname

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Matthias ist ein männlicher Vorname.

Matthias ist die deutsche Übertragung von Μαθθίας Maththías, der vermutlich eine Kurzform zu Ματταθίας Mattathías darstellt. Bei diesem Namen handelt es sich um die gräzisierte Variante von מַתִּתְיָה mattitjāh, einem hebräischen Namen, der sich aus den Elementen מַתַּת mattat und dem Gottesnamen יהוה jhwh zusammensetzt: „Gabe des Herrn“, „Geschenk des Herrn“.

Der Name Matthias ist in erster Linie im deutschen Sprachraum verbreitet.

In Österreich hat sich der Name unter den beliebtesten Jungennamen etabliert. Vor allem in den späten 1980er und frühen 1990er Jahren war der Name sehr beliebt. Zwar sank seine Popularität seitdem etwas, jedoch gehört der Name nach wie vor zu den 30 meistvergebenen Jungennamen (Stand 2024).

Der Name wird in der Schweiz seit 1932 jedes Jahr bei der Namenswahl berücksichtigt. Von 1958 bis 2001 gehörte er zu den 100 beliebtesten Jungennamen. Im Jahr 2020 zählte die Schweiz 14301 Namensträger, zuletzt war der Name jedoch nicht mehr sehr beliebt.

Vor den 1940er Jahren war der Name Matthias in Deutschland kaum verbreitet. Nach dem Zweiten Weltkrieg nahm die Popularität des Namens rasch zu. In den 1960er bis 1980er Jahren zählte er zu den beliebtesten Jungennamen. Der Name belegte Rang 10 in den 1960er, Rang 8 in den 1970er und Rang 12 in den 1980er Jahren. Als höchste Platzierung erreichte er im Jahr 1976 Rang 4 der Hitliste. In den 1990er Jahren sank die Beliebtheit des Namens, bis sie sich in den frühen 2000er Jahren auf einem mäßig beliebten Niveau etablierte und zuletzt wieder anstieg. Im Jahr 2021 belegte Matthias Rang 111 der Hitliste. Dabei wird der Name überwiegend in der traditionellen Schreibweise Matthias vergeben. Nur etwa 19 % der Namensträger führen die Schreibweise Mathias, gut 5 % Matias.

In Island zählt der Name Mattías zu den beliebtesten Jungennamen. Im Jahr 2016 belegte er Rang 16 der Hitliste.

Der Name befindet sich in Belgien in einem leichten Abwärtstrend. Er lag von 1995 bis 2005 in den Top-100. In Italien zählt der Name seit 2014 zu den Top-200 der Vornamenscharts. Der Name kommt in den Niederlanden seit 1930 jährlich in der Namensgebung vor. In den letzten zehn Jahren wurden rund 660 Jungen so genannt. In Frankreich befand sich der Name zwischen 1974 und 2013 in den Top-300 der Hitlisten. In Dänemark und Schweden ist der Name mäßig beliebt. Dahingegen wird er in Norwegen eher selten vergeben.

Der Name liegt in England und Wales seit 2021 in den Top-500. In den USA befindet sich der Name seit der Jahrtausendwende in einem leichten Aufwärtstrend. Im Jahr 2024 lag er auf Rang 471.

Es ist unklar, ob sich die Namensform Matthäus (altgriechisch Μαθθαῖος Maththaîos) vom selben Namen oder vom damit verwandten Namen Mattanja (hebräisch מַתַּנְיָה mattanjāh) ableitet. Mattanja setzt sich zwar aus den Elementen מַתָּן mattān und dem Gottesnamen יהוה jhwh zusammen, bedeutet aber ebenfalls „Gabe des Herrn“, „Geschenk des Herrn“.

Viele Sprachen, jedoch nicht alle unterscheiden zwischen beiden Namensformen.

Namenspatron ist der hl. Apostel Matthias. Auf ihn beziehen sich die folgenden Feste und Gedenktage:

24. Februar (Fest im Regionalkalender für das deutsche Sprachgebiet), traditionell, bei der Liturgiereform offiziell verlegt auf:

14. Mai (Fest im Allgemeinen Römischen Kalender)

18. Juli in Trier, Übertragung der Gebeine nach St. Matthias

anglikanisch: 24. Februar oder 14. Mai

Matthias (* vor 1209; † 1272), Graf von Dammartin

Matthias Corvinus (1443–1490), König von Ungarn (1458–1490) und Böhmen (1469–1490)

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