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Magdeburg

Landeshauptstadt von Sachsen-Anhalt, Deutschland

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Magdeburg ([ˈmakdəˌbʊʁk] , regiolektal [ˈmaxdəbʊɐ̯ç], niederdeutsch [ˈmaɪdebɔɐ̯ç]) ist die Hauptstadt des Landes Sachsen-Anhalt. Die Stadt liegt an der Elbe und ist eines der drei Oberzentren des Landes. Mit 244.494 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2025) ist sie die größte Stadt Sachsen-Anhalts und die viertgrößte Stadt der neuen Bundesländer. Auf der Liste der Großstädte in Deutschland stand Magdeburg im Jahr 2023 auf Platz 31.

Erstmals urkundlich erwähnt wurde Magdeburg im Jahr 805. Am 20. April 1207 brach eine erste Katastrophe über die Stadt herein, wobei ein Feuer große Teile der Stadt inklusive des Ottonischen Doms niederbrannte. Sie war im Spätmittelalter eine der größten deutschen Städte und ein Zentrum der Reformation. Im Mai 1631 wurde sie im Verlauf des Dreißigjährigen Krieges nahezu vollständig zerstört.

1882 erreichte Magdeburg mit über 100.000 Einwohnern die Dimension einer Großstadt. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Stadt zum dritten Mal schwer getroffen. Von 1952 bis 1990 war sie DDR-Bezirksstadt. Seit 1990 ist sie Landeshauptstadt und im Jahr 2005 feierte sie ihr 1200-jähriges Stadtjubiläum. Seither wurden zahlreiche städtebauliche Projekte zur Rekonstruktion, Denkmalpflege und Neubebauung umgesetzt. Etwa 15.000 Gebäude stammen aus der Zeit vor 1950.

Zu den historisch bedeutendsten Persönlichkeiten der Stadt gehören der erste Kaiser des Heiligen Römischen Reiches, Otto I., sowie ihr Bürgermeister Otto von Guericke. Sie dienen der Stadt-Kampagne „Ottostadt Magdeburg“ als Namenspatrone.

Die Stadt am Schnittpunkt von Elbe, Elbe-Havel- und Mittellandkanal besitzt einen bedeutenden Binnenhafen und ist Industrie- sowie Handelszentrum. Von besonderer wirtschaftlicher Bedeutung sind der Maschinen- und Anlagenbau, die Gesundheitswirtschaft, Umwelttechnologien, die Kreislaufwirtschaft, Logistik, die Kultur- und Kreativwirtschaft, die Holzindustrie sowie die Informations- und Kommunikationstechnik.

Magdeburg ist sowohl evangelischer als auch katholischer Bischofssitz. Das Wahrzeichen der Stadt ist der Magdeburger Dom.

In der Landeshauptstadt befinden sich zahlreiche bedeutende Kultureinrichtungen, darunter das Theater Magdeburg und die Museen für Kulturgeschichte, Naturkunde sowie für Technik. Des Weiteren ist Magdeburg Standort der Otto-von-Guericke-Universität, der Hochschule Magdeburg-Stendal und des Konservatoriums Georg Philipp Telemann.

Die kreisfreie Stadt im Zentrum Sachsen-Anhalts liegt an der mittleren Elbe und am Ostrand der Landschaft Magdeburger Börde auf altem Kulturboden und bildet das Zentrum der Region Magdeburg (auch Elbe-Börde-Heide genannt). Als Ortsmittelpunkt für die Bestimmung der Lage Magdeburgs gilt der Fußpunkt des Nordturms des Doms, welcher in 56,2 m ü. NHN liegt. Magdeburgs höchste Erhebung am Hängelsberge, die zur Hügelkette der Börde gehört, beträgt 124 m ü. NHN, die niedrigste Stelle liegt 40,8 m ü. NHN.

Die Stadt erstreckt sich vornehmlich am westlichen Hochufer des Stroms an einer Geländestufe, die durch den Domfelsen (Sand- und Schluffsteine des Rotliegenden in Verlängerung des Flechtinger Höhenzuges) gebildet wird. Magdeburg ist eine der wenigen Städte der Norddeutschen Tiefebene, die neben Grauwacke, einem sandsteinernen Sedimentgestein des Paläozoikums, und in kleinem Maße auf Zechstein und eiszeitlichen Feuersteinablagerungen, auf Fels gegründet ist. Teilweise liegt das Stadtgebiet auf einer langgestreckten Insel zwischen der „Strom-Elbe“ und der „Alten Elbe“ sowie am flachen östlichen Ufer des Flusses. Die Fläche des Stadtgebietes beträgt etwa 201 km², die Stadtlängengrenze einschließlich Exklaven ist 89,9 km lang. 27,1 km davon grenzen an das Jerichower Land, 18,3 km an den Salzlandkreis und 44,5 km an den Landkreis Börde.

