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Martin Folkes

Englischer Numismatiker und Mathematiker

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Martin Folkes (* 29. Oktober 1690 in London; † 28. Juni 1754 ebenda) war ein englischer Mathematiker und Numismatiker sowie von 1741 bis 1753 Präsident der Royal Society.

Folkes war der älteste Sohn seines gleichnamigen Vaters Martin Folkes (1640–1705) und dessen Frau Dorothy Hovell (1655–1724). Sein Bruder war William Folkes (ca. 1700–1773).

Von 1699 bis 1706 wurde er Zuhause von den aus Frankreich geflohenen Hugenotten Jacques Louis Cappel (1639–1722), ehemals Professor für Hebräisch an der Académie de Saumur, und Abraham de Moivre unterrichtet. Am 31. Juli 1706 wurde Folkes als „Fellow-commoner“ an der Clare Hall in Cambridge zugelassen, wo er sich 1709 immatrikulierte um Mathematik zu studieren.

Am 29. Juli 1714 wurde Folkes als Mitglied („Fellow“) in die Royal Society gewählt und 1722/23 unter Isaac Newton zu einem der Vizepräsidenten ernannt. Nach dem Tod Newtons kandidierte für das Präsidentschaftsamt der Royal Society, unterlag aber Hans Sloane, dem er jedoch von 1741 bis 1753 als Präsident der Royal Society im Amt nachfolgte.

Vom 24. März 1733 bis zum 3. September 1735 unternahm Folkes mit seiner Familie die „Grand Tour“, die ihn hauptsächlich durch Italien führte. Vor der Society of Antiquaries of London, deren Vorsitzender er später von 1749 bis 1754 wurde, trug er 1736 aus seinen Werken On the Trajan and Antonine pillars at Rome und A table of English gold coins vor. Nach der 1736 veröffentlichten Übersicht über englische Goldmünzen, folgte 1745 mit A table of English silver coins eine über Silbermünzen.

1739 wurde er einer der Mitbegründer und Vizepräsidenten des Londoner Foundling Hospitals für verlassene Kinder, dieses Amt nahm er bis 1747 wahr.

Folkes lernte die Schauspielerin Lucretia Bradshaw († ca. 1755) kennen, die am Queen’s Theatre am Haymarket (1707) und am Theatre Royal Drury Lane (1710–1712) auftrat. Am 18. Oktober 1714 heiratete er sie in der St Helen’s Church. Das Paar hatte drei Kinder: den Sohn Martin († 1740) und die Töchter Dorothy und Lucretia.

Zu John Hills Angriff auf Folkes (Review of the Works of the Royal Soc., 1751), siehe auch D’Israeli, Calamities and Quarrels of Authors (1860), pp. 364–366.

1720 wurde Folkes Mitglied der Society of Antiquaries of London. 1742 wurde er Mitglied (associé étranger) der Académie des sciences in Paris, 1745 wurde er Ehrenmitglied der Königlich Dänischen Akademie der Wissenschaften. 1746 wurde er auswärtiges Mitglied der Preußischen Akademie der Wissenschaften.

1746 wurde ihm von den Universitäten Oxford und Cambridge die Ehrendoktorwürde verliehen.

In der Westminster Abbey befindet sich eine um 1792 errichtete Gedenktafel.

A table of English gold coins: from the eighteenth year of King Edward III, when gold was first coined in England: with their several weights and present intrinsic values. Society of Antiquaries, London 1736 (Digitalisat).

A Table of English silver coins from the Norman conquest to the present time: with their weights, intrinsic values, and some remarks upon the several pieces. Society of Antiquaries, London 1745 (Digitalisat).

Tables of English silver and gold coins: First published by Martin Folkes, Esq; and now re-printed, with plates and explanations. 3 Teile, Society of Antiquaries, London 1763 (Digitalisat) – postum herausgegeben von John Ward und Andrew Gifford.

An account of the Aurora Borealis, seen at London, on the 30th of March last. In: Philosophical Transactions. Band 30, Nr. 352, 1719, S. 586–588 (doi:10.1098/rstl.1717.0008, JSTOR:103303).

Some account of Mr. Leeuwenhoek’s curious microscopes. In: Philosophical Transactions. Band 32, Nr. 380, 1719, S. 446–453 (doi:10.1098/rstl.1722.0090, JSTOR:103657).

An account of the standard measures preserved in the capitol at Rome. In: Philosophical Transactions. Band 39, Nr. 442, 1736, S. 262–266 (doi:10.10.1098/rstl.1735.0053, JSTOR:104018).

An observation of three mock-suns seen in London, Friday, Sept. 17, 1736. In: Philosophical Transactions. Band 40, Nr. 445, 1737, S. 59–61 (doi:10.1098/rstl.1737.0013, JSTOR:103889).

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Martin Folkes | World in Stories