An diesem Tag

Marcel Sabitzer

Österreichischer Fußballspieler

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Marcel Sabitzer (* 17. März 1994 in Wels) ist ein österreichischer Fußballspieler. Der Mittelfeldspieler steht bei Borussia Dortmund unter Vertrag und ist A-Nationalspieler.

Sabitzer startete seine Profikarriere bei einem seiner Ausbildungsvereine, dem FC Admira Wacker Mödling, mit dem er 2011 Meister der Ersten Liga wurde und in die Bundesliga aufstieg. Von Jänner 2013 bis Juni 2014 spielte er für den SK Rapid Wien. Im Juli 2014 wechselte Sabitzer zu RB Leipzig, spielte aber zunächst eine Saison auf Leihbasis beim FC Red Bull Salzburg, mit dem er österreichischer Meister und Cupsieger wurde. Seit der Saison 2015/16 gehörte Sabitzer dem Kader der Leipziger an. Er stieg mit dem Verein in die Bundesliga auf und etablierte sich mit ihm als Vizemeister 2017 und 2021 in der Spitze des deutschen Fußballs. Ende August 2021 wechselte Sabitzer zum deutschen Rekordmeister FC Bayern München. Diesen verließ er für eine Halbserie in Richtung der englischen Premier League, wo er mit Manchester United den EFL-Cup im Elfmeterschießen gewann.

Im Nationaldress durchlief Sabitzer diverse Nachwuchsteams und spielt seit Juni 2012 in der A-Auswahl des ÖFB.

Sabitzer begann seine Karriere im Jahr 2000 in der Jugend des ESV Admira Villach, als sein Vater Herfried beim BSV Bad Bleiberg in der Nachbarsgemeinde tätig war. Mit dem Wechsel des Vaters in der Folgesaison zum SV Mattersburg ins Burgenland kam der Sohn dann in die Jugend des damaligen Erstligisten Grazer AK, wo er sich zu einem der größten Offensivtalente des Vereins entwickelte. Von 2005 bis 2008 schoss Sabitzer in 63 Jugendspielen 49 Tore und feierte mit der U15-Mannschaft den Vizemeistertitel in der steirischen Liga. 2007 sicherte er sich außerdem als Leistungsträger der Sporthauptschule Weiz den österreichischen Schülerligatitel. Im Finale gegen das BRG Polgarstraße gelangen ihm die beiden ersten Treffer zum 3:0-Endstand.

Im Juni 2008 wechselte Sabitzer daraufhin in die Jugend des neu gegründeten SC Magna Wiener Neustadt, wurde jedoch umgehend an die damals noch in Kooperation mit Austria Wien betriebenen FSA/AKA U15 weitergegeben. Mit der FSA wurde er daraufhin Meister in der TOTO Liga und krönte sich mit 16 Toren in 22 Spielen zum besten Torschützen seines Vereins und Drittplatzierten in der Torschützenliste.

Zur Spielzeit 2009/10 wechselte der Offensivspieler in die Akademie des FC Admira Wacker Mödling, wo er gleichzeitig in der B- und A-Jugend auflief. Nach insgesamt 13 Toren in 14 Einsätzen für beide Jugendmannschaften, davon 5 Tore in 5 Spielen als fünfzehnjähriger für die U19, fand er erstmals Aufnahme in die zweite Mannschaft der Admira.

Erste Stationen im Herrenbereich

Kurz nach seinem sechzehnten Geburtstag am 26. März 2010, debütierte er daraufhin unter Trainer Dietmar Kühbauer für die Admira Juniors beim 0:2-Auswärtssieg gegen den SV Schwechat in der Regionalliga Ost. In Folge kam er bis zum Saisonende auf fünf weitere Einsätze ohne Torerfolg.

In die Spielzeit 2010/11 ging er bereits als fixes Kadermitglied der Juniors Mannschaft in der Regionalliga und startete als Stammspieler in die Saison. Von 2005 bis 2010 hatte er in insgesamt 100 Nachwuchsspielen 78 Tore erzielen können. Am 14. September 2010 feierte er unter dem inzwischen zum A-Mannschafts-Cheftrainer aufgestiegenen Kühbauer sein Debüt im Profifußball. In seinem zweiten Einsatz am 24. September 2010 gelang ihm beim Auswärtssieg gegen den FC Lustenau 07 sein erstes Profitor zum Endstand von 0:3.

Anfang Jänner 2013 wechselte er zum Ligakonkurrenten SK Rapid Wien. Er unterschrieb einen Vertrag bis Ende Juni 2016.

Zur Saison 2014/15 wechselte Sabitzer zum deutschen Zweitligisten RB Leipzig. Er unterschrieb einen Vertrag bis zum 30. Juni 2018 und wurde für eine Saison an den ebenfalls von Red Bull betriebenen Klub FC Red Bull Salzburg verliehen. So konnte eine Ausstiegsklausel gezogen werden, die nur für Auslandswechsel galt.

