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Mahmud Ahmadineschad

Iranischer Politiker

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Mahmud Ahmadineschad ([mæɦˈmuːd æɦmædiːneˈʒɔːd]; , persisch محمود احمدی‌نژاد Mahmud Ahmadi-Nežād, DMG Maḥmūd-e Aḥmadī-Nežād; weitere Schreibweisen: Ahmadineschād, Ahmadinedschad, Ahmadinezhad und Ahmadinejad; * 28. Oktober 1956 in Aradan nahe Garmsar in Iran) ist ein iranischer islamisch-fundamentalistischer Politiker. Er war vom 3. August 2005 bis zum 3. August 2013 der sechste Präsident der Islamischen Republik Iran.

Die Familie von Mahmud Ahmadineschad stammt aus Aradan, einem kleinen Dorf nahe der Stadt Garmsar in der Provinz Semnan in Nordiran, etwa 80 Kilometer von Teheran entfernt. Er wurde als viertes von sieben Kindern der Familie Sabaghian, Ahmad und Syedeh Chanum, geboren.

In der von Landwirtschaft und Viehzucht geprägten Region sah der Vater wenig Perspektive für seine Familie und beschloss 1957 den Umzug nach Teheran. Gleichzeitig änderte er den Familiennamen in Aḥmadī-nežād (ungefähr: „aus dem Geschlecht/Stamm der Aḥmadīs“), was damals unter Familien, die aus der Provinz in die Hauptstadt zogen, sehr häufig vorkam.

In Teheran nahm der Vater eine Tätigkeit in der metallverarbeitenden Industrie auf, die ihm mit der Zeit zu bescheidenem Wohlstand verhalf. Die Familie Ahmadineschad lebte im Narmak-Bezirk Teherans mit Bewohnern aus der Mittelschicht. Das Haus der Ahmadineschads war schlicht eingerichtet; die Familie lebte bescheiden. Geld investierte der Vater vor allem in die Ausbildung seiner Kinder. So ermöglichte er seinem Sohn Mahmud den Besuch der renommierten und teuren Privatschule Daneshmand. Außerdem erhielt Mahmud zusätzlich zu seinem Englischunterricht in der Schule private Englischstunden. Er schloss als einer der besten Schüler seines Jahrgangs ab.

1975 nahm er an den landesweiten Universitätseingangsprüfungen „Konkur“ teil und erreichte den 130. Rang. Er erhielt die Zulassung und schrieb sich 1976 für Tiefbau ein. Unter der Herrschaft des Schahs Mohammad Reza Pahlavi schloss sich Ahmadineschad als Student der Vereinigung der „Studenten, die der Linie des Imam folgen“ (Daneschdschuyane Chate Emam) an. Ein Foto zeigt ihn direkt am Wagen Chomeinis während dessen Rückkehr am 1. Februar 1979. Während des Iran-Irak-Krieges meldete er sich als Freiwilliger und trat 1980 der Iranischen Revolutionsgarde als Basidsch-Instrukteur bei, wo er bis zum Kommandeur einer technischen Einheit aufstieg. Als Präsident ließ er später „zahlreiche Schlüsselpositionen mit ehemaligen Kommandeuren der Revolutionsgarde besetzen“.

1986 nahm Mahmud Ahmadineschad das Studium wieder auf und absolvierte bis 1989 an der Universität der Wissenschaft und Industrie in Teheran ein Studium zum Bauingenieur. Er wurde 1997 über das Thema Monorail im Bereich „Transportwesen und Verkehrstransportplanung“ promoviert.

1980, vor dem Ersten Golfkrieg, heiratete Ahmadineschad Azam al Sadat Farahi, mit der er drei Kinder hat: zwei Söhne (Mehdi und Ali Reza) und eine Tochter. Seine kaum öffentlich in Erscheinung tretende Ehefrau hat, wie ihr Mann, ein Ingenieursdiplom in Mechanik und zusätzlich Erziehungswissenschaften studiert, welche sie unterrichtet. Nachdem sie ihren Mann 2005 nach Malaysia begleitet hatte, trat Azam al Sadat Farahi öffentlich nur zwei Mal persönlich und ein Mal in einem Brief an die Frau Husni Mubaraks in Erscheinung. Trotz ihrer nur seltenen öffentlichen Auftritte wird ihr dennoch ein erheblicher Einfluss auf die Politik Ahmadineschads zugeschrieben. Auch ein Einfluss ihrer öffentlichen Auftritte auf den Ausgang der iranischen Präsidentschaftswahlen 2009 wurde vermutet.

Ahmadineschads Schwester Parvin wurde im Dezember 2006 in den Teheraner Stadtrat gewählt; im gleichen Jahr starb sein Vater im Alter von 82 Jahren.

