Manuela Wiesler (* 22. Juli 1955 in Itapiranga, Brasilien; † 22. Dezember 2006 in Wien) war eine österreichische Flötistin.
Wiesler, die als Tochter eines österreichischen Kameramannes und einer Tänzerin in Brasilien geboren wurde, kam mit ihrer Familie 1957 nach Wien, wo sie von 1967 bis 1971 an der Musikakademie studierte. Sie setzte ihre Ausbildung in Paris bei Alain Marion fort. 1973 übersiedelte sie nach Island. 1976 gewann sie den Nordischen Wettbewerb für Kammermusik in Helsinki. Drei Jahre später debütierte sie in London, und 1980 trat sie bei der Biennale von Kopenhagen auf.
Nachdem sie einige Jahre in Schweden gelebt hatte, kehrte sie 1985 nach Wien zurück. Ihr Repertoire konzentrierte sich auf die Werke nordischer Komponisten von Carl Nielsen bis Þorkell Sigurbjörnsson und Ketil Hvoslef, sie nahm aber auch Werke von André Jolivet, Marin Marais, Claude Debussy und Jean Françaix auf.
Sigurbjörnsson: Portrait, 1981
Jolivet: Flute Music Vol. 2, 1984
Kroumata Percussion Ensemble & Manuela Wiesler, 1984
Schubert: Variations on „Trockne Blumen“, 1988
Manuela Plays French Solo Flute Music, 1989
Musica Vitae Plays Nordic Music, Vol.2, 1989
Gunnar Berg: Pastourelle; Cosmogonie; Aria, 1991
Manuela Plays French Flute Concertos, 1991
André Jolivet: The Complete Flute Music, Vol. 1, 1992
Sigurbjörnsson: Flute Concertos, 1995
Sven-Erik Bäck: Chamber Music, 1995
André Jolivet: The Complete Flute Music, Vol. 2, 1996
Vagn Holmboe: Concertos for Recorder & Flute, 1997
Frank Martin: Vocal and Chamber Music
Hvoslef: Sextet; Double Concerto for flute & guitar