Mariano Alberto Martínez (* 18. Februar 1918 in San Telmo; † 13. April 2016), bekannt als Mariano Mores, war ein argentinischer Tangokomponist und Pianist.
Mariano Martínez wurde 1918 in San Telmo, einem Stadtteil von Buenos Aires (Argentinien) geboren. Schon als Kind spielte er sehr gut klassische Musik am Klavier. Mit 14 Jahren trat er erstmals im Café Vicente auf der Corrientes Avenue öffentlich auf. Er nahm klassischen Musikunterricht am D'Andrea-Konservatorium in Lanús.
Nach einer kurzen Zusammenarbeit mit der Folkloregruppe La Cuyanita wurde er als Dirigent und Pianist im Orchester von Roberto Firpo engagiert. Mit den Schwestern Margot und Myrna Mores bildete er ein Trio. Später heiratete er Myrna und übernahm ihren Namen als Künstlernamen.
1938 schrieb er die Musik zum Film Senderos de Santa Fe und traf Künstler wie den Komponisten Valdo Sciammarella. 1939 half der Dramatiker Alberto Vaccarezza ihm, Pianist im Orchester von Francisco Canaro zu werden. 1948 gründete Mores sein eigenes Orchester, das sein Debüt am Presidente Alvear Theater hatte.
Als Pianist, Komponist und Dirigent etablierte sich Mariano Mores als einer der führenden Figuren der Argentinischen Musik und schuf das moderne Tango-Sextett mit Orgel, Klavier, Bandoneon, E-Gitarre, Keyboard, Schlagzeug und Bass. Zusammen mit Enrique Santos Discépolo verfasste er solche Klassiker wie Uno (1943), Sin palabras (1946) und Cafetín de Buenos Aires (1948).
Mores und José María Contursi schrieben En esta tarde gris (1941), Tu piel de jazmín (1941), Grisel (1942) und Cristal (1944). Er schrieb La calesita (1953) und El Patio de la morocha (1951) mit Cátulo Castillo, Una lágrima tuya (1949) mit Homero Manzi und Cuartito Azul (1939) mit Mario Battistella. Zudem wirkte er an mehreren Musikfilmen mit Stars wie Delia Garcés, Osvaldo Miranda (Schauspieler), Virginia Luque und Hugo del Carril mit. 1949 spielte er in den Filmen Corrientes, Straße der Träume (Corrientes, calle de ensueños) und La Doctora quiere Tangos mit Mirtha Legrand. Für den 1953 erschienenen Film Die Stimme meiner Stadt (La voz de mi ciudad) komponierte er eine seiner erfolgreichsten Milongas, Taquito militar. Im Fernsehen wirkte er in den Serien M ama a M (1957) und La familia Mores (1967) mit.
Seit 1980 setzt der Tänzer und Choreograf Luis Pereyra die Kompositionen von Mariano Mores in seinen internationalen Werken ein. 1986 wurde er engagiert für Mariano Mores Tournee Todo Tango.
Mores starb am 13. April 2016 im Alter von 98 Jahren.
Er hatte einen Bruder, den Tangosänger Enrique Martinez, der unter dem Künstlernamen Enrique Lucero auftrat.
Aus der Ehe mit der Sängerin Myrna Mores stammten die Tango-Sänger Nito Mores und Silvia Mores. Die Dirigentin Mariana Fabbiani ist seine Enkelin.
Cuartito azul, Text: Mario Battistella (1939)
Tan solo tú, Text: Marvil (1940)
Muchachita porteña, Text: Alberto Vacarezza (1940)
En esta tarde gris, Text: José María Contursi (1941)
Gricel, Text: José María Contursi (1942)
Uno, Text: Enrique Santos Discépolo (1943)
Cada vez que me recuerdes, Text: José María Contursi, (1944)
Cristal, Text: José María Contursi (1944)