An diesem Tag

Mario Kunasek

Österreichischer Politiker (FPÖ)

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Mario Kunasek (* 29. Juni 1976 in Graz, Steiermark) ist ein österreichischer Politiker der rechtsextremen FPÖ Steiermark, deren Landesparteiobmann und seit 18. Dezember 2024 Landeshauptmann der Steiermark. Seit Mai 2019 ist er Abgeordneter zum Landtag Steiermark und fungierte als FPÖ-Klubobmann. Bei der Landtagswahl in der Steiermark 2024 kandidierte er für die FPÖ für das Amt des Landeshauptmannes. Zuvor war er von Dezember 2017 bis Mai 2019 Bundesminister für Landesverteidigung der Republik Österreich.

Nach dem Besuch der Pflichtschule erlernte Mario Kunasek den Beruf des Kfz-Technikers. Nach dem Präsenzdienst im Jahr 1995, den er in St. Michael ableistete, absolvierte er die Ausbildung zum Unteroffizier in Enns und Wien. Zwischen 1997 und 2005 war er als Unteroffizier im Versorgungsregiment 1 in Graz tätig. Ab 2005 war er Stabsunteroffizier (laut aktuellen Angaben als Stabswachtmeister).

Mario Kunasek begann seine politische Laufbahn als Personalvertreter der AUF-AFH (Aktionsgemeinschaft Unabhängiger und Freiheitlicher – Arbeitsgemeinschaft der Freiheitlichen Heeresangehörigen). Von 2004 bis 2006 war er Bezirksobmann des Ringes Freiheitlicher Jugend (RFJ) Graz-Umgebung. Seit 2005 ist er im Landesparteivorstand der rechtsextremen FPÖ Steiermark. Von 2005 bis 2018 war er Ortsparteiobmann der FPÖ in seiner ehemaligen Heimatgemeinde Gössendorf, in der von 2010 bis 2015 auch Mitglied des Gemeindevorstands war. Nach der Gemeinderatswahl 2015 war er dort bis Dezember 2017 Vizebürgermeister.

Auf dem Landesparteitag 2007 wurde er zum Landesparteisekretär der FPÖ Steiermark gewählt und ist seither im Landesparteipräsidium tätig. Von April 2007 bis Februar 2019 war Mario Kunasek Bezirksparteiobmann der FPÖ Graz Umgebung. Seit 2013 ist er Bundesparteiobmann-Stellvertreter der FPÖ.

Abgeordneter zum Nationalrat (2008–2015)

Bei der Nationalratswahl am 28. September 2008 kandidierte er als Spitzenkandidat der FPÖ im Wahlkreis 6B Steiermark Mitte (Graz Umgebung und Voitsberg) und schaffte den erstmaligen Einzug ins Parlament. Bei der Nationalratswahl 2013 war Kunasek Spitzenkandidat der FPÖ-Steiermark und zog über ein Grundmandat im Regionalwahlkreis Graz und Umgebung abermals als Abgeordneter in den Nationalrat ein. Er fungierte dort als Obmann des Landesverteidigungsausschusses und war Wehrsprecher des Freiheitlichen Parlamentsklubs.

Abgeordneter zum Landtag Steiermark und Klubobmann (2015–2017)

Nach der Landtagswahl in der Steiermark 2015, bei der Kunasek als FPÖ-Spitzenkandidat seine Partei anführte und mit 26,76 Prozent das bisher beste Ergebnis der Landespartei feiern konnte, wurde er am 16. Juni 2015 als Abgeordneter zum Landtag der Steiermark angelobt. Gleichzeitig schied er als Abgeordneter aus dem Nationalrat aus. Im steirischen Landtag war Mario Kunasek bis Dezember 2017 Klubobmann des freiheitlichen Landtagsklubs.

Bundesminister für Landesverteidigung (2017–2019)

Nachdem ÖVP und FPÖ bei der Nationalratswahl 2017 stark zugelegt hatten, bildeten sie eine gemeinsame Regierungskoalition. Mario Kunasek wurde von der FPÖ als Verteidigungsminister nominiert und übernahm im Rahmen eines feierlichen Festaktes im Bundesministerium für Landesverteidigung am 18. Dezember 2017 die Agenden des Verteidigungsministers.

Während seiner Amtszeit kam Kunasek im März 2019 ins Visier der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA), als er drei Offiziere des Bundesheeres zur Beförderung in den Generalsrang vorschlug. Die Kandidaten waren zwar laut Bewertungskommission für diese Ernennung geeignet, doch Bundespräsident Alexander Van der Bellen unterzeichnete deren Beurkundung nicht. Danach kam es zu Untersuchungen der WKStA wegen des Verdachts auf Amtsmissbrauch gegen Kunasek. Im Mai 2022 stellte die Staatsanwaltschaft ihre Ermittlungen jedoch endgültig und ergebnislos ein.

Kurz nach der Veröffentlichung des sogenannten Ibiza-Videos wurde Kunasek am 20. Mai 2019 auf dem Landesparteitag der FPÖ Steiermark mit 99,6 Prozent der Delegiertenstimmen zum Landesparteiobmann wiedergewählt und als Spitzenkandidat für die Landtagswahl 2019 nominiert. Nach der Entlassung von Innenminister Herbert Kickl wurde Mario Kunasek am 22. Mai auf eigenen Wunsch aus seinem Ministeramt durch Bundespräsident Alexander Van der Bellen enthoben.

Sein Nachfolger als Verteidigungsminister wurde bis Juni 2019 in der provisorischen Regierung Löger der Offizier Johann Luif. In der Bundesregierung Bierlein bekleidete Thomas Starlinger bis 7. Jänner 2020 dieses Amt.

Abgeordneter zum Landtag Steiermark und Klubobmann (seit 2019)

Am 28. Mai 2019 kehrte Mario Kunasek wieder als Landtagsabgeordneter und FPÖ-Klubobmann in die Steiermark zurück. Er wurde als Landtagsabgeordneter neuerlich angelobt, nachdem Anton Kogler sein Mandat zur Verfügung gestellt hatte. Der damalige Klubobmann Stefan Hermann machte seine Funktion ebenfalls für Landesparteichef Kunasek frei und wurde geschäftsführender Klubobmann.

Bei der Landtagswahl am 24. November 2019 erhielt Mario Kunasek trotz der Verluste für die Freiheitliche Partei die meisten Vorzugsstimmen aller Kandidaten.

Landeshauptmann der Steiermark (seit 2024)

Bei der Landtagswahl in der Steiermark 2024 erlangte die FPÖ unter Mario Kunasek rund 35 Prozent und wurde erstmals stärkste Partei. Daraufhin bildete sie mit der Landesregierung Kunasek eine Koalition mit der zweitplatzierten ÖVP und Kunasek wurde am 18. Dezember 2024 zum Landeshauptmann der Steiermark gewählt. Kunasek ist nach Jörg Haider der zweite Landeshauptmann eines österreichischen Bundeslandes, der von der FPÖ gestellt wird. Ende Juni 2025 wurde er beim Landesparteitag mit 98,14 Prozent der Stimmen als FPÖ-Landesparteiobmann bestätigt.

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