Marie Desplechin (* 7. Januar 1959 in Roubaix) ist eine französische Journalistin, Drehbuchautorin und Schriftstellerin mit Romanen für alle Altersklassen.
Marie Desplechin studierte Literatur und Journalismus mit dem Ziel, eine erfolgreiche Autorin zu werden.
Sie arbeitete im Pressewesen, in der Werbebranche und als Lehrerin, bevor sie vom freiberuflichen Schreiben lebte.
1993 begann sie, Romane für Kinder zu schreiben.
1995 gelang der Schriftstellerin der Durchbruch mit acht Kurzgeschichten über die Liebe mit dem Titel Trop sensibles (übers.: zu gefühlvoll).
1996 erschien der Roman Verte (übers.: Grün) für Kinder und Jugendliche, ein Roman über ein schwieriges Mutter-Tochter-Verhältnis, bei der sich das Mädchen Verte für einen Jungen und nicht für das Erlernen von Hexenkompetenzen interessiert. Der Roman erschien 2023 auf Deutsch in der Comicadaption Hexenkram: Grüna.
1998 erweiterte Marie Desplechin ihre Leserschaft im Romanbereich um Erwachsene, zunächst mit dem Titel Sans Moi (übers.: ohne mich).
Sie unterstützte Yannick Jadot, einen Politiker der grünen Partei (Les Écologistes) in Frankreich, ab 2016 mit ihrer Unterschrift und partizipierte 2022 als Unterzeichnerin beim Aufruf StopBolloré für die Aufrechterhaltung der Informationsfreiheit, da sie und andere diese durch die Marktmacht des Konzerns bedroht sahen. 2026 veröffentlichte die Vereinigung Les éditeurs jeunesse avec les enfants de Gaza, bestehend aus 80 Herausgebern, die Neuauflage des Buchs Eux c'est nous von 2015 mit dem neuen Titel Gaza. Eux c'est nous (übers.: Gaza. Sie, das sind wir.) für die Unterstützung der Kinder in Gaza.
Desplechins Romane gehen von historischen Themen über das Fantasy-Genre bis hin zu Werken über Alltagsprobleme.
Die Schriftstellerin ist die Schwester von Arnaud Desplechin, die Ehefrau von François Gédigier und hat nach Eigenaussage eine Vorliebe für das Schreiben für 9 bis 12-Jährige. Sie veröffentlicht, unter anderem, in der Zeitschrift L'Express und ist Teil des für Frieden eintretenden Netzwerkes Coordination française pour la Décennie (ab 2011 umbenannt in: Coordination pour l’éducation à la non-violence et à la paix).
Marie Desplechin lebt in Paris.
2013: Bernard Versele Preis für Babyface
1997: Beaugency Preis für das lustigste Buch des Jahres und Jacques Asklund Preis für Verte
2011: Offiziersrang Arts et Lettres
2011: Preis von Madame Figaro für Danbé
2020: Gewinnerin des Grande Ours für Kinderliteratur
2005: Prix Médicis für La vie sauve
2018: Nominierung für den Deutsch-Französischen Jugendbuchpreis für Sothik