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Martin Ohm (Mathematiker)

Deutscher Mathematiker

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Martin Ohm (* 6. Mai 1792 in Erlangen; † 1. April 1872 in Berlin) war ein deutscher Mathematiker.

Martin Ohm war ein Sohn von Johann Wolfgang Ohm und dessen Frau Elisabeth Maria Beck. Sein älterer Bruder war Georg Simon Ohm.

Am 14. August 1811 promovierte Ohm unter der Leitung von Karl Christian von Langsdorf zum Dr. phil an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen. 1821 wurde er als Privatdozent nach Berlin berufen, 1824 außerordentlicher und 1839 ordentlicher Professor. Sein älterer Bruder war der Physiker Georg Simon Ohm.

Wissenschaftlich ist Martin Ohm durch die neun Bände zum Versuch eines vollkommenen, consequenten Systems der Mathematik (1822–1852) in Erscheinung getreten. Von ihm stammt auch der Begriff „Goldener Schnitt“.

Martin Ohm starb am 1. April 1872 in Berlin im Alter von 79 Jahren.

Friedrich August, Friedrich Bachmann, Paul Bachmann, Joseph Brutkowski, Heinrich Eduard Heine, Rudolf Lipschitz, Leo Pochhammer, Friedrich Prym, Wilhelm Wagner, Hermann Waldaestel, Wilhelm Wernicke.

1826 wurde er als korrespondierendes Mitglied in die Russische Akademie der Wissenschaften in Sankt Petersburg aufgenommen. 1832 wurde er korrespondierendes Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften und 1865 auswärtiges Mitglied der Accademia dei Lincei. Von 1849 bis 1852 war er Mitglied des Preußischen Abgeordnetenhauses.

Die Ohmstraße in Berlin-Mitte trägt seinen Namen.

De elevatione seriervm infinitarvm secvndi ordinis ad potestatem exponentis indeterminati. Erlangen (Digitalisat) – Dissertation.

Martin Ohm: Aufsätze aus dem Gebiete der höhern Mathematik. Reimer, Berlin 1823, urn:nbn:de:hbz:061:1-507883.

(Bearbeiter): Lehrbuch für den gesammten mathematischen Elementar-Unterricht an Gymnasien, höhern Bürger- und Militair-Schulen. Friedrich Volkmar, Leipzig 1836.

Die Lehre der endlichen Differenzen und Summen und der reellen Faktoriellen und Fakultäten, so wie die Theorie der bestimmten Integrale. Friedr. Korn’sche Buchhandlung, Nürnberg 1851. Band 8 der Reihe: „Versuch eines vollkommenen, consequenten Systems der Mathematik.“

Die Auswertungs=Methoden bestimmter Integrale, so wie die Theorie der Reihen und der Integrale des Fourier. Friedr. Korn’sche Buchhandlung, Nürnberg 1852. Band 9 der Reihe: „Versuch eines vollkommenen, consequenten Systems der Mathematik.“

Moritz Cantor: Ohm, Martin. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 24, Duncker & Humblot, Leipzig 1887, S. 203 f.

Literatur von und über Martin Ohm im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek

John J. O’Connor, Edmund F. Robertson: Martin Ohm (Mathematiker). In: MacTutor History of Mathematics archive (englisch).

Versuch eines vollkommen consequenten Systems der Mathematik. In: gdz.sub.uni-goettingen.de. Abgerufen am 28. Februar 2022 (Digitalisat der 2. Auflage am Göttinger Digitalisierungszentrum).

Martin Ohm im Mathematics Genealogy Project (englisch) Vorlage:MathGenealogyProject/Wartung/name verwendet

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