Marc-André Dalbavie (* 10. Februar 1961 in Neuilly-sur-Seine) ist ein französischer Komponist.
Marc-André Dalbavie studierte in Paris Komposition bei Michél Philippot, musikalische Analyse bei Betsy Jolas und Claude Ballif, Elektroakustik bei Guy Reibel, Orchestrierung bei Marius Constant, musikalische Informatik bei Tristan Murail sowie Dirigieren bei Pierre Boulez. Von 1985 bis 1990 arbeitete er vornehmlich am IRCAM. Es folgte zwischen 1991 und 1992 ein Stipendium des DAAD in Berlin sowie in den Jahren 1995 und 1996 ein Aufenthalt in der Villa Medici in Rom. Seit 1996 ist er Professor für Instrumentationslehre am Conservatoire de Paris.
Dalbavie gilt als Repräsentant der école de musique spectrale, die sich mit Spektralmusik beschäftigt. Anlässlich der Uraufführung seiner Oper Charlotte Salomon bei den Salzburger Festspielen 2014 beschrieb er seine Tonsprache wie folgt:
1994: In advance of the broken time …
1997: Correspondances, experimentelles Stück für Musiktheater
2002: The Rocks under the Water für Orchester
2004: Sinfonietta für Orchester
2005: Konzert für Klavier und Orchester
2006: Variations orchestrales sur une œuvre de Janáček für Orchester
2006: Concerto pour flûte et orchestre
2010: Gesualdo, Oper in drei Akten
2014: Charlotte Salomon, Oper – UA Salzburger Festspiele
2021: Le soulier de satin, Oper in vier Tagen – UA Opéra Garnier
2024: Melancholie des Widerstands / Mélancolie de la résistance, Filmische Oper – UA Staatsoper Unter den Linden Berlin
Jean-Noel von der Weid: Die Musik des 20. Jahrhunderts. Frankfurt am Main/Leipzig 2001, ISBN 345817068-5, S. 665.
Literatur von und über Marc-André Dalbavie im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
Marc-André Dalbavie. Biografie und ausführliches Werkverzeichnis. IRCAM – Centre Pompidou; abgerufen am 28. Juli 2024 (englisch, französisch).
Marc-André Dalbavie. Radio France, abgerufen am 28. Juli 2024 (französisch).