Maja Scarlett Wallstein (* 18. März 1986 in Cottbus, DDR) ist eine deutsche Politikerin der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) und Mitglied des Deutschen Bundestages.
Wallstein wuchs in Cottbus auf und legte 2005 ihr Abitur am Fürst-Pückler-Gymnasium in Cottbus ab. Nach einem Freiwilligen Sozialen Jahr in einer Seniorenresidenz in Frankreich studierte sie Politik, Verwaltung und Polonistik an der Universität Potsdam und der Jagiellonen-Universität in Krakau und arbeitete für die Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren. In ihrer Freizeit ist sie als Fußballschiedsrichterin aktiv und leitete Spiele in der Landesklasse der Herren sowie Spiele im Fußballkreis Havelland und der Fußball-Regionalliga der Frauen.
Bei der Bundestagswahl 2017 verpasste Wallstein auf Platz 7 der Landesliste der SPD Brandenburg den Einzug in den Bundestag. 2019 übernahm Wallstein den Wahlkampf der SPD Brandenburg zur Europawahl 2019, nachdem Spitzenkandidat Simon Vaut zurückgetreten war. Bei der Bundestagswahl 2021 trat Wallstein im Bundestagswahlkreis Cottbus – Spree-Neiße an, gewann diesen mit 27,6 Prozent der Erststimmen und vertritt damit den Wahlkreis 64 (Cottbus – Spree Neiße) im 20. Deutschen Bundestag.
Im 21. Deutschen Bundestag ist Wallstein ordentliches Mitglied des Ausschusses für Digitales und Staatsmodernisierung sowie des Ausschusses für Forschung, Technologie, Raumfahrt und Technikfolgenabschätzung. Darüber hinaus ist sie stellvertretendes Mitglied in den Petitions- und Innenausschüssen.
Seit Mai 2025 betreibt Wallstein gemeinsam mit den Bundestagsabgeordneten Ates Gürpinar und Johannes Wagner den monatlichen Podcast Tassenkontrolle. Der Podcast soll eine „progressive Sichtweise“ auf aktuelle politische Themen geben.
Im Juni 2025 gehörte Maja Wallstein zu den Erstunterzeichnern eines SPD-internen „Manifests“, in dem ein grundlegender Wandel in der deutschen Sicherheits- und Außenpolitik und eine „behutsame“ Wiederaufnahme von diplomatischen Kontakten zu Russland gefordert werden. Insgesamt unterzeichneten fünf von 120 SPD-Bundestagsabgeordneten das Papier.
Im Juli 2026 berichtete die taz über eine erfolgreiche Klage gegen Maja Wallstein. Das Arbeitsgericht Berlin verurteilte die Abgeordnete zur Nachzahlung von Überstunden und Urlaubsabgeltung an einen ehemaligen Mitarbeiter, der trotz eines 15-Stunden-Vertrags erhebliche Mehrarbeit geleistet hatte; die Kündigung des Angestellten blieb wirksam. Die Zeitung bilanzierte unter anderem mit Blick auf Wallsteins Fernbleiben bei der Verhandlung trotz richterlicher Aufforderung, die Abgeordnete nehme „es mit Arbeitnehmerrechten nicht so genau“. Wallstein selbst äußerte sich gegenüber der taz nicht zu den Vorwürfen.
Biografie beim Deutschen Bundestag
Maja Wallstein auf abgeordnetenwatch.de