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Marko Arnautović

Österreichischer Fußballspieler

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Marko Arnautović [ˈmarko arˈnaʊtovɪtɕ] (* 19. April 1989 in Wien) ist ein österreichisch-serbischer Fußballspieler. Arnautović ist österreichischer Rekordnationalspieler und ‑torschütze.

Arnautović, Sohn eines Serben und einer Österreicherin, begann seine Karriere in seinem Heimatbezirk Floridsdorf beim FAC. 1998 wechselte er in die Jugend des Wiener Clubs FK Austria Wien. In den folgenden sechs Jahren spielte er daraufhin in chronologischer Reihenfolge für die Vienna, abermals für die Austria und schlussendlich auch für Rapid, ehe er 2004 wieder zum FAC zurückkehrte. Als Grund wurde nicht sein fehlendes Talent genannt – denn dieses wurde ihm bei all seinen Stationen attestiert –, sondern sein bereits in jungen Jahren ausgeprägtes extrovertiertes Verhalten und ein Hang zum Eigensinn, die eine erfolgreiche Mannschaftsintegration unmöglich machten. Von seinen Nachwuchstrainern bei Rapid und Austria wird er als „unbequemer Freigeist“ und „verhaltensauffällig“ beschrieben.

Im Laufe seiner Karriere entdeckten ihn Scouts vom FC Twente aus Enschede, der ihn 2006 im Alter von 17 Jahren unter Vertrag nahm. Im Wiener Fußball sorgte der Wechsel für Skepsis; dem Spieler wurden geringe Erfolgsaussichten prophezeit.

Bereits zum Ende seiner ersten Saison wurde Arnautović jedoch 2007 vom Trainer der Profiabteilung Fred Rutten in zwei Spielen der A-Mannschaft eingesetzt. Mit 22 Toren in 24 Spielen führte er die U-19 in der Saison 2007/08 zum Juniorenmeistertitel. Insgesamt hatte er von 2006 bis 2008 32 Jugendspiele für Jong FC Twente absolviert und 27 Tore erzielt, ehe er endgültig in den Kreis der Profispieler aufgenommen wurde.

Noch vor seinem ersten Meisterschaftsspiel wurde Arnautović aufgrund seiner ähnlichen Statur, technischen Versiertheit und seines Spielstils als der „neue Zlatan Ibrahimović“ bezeichnet. Am 14. Mai 2007 debütierte er bei einer 0:2-Niederlage gegen die PSV Eindhoven für den FC Twente, als er in der 77. Minute für Kennedy Bakırcıoğlu eingewechselt wurde. In der Saison 2007/08 war er noch überwiegend für Jong FC Twente im Einsatz, wurde jedoch von Trainer Rutten auch 14-mal in der Eredivisie und einmal im UEFA-Cup eingesetzt.

Daraufhin versuchte Feyenoord Rotterdam, Arnautović im Sommer 2008 abzuwerben. Twentes neuer Trainer Steve McClaren, der den zum FC Schalke 04 abgewanderten Rutten ersetzt hatte, lehnte diese Offerte ab, worauf Arnautovićs Vertragslaufzeit bis zum 30. Juni 2011 verlängert wurde. In der Spielzeit 2008/09 folgte sein Durchbruch in den Niederlanden. Gemeinsam mit Eljero Elia und Blaise Nkufo bildete er ein Offensivgespann und spielte mit Twente lange Zeit um den Meistertitel in der Eredivisie. Am Ende wurde man hinter AZ Alkmaar Vizemeister. Arnautović kam bei 28 Saisoneinsätzen zu zwölf Toren.

Nach einem Liga-Spiel gegen Willem II Tilburg am 14. März 2009 behauptete Ibrahim Kargbo, er sei von Arnautović rassistisch beschimpft worden. Der niederländische Fußball-Verband leitete daraufhin ein Verfahren gegen Arnautović ein und forderte den mutmaßlichen Täter sowie den Anschuldiger zu einer Stellungnahme auf. In den niederländischen Medien wurde der Fall ausgiebig diskutiert und als „Arnautogate“ bezeichnet. Am 23. März 2009 gab der niederländische Fußball-Verband bekannt, dass die Untersuchungen aufgrund zu geringer Beweislage eingestellt wurden. Arnautović hatte zuvor mehrmals beteuert, keine solche Aussage von sich gegeben zu haben.

Bereits während der Saison 2008/09 wurde Arnautović mit Vereinen aus Europa in Verbindung gebracht, wodurch sich ein Wechsel zum Saisonende abzeichnete. Als erster zeigte der FC Schalke 04 mit Trainer Fred Rutten ein konkretes Interesse an einer Verpflichtung. Nach der Entlassung Ruttens war das Thema jedoch wieder vom Tisch.