Typisch für ostdeutsche Großstädte besitzt Magdeburg keinen ausgeprägten Vorortgürtel und liegt nicht direkt in einem Ballungsraum. Da die Stadt als großer Entwicklungsmotor für die umliegende Region fungiert, wird sie als Regiopole eingestuft. Die nächstgelegenen Großstädte sind Wolfsburg etwa 64 Kilometer nordwestlich, die Partnerstadt Braunschweig etwa 75 Kilometer westlich, Halle (Saale) etwa 75 Kilometer südlich und Potsdam etwa 105 Kilometer östlich. Berlin liegt 130 Kilometer östlich.

Die Stromelbe durchquert Magdeburg auf einer Länge von 21,1 km und die Alte Elbe auf 5,3 km. Ihr Pegelnullpunkt an der Strombrücke liegt auf 39,99 m ü. NHN. Außerdem besitzt die Stadt mehrere Seen, darunter die Salbker Seen (zusammen 51,7 ha) oder den Barleber See I (103 ha) und II (71,9 ha).

Unter den 50 größten deutschen Städten hat laut einer Studie aus dem ersten Quartal 2007 Magdeburg nach Hannover den zweitgrößten Anteil an öffentlichen Grünflächen im Stadtgebiet.

Regionalgeologisch liegt Magdeburg auf dem Übertritt des pleistozänen Urstromtals der Elbe durch die Flechtingen-Roßlauer Scholle.

Das Urstromtal der Elbe bildet hier einen Teil des größeren Systems des Breslau-Magdeburg-Bremer Urstromtals. In diesem sammelte sich im Pleistozän das Schmelzwasser der großen Inlandgletscher und floss in Richtung Nordsee ab. Dadurch bildeten sich mächtige Vorkommen von glazifluviatilen Sanden. In geologisch jüngerer Zeit nahm die Elbe die Rolle des Fließgewässers im Urstromtal an. Sie fließt heute jedoch nicht entlang des Tals nach Haldensleben weiter, sondern ist stattdessen in Richtung Norden durchgebrochen. Insgesamt sind die Sedimente des Urstromtals nicht- bis nur schwach verfestigt.

Die Flechtingen-Roßlau-Scholle bildet eine Stufe im Bruchschollengebirge des tieferen Untergrundes von Sachsen-Anhalt. An ihrer Nordrand-Störung fand ein vertikaler Versatz von mehr als 2000 Metern gegen die Altmark-Scholle statt. Wegen der fortschreitenden Erosion ist sie heute kaum noch als Geländestufe erkennbar. In der Flechtingen-Roßlau-Scholle Magdeburgs sind die Festgesteinseinheiten des Paläozoikums anstehend, die während der variskischen Gebirgsbildung vor über 300 Millionen Jahren deformiert und metamorph überprägt wurden. Diese bilden die nördliche Fortsetzung des Harzes, der dazwischen vom Subherzyn überdeckt wird. Es handelt sich überwiegend um ehemalige Meeres-Sedimente, die als Magdeburger Grauwacken, Ton- und Siltschiefer anzusprechen sind. Teilweise ist die im Laufe der Zeit verfestigte Vorland-Schüttung dieses Gebirgens in Form von groben Rotliegendsandsteinen und Rotliegendkonglomeraten aufgeschlossen. Der Domfelsen besteht aus diesem Material. Am Rande der Flechtingen-Roßlau-Scholle wird das variskisch überprägte Grundgebirge vom Material des Zechsteinmeeres diskordant überlagert (Kalkstein/Tonstein/Gipssstein). Dieses spielte als Baugrund der Sternbrücke eine Rolle.

Als Überdeckung der Flechtingen-Roßlau-Scholle kommen außerhalb der Schwemmebene der Elbe tertiäre Sedimente wie der Magdeburger Grünsand und pleistozäne Sedimente wie Löss und Geschiebemergel vor.

Ein wesentlicher Bestandteil des Untergrundes von Magdeburg sind die Auffüllungen aus der Stadtgeschichte. Magdeburg war nicht immer so vergleichsweise eben. Zur Zeit der Stadtgründung gliederten tiefe, zur Elbe führende Rinnen die Innenstadt in sieben Hügel, die durch Brücken und Dämme überwunden wurden. Durch die zweifache Zerstörung der Innenstadt im Dreißigjährigen und Zweiten Weltkrieg fielen große Mengen mineralische Abfälle (Bauschutt) an. Diese wurden überwiegend in den Rinnen und deren Umgebung entsorgt, sodass in der gesamten Innenstadt eine Lage aus Auffüllungen zu erwarten ist.

Folgende Gemeinden, genannt im Uhrzeigersinn beginnend im Nordosten, grenzen an die Stadt Magdeburg:

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