In seinem ersten Ligaspiel für Salzburg bereitete er gleich ein Tor vor, im zweiten traf er hingegen erstmals für die „roten Bullen“. Es folgten 18 weitere Bundesligatore sowie 15 -vorlagen, wettbewerbsübergreifend waren es letztendlich 27 Treffer sowie 21 Assists. Der am häufigsten als hängende Spitze oder Mittelstürmer eingesetzte 20-jährige Sabitzer war somit der zweiteffektivste Offensivspieler des Teams nach dem Spanier Jonathan Soriano (66 Scorerpunkte). Gemeinsam wurden beide Spieler mit ihrem Team am Ende der Saison österreichischer Meister und gewannen auch den nationalen Cup. In Letzterem wurden Sabitzer, Soriano sowie ihr Mitspieler Alan als beste Torschützen mit je sieben Treffern ausgezeichnet.

Ab der Saison 2015/16 spielte Sabitzer für RB Leipzig. Mit den Worten „So gut, wie ich dachte, bin ich wohl doch nicht, sonst würde ich nicht in der zweiten deutschen Bundesliga spielen“ bewertete der Spieler seine eigenen Leistungen im Kontext dieses Transfers. Im ersten Jahr gelang ihm mit dem Verein aber dann als Tabellenzweiter dessen erstmaliger Aufstieg in die Bundesliga, zu dem er in 32 Spielen acht Tore und fünf Vorlagen beitrug. Sabitzer agierte meistens als letzter Mann vor dem Sturmzentrum, das entweder Yussuf Poulsen oder Davie Selke besetzte, und erzielte in drei Partien jeweils das einzige Tor des Spiels. Im Rückrundenspiel gegen den späteren Absteiger FSV Frankfurt, das mit 3:1 endete, war der Österreicher an allen drei Treffern direkt beteiligt und wurde vom kicker zum besten Spieler des Spiels gewählt. Unter Trainer Ralph Hasenhüttl, der Rangnick im Amt beerbte, etablierte sich bei Leipzig in der obersten deutschen Spielklasse ein Sturmduo aus Poulsen und dem Neuzugang Timo Werner. Hasenhüttl verzichtete darauf, mit einer hängenden Spitze oder einem offensiven Mittelfeldspieler spielen zu lassen und verschob somit beispielsweise Sabitzer auf den rechten Flügel, auf dem dieser nun überwiegend agierte. Seine Offensivleistungen blieben statistisch gesehen konstant, am Saisonende stand er erneut bei 13 Scorerpunkten. Das Spiel gegen den SV Darmstadt 98, das mit 2:0 endete, entschied Sabitzer mit seinen beiden Toren – zumindest offensiv – allein. In den letzten fünf Ligaspielen spielten die Leipziger dreimal remis, verloren einmal und besiegten Hertha BSC mit 4:1, standen aber nach dem 34. Spieltag trotzdem überraschend auf dem zweiten Platz hinter dem Meister FC Bayern München. Obwohl Sabitzer am häufigsten auf der rechten Außenbahn gespielt hatte, stufte ihn das kicker-Sportmagazin in seiner Rangliste des deutschen Fußballs als „offensiven Mittelfeldspieler“ ein. Er rangierte nach Abschluss der Hinrunde im „weiteren Kreis“ hinter dem Mönchengladbacher Lars Stindl sowie Kerem Demirbay von der TSG 1899 Hoffenheim; Letzterem wurde beispielsweise schon die „internationale Klasse“ bescheinigt. Später sollte er sagen „Im Rückblick war der Wechsel nach Leipzig die richtige Entscheidung.“

Teile der Spielzeit 2017/18 verpasste der Offensivspieler dann aufgrund zweier Schulterverletzungen, war aber abgesehen davon auch im dritten Jahr in Leipzig Stammkraft. In der Champions League bereitete Sabitzer in drei aufeinanderfolgenden Partien jeweils ein Tor vor, schoss jedoch in keinem der sechs Gruppenspiele ein eigenes. RB Leipzigs Premierensaison in der Königsklasse endete auf dem dritten Platz der Gruppe G, weshalb der Klub in der Folge in der Europa League weiterspielte. Hier gelangte man noch bis ins Viertelfinale, schied aber dann gegen den späteren Finalisten Olympique Marseille aus. Leipzig leistete sich vor allem in der Rückrunde Niederlagen gegen direkte Konkurrenten wie Hoffenheim oder Bayer 04 Leverkusen und beispielsweise auch gegen den 1. FC Köln, der am Saisonende abstieg. Mit zwei Zählern weniger als Hoffenheim oder auch Borussia Dortmund gelang es Sabitzer und seinem Team nicht, erneut in die Champions League einzuziehen. Trotz des Abschneidens Leipzigs wie auch der Verletzungsausfälle des Spielers, der in einem Spiel erstmals den abstinenten Spielführer Willi Orbán im Amt vertrat, war dieser der einzige „offensive Mittelfeldspieler“, dem nach Abschluss der Hinserie die „internationale Klasse“ für „außergewöhnliche Leistungen“ attestiert wurde. Zusätzlich wurde Sabitzer am Ende des Jahres 2017 erstmals als Österreichs Fußballer des Jahres ausgezeichnet und löste damit den Rekordsieger David Alaba ab, der diese Wahl zuvor sechsmal in Folge gewonnen hatte. Noch Im April 2018 verlängerte er seinen Vertrag bei RB Leipzig vorzeitig bis zum Jahr 2022.

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