Marianne Ruth Wischmann (* 20. Oktober 1921 in Düsseldorf, Rheinprovinz; † 6. November 2009 in Starnberg, Bayern) war eine deutsche Filmschauspielerin und Synchronsprecherin.
Marianne Wischmann spielte ab 1950 in zahlreichen Kinofilmen mit. Ihre größte Bekanntheit erreichte sie 1952, als sie neben Johannes Heesters und Johanna Matz in einer Filmadaption der Operette Im weißen Rößl mitspielte. Auch danach erzielte sie Publikumserfolge an der Seite von Dieter Borsche in dem Streifen San Salvatore (1955) oder später mit Will Quadflieg und Antje Weisgerber.
Seit 1956 verlegte sich Marianne Wischmann verstärkt auf die Synchronisation. Sie lieh ihre Stimme unter anderem Anita Ekberg in Das süße Leben, Ingrid Bergman in Berüchtigt, und Billie Whitelaw in Der dunkle Kristall und Olivia de Havilland in Wiegenlied für eine Leiche sowie Doris Roberts als Frances Smith in der Weihnachtssatire Schöne Bescherung.
Jahrelang war sie auch die deutsche Stimme von
Miss Piggy in der Muppet Show,
Liz Sheridan als Mrs. Ochmonek in der Serie Alf,
Renée Taylor als Sylvia Fine in Die Nanny,
Shelley Winters als Nana Mary in Roseanne und
Joyce Van Patten als Maureen Slatery in Auf schlimmer und ewig.
In einigen Folgen von Unsere kleine Farm lieh sie Katherine MacGregor als Harriet Oleson ihre Stimme.
Außerdem sprach sie in den (Zeichentrick/Anime-)Serien
Alice im Wunderland die Herzkönigin,
Der rosarote Panther (Version 1969–1971),
Die blaue Elise (Aardvark (eigentlich Erdferkel) im deutschen meist Ameisenfresser oder Ameisenbär genannt),
Doctor Snuggles die Hexe Wilhelma Weinessig,
Tom-und-Jerry die Mammy Two-Shoes,
Niklaas, ein Junge aus Flandern die Erzählerin.
Neben ihrer Tätigkeit als Synchronsprecherin war Wischmann auch als Hörspielsprecherin tätig.