In der Sommerübertrittszeit 2009 kam es dann zu einem wahren Transferkampf zwischen dem FC Chelsea und Inter Mailand. Zuerst wurde das Interesse des italienischen Meisters publik, woraufhin sich der FC Chelsea in die Verhandlungen einschaltete. Obwohl Inter als aussichtsreichster Kandidat für einen Wechsel galt und dem FC Chelsea nur Außenseiterchancen eingeräumt wurden, berichtete die niederländische Tageszeitung „AD“ im Mai 2009, dass ein Wechsel zu Chelsea so gut wie sicher sei. Angeblich hatte sich Arnautović bereits mit den Londonern geeinigt, die zwölf Millionen Euro als Ablösesumme an Twente überweisen wollten. In Folge wurde der Spieler zu einem medizinischen Test nach London geladen, im Zuge dessen eine Stressfraktur im Mittelfuß festgestellt wurde. Zuvor war Arnautović bereits zum Saisonende mit einer Sprunggelenksverletzung ausgefallen. Daraufhin nahm der FC Chelsea von einer Verpflichtung des Spielers Abstand. Im Folgenden entwickelte sich die Verletzung zum größten Hindernis für einen Transfer. Inter wollte Arnautović zwar immer noch verpflichten, verhandelte jedoch noch bis August mit Twente über die Transfermodalitäten. Am 5. August 2009 wurde Arnautović für ein Jahr an den italienischen Meister ausgeliehen. Hätte Arnautović eine festgesetzte Anzahl an Spielen bestritten, wäre automatisch eine Kaufoption mit Fünfjahresvertrag in Kraft getreten. Laut Medienberichten hätte die Ablösesumme etwa 10 Millionen Euro betragen und er hätte damit der bis dahin teuerste österreichische Fußballer werden können.

Wegen seiner Verletzung verpasste er die Vorbereitung auf die Saison 2009/2010 und wurde auch nicht ins Aufgebot für die Gruppenphase der Champions League 2009 nominiert. Nach seiner Rekonvaleszenz absolvierte er am 5. September 2009 bei einem 3:3 im Testspiel gegen den Schweizer Zweitligisten FC Lugano erstmals ein Spiel für Inter. Es folgte ein weiteres Testspiel gegen den FC Piacenza, ehe er am 17. Oktober 2009 im Spiel gegen den CFC Genua erstmals in einem Pflichtspiel auf der Ersatzbank Platz nehmen durfte. Am 14. November 2009 schoss er beim 2:1 im Testspiel gegen den Schweizer Zweitligisten FC Vaduz seine ersten Tore für Inter.

Als er im Dezember 2009 von Trainer José Mourinho jedoch erneut nicht in den Kader berufen wurde, warfen ihm die ehemaligen Nationalmannschaftstrainer Josef Hickersberger und Herbert Prohaska schlechtes Benehmen vor sowie mangelnde professionelle Einstellung. Nachdem Arnautović ausnahmsweise drei Stunden zu früh zum Training gekommen war, gab Mourinho ihm im Jänner 2010 gegen Chievo Verona die Chance für sein Pflichtspieldebüt in der Serie A. Bei der Pressekonferenz attestierte Mourinho Arnautović den „Charakter eines Kindes“. Insgesamt spielte er nur dreimal in der Serie A, die Inter Mailand zum fünften Mal hintereinander gewann.

Am 22. Mai 2010 im Endspiel der Champions League zwischen Inter Mailand und Bayern München, das die Mailänder mit 2:0 gewannen, stand mit Arnautović erstmals seit Wolfgang Feiersinger 1997 ein Österreicher im Kader eines Champions-League-Siegers. Allerdings hatte er kein Spiel in dem Wettbewerb absolviert.

Zur Saison 2010/11 wechselte Arnautović in die deutsche Bundesliga zu Werder Bremen. Er unterschrieb einen Vierjahresvertrag. Am 28. August 2010 erzielte er beim 4:2-Heimspielsieg gegen den 1. FC Köln seine ersten beiden Bundesligatore. In der Champions League traf er erstmals am 20. Oktober 2010 gegen seinen ehemaligen Verein FC Twente. Wieder machte Arnautović Schlagzeilen, wenn er nicht spielte oder sein Verhalten kritisiert wurde. So wurde er vor dem 33. Spieltag wegen eines unerlaubten Diskothekenbesuchs von Trainer Thomas Schaaf für ein Spiel suspendiert. In der Saison 2012/13 wurde er zusammen mit Mitspieler Eljero Elia ab dem 31. Spieltag für den Rest der Saison vom Trainings- und Spielbetrieb freigestellt, nachdem die beiden um 3 Uhr morgens in eine Polizeikontrolle geraten waren, die Arnautović eine Geschwindigkeitsüberschreitung nachwies.

Am 2. September 2013 wechselte Arnautović zum Stoke City Football Club in die englische Premier League. Er unterschrieb einen Vierjahresvertrag. In seiner ersten Saison für Stoke City erzielte er vier Tore und bereitete zehn weitere vor und war damit erfolgreichster Vorlagengeber der Mannschaft. In seiner zweiten Saison in England erzielte er zwölf Tore und gab sechs Assists.

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