Am 1. März 2026 meldete eine iranische Nachrichtenagentur den Tod Ahmadineschads aufgrund der israelisch-US-amerikanischen Angriffe; am selben Tag dementierte seine Partei die Angaben und gab an, er sei am Leben. Die New York Times schrieb, der Militärschlag der US-Amerikaner und Israelis sei möglicherweise eher eine Befreiungsaktion gewesen. Der Angriff habe vor allem seinen Personenschützern gegolten, die ihn im Auftrag des Regimes auch überwacht hätten. Im darauffolgenden Chaos soll ihm mit seiner Familie die Flucht in den Untergrund gelungen sein.

Nach dem Iran-Irak-Krieg begann seine politische Karriere als Bürgermeister der Städte Maku und Choy in der iranischen Provinz West-Aserbaidschan. Auch wurde er in den 1980er Jahren für zwei Jahre zum Berater des Gouverneurs der westiranischen Provinz Kurdistan ernannt. 1993 bis 1997 war er Gouverneur der Provinz Ardabil. Während seiner Amtszeit in Ardabil wurde Ahmadineschad dreimal in Folge als „bester Gouverneur des Landes“ ausgezeichnet. Ab 1997 arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Teheraner Universität der Wissenschaft und Industrie. Zeitweise schrieb er als freier Journalist für konservative Zeitungen.

Bürgermeister von Teheran (2003–2005)

Bei den Stadtratswahlen 2003 wurde er bei geringer Wahlbeteiligung (30 Prozent) zum Bürgermeister der Hauptstadt Teheran gewählt, behielt aber gleichzeitig seinen Lehrauftrag an der Universität. Bis 2005 lebte Ahmadineschad demonstrativ bescheiden in einer einfachen Drei-Zimmer-Wohnung in Teherans Osten und fuhr einen 30 Jahre alten Peugeot. Seinen bescheidenen Lebensstil verknüpfte er mit strenger Ablehnung westlicher Lebensweise und machte dies im Präsidentschaftswahlkampf auch publik. Er ließ in seiner Amtszeit unter anderem Fast-Food-Restaurants schließen, verbot Poster von David Beckham und untersagte das öffentliche Abspielen und Produzieren westlicher Musik. 2005 zog Ahmadineschad in den exklusiven nördlichen Stadtteil Teherans in die Nähe des Niawaran-Palastes. Regierungsgeschäfte erledigte er teilweise vom ehemals naturhistorischen Palast der Saadabad-Palastanlage aus.

Ahmadineschad trat bei den neunten iranischen Präsidentschaftswahlen am 17. Juni 2005 gegen sechs weitere Bewerber an, die der Wächterrat aus über tausend registrierten Bewerbern zugelassen hatte. Da bei der Erstwahl keiner der sieben Kandidaten die absolute Mehrheit erreichen konnte, musste am 24. Juni eine Stichwahl über den nächsten iranischen Präsidenten entscheiden. Es wurden bereits nach der Erstwahl schwerwiegende Vorwürfe von Wahlmanipulationen erhoben.

Bei der Stichwahl – die Wahlbeteiligung lag bei 59,6 % – erreichte Mahmud Ahmadineschad 61,69 % der abgegebenen Stimmen, bzw. absolut 17.284.782 Stimmen. Legt man die Wahlen der letzten Jahre zugrunde, verfügten die Konservativen durchschnittlich über fünf bis acht Millionen Stimmen. Ahmadineschad erhielt jedoch bei der Stichwahl mehr als siebzehn Millionen Stimmen. Am 3. August 2005 wurde Mahmud Ahmadineschad offiziell in sein Amt eingeführt.

Bei den Präsidentschaftswahlen am 12. Juni 2009 wurde Ahmadineschad wiedergewählt. Er setzte sich gegen drei Bewerber durch, die der Wächterrat aus fast 500 registrierten Kandidaten ausgewählt hatte. Nach Auszählung von 87 Prozent aller Stimmen gab die iranische Wahlbehörde am 13. Juni Amtsinhaber Mahmud Ahmadineschad als Sieger bekannt. Sie teilte mit, dass auf ihn fast 62,6 Prozent der Wählerstimmen und 33,7 Prozent der Stimmen auf den gemäßigten Kandidaten Mir Hossein Mussawi entfielen.

Der gemäßigte konservative Gegenkandidat Mussawi, der von Teilen des Reformlagers unterstützt wurde, protestierte „scharf gegen zahlreiche und sichtbare Unregelmäßigkeiten“ bei der Wahl und kündigte an, einen Sieg Ahmadineschads nicht anzuerkennen.

Der Sprecher des Wächterrats, Abbas Ali Kadkhodaei, erklärte am 22. Juni 2009, dass es keine Aufzeichnungen über größere Unregelmäßigkeiten bei der Wahl gegeben habe, und daher bestehe nach Ansicht des Gremiums keine Möglichkeit, die Wahl zu annullieren. Damit gilt Ahmadineschad als Wahlsieger bei den iranischen Präsidentschaftswahlen 2009. Dies wurde von zahlreichen westlichen Politikern skeptisch bis ablehnend beurteilt. Das offizielle Wahlergebnis löste monatelange Proteste in Teheran und anderen großen Städten des Landes aus, bei denen es zu erheblichen Gegenmaßnahmen von staatlichen Organen und zu Massenverhaftungen kam.

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