Marc Neikrug (* 24. September 1946 in New York City) ist ein US-amerikanischer Komponist und Pianist.
Der Sohn des Cellisten und Musikpädagogen George Neikrug studierte in Los Angeles Klavier und Musiktheorie und von 1964 bis 1968 an der Musikakademie Detmold Komposition bei Giselher Klebe. In Tanglewood nahm er Kurse bei Gunther Schuller und 1972 war er Composer in Residence beim Marlboro Music School and Festival unter Leitung von Rudolf Serkin. Daneben war er auch Klavierschüler von Stefan Askenase.
Ab Mitte der 1970er Jahre trat Neikrug als Duopartner von Pinchas Zukerman auf. Seit 1998 ist er künstlerischer Leiter des Santa Fe Chamber Music Festival. Seine Laufbahn als Komponist begann 1966 mit einem Klavierkonzert. Bekannt wurde er durch sein Musiktheaterstück Through Roses (1980). Das Auftragswerk der New Yorker 92nd Street Y erzählt die Geschichte eines Geigers, der Auschwitz überlebte. Es wurde in elf Sprachen übersetzt und erlebte über 500 Aufführungen in fünfzehn Ländern. Es war Gegenstand eines Dokumentarfilms von Christopher Nupen und wurde 1997 von Jürgen Flimm mit Maximilian Schell als Sprecher verfilmt.
1988 wurde beim Berlin Festival die Oper Los Alamos uraufgeführt, ein Auftragswerk der Deutschen Oper Berlin. Die amerikanische Erstaufführung fand beim Aspen Music Festival and School statt.
Werke (Auswahl, chronologisch)
Concertino für Kammerensemble, 1977
Three Fantasies für Violine und Klavier, 1977
Continuum für Violincello und Klavier, 1978
Kaleidoscope für Klarinette und Klavier, 1978
Through Roses Musikdrama für einen Sprecher und acht Instrumentalisten, 1980
Eternity's Sunrise für Orchester, 1980
Mobile für Kammerensemble, 1981
Rituals für Flöte und Harfe, 1981
Chetro Ketl für Orchester, 1986
Rosaceae für Bandbesetzung, 1986
Concerto for 2 Violins, Viola, Cello and Orchestra, 1987
Concerto for Flute and Orchestra, 1989
Take Me t'Susan's Gift für Schlagzeug, 1989