Martin Bernigeroth (* 1670 in Rammelburg; † 6. Juni 1733 in Leipzig) war ein deutscher Kupferstecher.
Der aus dem Amt Rammelburg im sächsischen Anteil der Grafschaft Mansfeld stammende Bernigeroth ist der Begründer einer in Leipzig ansässigen Kupferstecherfamilie. Er kam 1685 nach Leipzig und wurde im Haus des Kupferstechers Erasmus Andresohn (1651–1731) erzogen. Er hörte 1690/91 Vorlesungen an der Universität Leipzig und wurde 1707 als kurfürstlicher Kupferstecher bestellt. Seine Söhne Johann Martin (1713–1767) und Johann Benedict (1716–1764) waren ebenfalls als Kupferstecher tätig.
Von ihm stammen schätzungsweise 1600 Kupferstiche, darunter Porträts von:
Caspar Schamberger, Japanreisender aus Leipzig (1623–1706)
Johann Friedrich Freiherr Bachoff von Echt (1643–1726)
Otto Mencke (1644–1707), Gelehrter für Moral, Philosophie und Politik
Kraft Burchard von Bodenhausen (1647–1716)
Margaretha Elisabeth von Houwalt geb. von Breitenbach (1647–1719)
Ehrenfried Walther von Tschirnhaus (1651–1708), deutscher Naturforscher
Otto Heinrich Freiherr von Friesen (1654–1717), Politiker
Christoph I. zu Dohna-Schlodien (1665–1733), brandenburgisch-preußischer General und Diplomat
Johann Wilhelm von Sachsen-Eisenach (1666–1729), Herzog aus der ernestinischen Linie des Hauses Wettin
Johann Christian Schamberg (1667–1706), Mediziner und Chemiker
Johann Heinrich Feustking (1672–1713), Professor der Theologie und Prorektor der Universität Leucorea in Wittenberg, Oberhofprediger in Gotha
Henning Friedrich Graf von Bassewitz (1680–1749), Römisch- und Russisch-kaiserlicher Geheimrat, Holstein-Gottorp’scher Geheimratspräsident
Christiana Sibylla von Hopffgarten geb. von Einsiedel (1683–1718)
Christiana Mariana von Ziegler (1695–1760), Schriftstellerin
Johann Andreas Eisenbarth (1663–1727), bekannt als „Doktor Eisenbarth“, Wundarzt und Starstecher