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Martin Seifert (Schauspieler)

Deutscher Schauspieler

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Martin Seifert (* 24. Februar 1951 in Jena; † 15. Juli 2025 in Berlin) war ein deutscher Schauspieler und Hörspielsprecher.

Als gelernter Werkzeugmacher spielte Seifert zunächst in einer Laienspielgruppe, studierte dann von 1971 bis 1974 Schauspiel an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ in Berlin-Niederschöneweide. Bereits während des Studiums spielte er am Deutschen Theater. Nach ersten Engagements am Staatstheater Schwerin kam er 1978 ans Berliner Ensemble, wo er in diversen Rollen wie Romeo, Marquis Posa oder Amphitryon auftrat.

Ab 1976 begann Seifert seine bis 2023 andauernde Film- und Fernsehkarriere, die über 80 Film- und Fernsehproduktionen umfasst. Sein Filmdebüt gab er als Vater Jaspers neben Erwin Geschonneck in Ein Wigwam für die Störche. Eine erste vielbeachtete Hauptrolle spielte Seifert in Heiner Carows DEFA-Streifen Bis daß der Tod euch scheidet (1979). Weitere Filmaufgaben wie beispielsweise Claudia Prietzels Das vergessene Leben (1998) an der Seite von Inge Meysel oder in Lenard Fritz Krawinkels Sumo Bruno (2000) schlossen sich an. In der Filmreihe Bibi & Tina verkörperte er ab 2014 die Rolle des Butlers Dagobert. Zwischen 1993 und 2020 übernahm er mehrfach Gastrollen in den Fernsehreihen Polizeiruf 110 und Tatort. Im Herbst 2022 trat Seifert für den achten Teil der Filmreihe Familie Bundschuh in die Rolle des scheidenden Brandenburger Bürgermeisters Wilhelm Bredow letztmals vor die Kamera.

Daneben arbeitete er auch als Sprecher in Hörproduktionen und als Dozent an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“. Seifert starb am 15. Juli 2025 im Alter von 74 Jahren in Berlin.

1980: Karl-Heinz Jakobs: Casanova in Dux (Wiederholt) – Regie: Barbara Plensat (Hörspiel – Rundfunk der DDR)

1980: Joachim Walther: Bewerbung bei Hofe (Johann Christian Günther) – Regie: Fritz Göhler (Hörspiel – Rundfunk der DDR)

1981: Christoph Hein: Jakob Borgs Geschichten (Falscher Prinz, Teil 3) – Regie: Flora Hoffmann (Kinderhörspiel (5 Teile) – Rundfunk der DDR)

1982: Peter Hacks: Das Windloch – Geschichten von Henriette und Onkel Titus (Felix alias Leo) – Regie: Fritz Göhler (Kinderhörspiel – Litera)

1983: Lion Feuchtwanger: Erfolg (Pröckel) – Regie: Werner Grunow (Hörspiel – Rundfunk der DDR)

1983: Wolfgang David: Furcht vor Amseln (Gürtler) – Regie: Manfred Täubert (Kinderhörspiel – Rundfunk der DDR)

1983: Linda Teßmer: 21:00 Uhr Erlenpark (Uwe Köhler) – Regie: Fritz-Ernst Fechner (Kriminalhörspiel/Kurzhörspiel – Rundfunk der DDR)

1984: Walter Stranka: Khalid und die Königin von Saba (Khalid) – Regie: Manfred Täubert (Kinderhörspiel – Rundfunk der DDR)

1984: Oscar Wilde: Der Fischer und seine Seele (Priester) – Regie: Barbara Plensat (Hörspiel – Rundfunk der DDR)

1984: Hans Fallada: Der Pechvogel (Freund) – Regie: Manfred Täubert (Hörspiel nach dem Roman: Damals bei uns daheim – Rundfunk der DDR)

1985: Jacob Grimm/Wilhelm Grimm: Die Nixe (Andreas) – Regie: Manfred Täubert (Kinderhörspiel – Rundfunk der DDR)

1985: Horst Hawemann: Die Katze, die immer nur ihre eigenen Wege ging (Sicher-Hund) – Regie: Barbara Plensat (Kinderhörspiel frei nach Motiven von Rudyard Kipling – Litera)

1986: Jacob Grimm/Wilhelm Grimm: Schneeweißchen und Rosenrot (Bär) – Regie: Maritta Hübner (Kinderhörspiel – Litera)

1986: Franz Fühmann: Ein Sommernachtstraum – Regie: Norbert Speer (Kinderhörspiel – Rundfunk der DDR)

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