Manfred Poerschke (* 26. Februar 1934 in Dortmund; † 17. August 2026) war ein deutscher Leichtathlet und Olympiateilnehmer, der – für die Bundesrepublik startend – bei den Europameisterschaften 1958 in Stockholm die Silbermedaille mit der deutschen 4-mal-400-Meter-Staffel gewann (3:08,2 min: Carl Kaufmann, Manfred Poerschke, Johannes Kaiser, Karl-Friedrich Haas). Er startete auch bei den Olympischen Spielen 1956 in Melbourne und belegte mit der 4-mal-400-Meter-Staffel Platz vier (3:08,2 min).
Mit der 4-mal-400-Meter-Staffel des OSV Hörde gewann er vier Deutsche Meisterschaften. Im Einzelwettbewerb auf der 400-Meter-Distanz gelang ihm bei Deutschen Meisterschaften wegen der starken Konkurrenz jedoch nur einmal ein dritter Platz (1957).
Poerschke startete für den Sportverein OSV Hörde. In seiner aktiven Zeit war er 1,83 m groß und wog 85 kg.
Nach seiner sportlichen Karriere promovierte Poerschke in Dortmund mit einer Arbeit über Graphomotorik und Intelligenz: eine empirische Untersuchung bei Schülern differenter Intelligenzquotienten und wirkte 30 Jahre lang als Leiter einer Fachschule.
Manfred Poerschke in der Datenbank von Olympedia.org (englisch)