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Magdalena Jetelová

Tschechische Bildhauerin und Fotografin

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Magdalena Jetelová (* 4. Juni 1946 in Semily) ist eine tschechische Bildhauerin und Fotografin, die überwiegend in Deutschland lebt und arbeitet.

Jetelová wurde als Tochter einer Deutschen in Semely geboren. Von 1964 bis 1971 studierte sie an der Akademie der Bildenden Künste Prag sowie zwischenzeitlich von 1967 bis 1968 an der Mailänder Accademia di Brera bei Marino Marini. Ein zweimonatiges Arbeitsstipendium der Stadt München führte sie 1984 in die Villa Waldberta. Im Jahr 1985 emigrierte sie mit ihren beiden Kindern nach Deutschland.

1988 übernahm Jeletová eine Gastprofessur an der Akademie der Bildenden Künste München, 1989 folgt eine Professur an der Internationalen Sommerakademie für Bildende Kunst Salzburg. Von 1990 bis 2004 hatte sie eine Professur an der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf inne. Von 2004 bis 2011 war sie Professorin für Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste München.

1992 wurde sie Mitglied der Akademie der Künste Berlin, 1994 Konsultantin des Rates der Prager Burg.

Jetelovás Werke wurden in zahlreichen Ausstellungen gezeigt; Skulpturen, Arbeiten auf Papier und Fotografien der Künstlerin sind in vielen internationalen Museen vertreten.

Magdalena Jetelová wurde bekannt mit großen Holzskulpturen von Tischen, Stühlen oder Treppen, die sie aus Eichenstämmen schlug. Neue Arbeiten entstehen auch aus anderem Material, zum Beispiel Beton. Für Fotografien installierte sie in den 1990er Jahren sehr starke Lichtquellen, die einen gebündelten Lichtstrahl erzeugten, in menschenleeren Landschaften. Der Lichtstrahl durchschnitt die Natur oder projizierte Zitate in ihr. Außerhalb des Lichtstrahls blieben die Schwarzweißfotografien sehr dunkel, ließen aber immer noch Details der Umgebung erkennen.

Anlässlich der Verleihung des Lovis-Corinth-Preises und ihrer Ausstellung im Kunstforum Ostdeutsche Galerie (KOG) in Regensburg 2006 ummantelte Jetelová die vier Säulen des Portikus mit Holzkonstruktionen, die in unterschiedliche Richtungen kippen und mit rotem Teppich bekleidet sind. Die Installation blieb danach als Leihgabe im KOG und wurde 2011 angekauft. Sie wurde zum Markenzeichen des Museum, das sie seit 2017 im Museumslogo führt.

1985: Kunstpreis Philip Morris

1986: Preisträgerin des Wettbewerbs dimension V, Philip Morris GmbH; Förderstipendium der Landeshauptstadt München

1988: Overbeck-Preis für Bildende Kunst, Lübeck; Förderpreis Glockengasse, Köln

1989: Kunstpreis der Stadt Darmstadt

1991: Max-Lütze-Preis, Stuttgart

1999: Jill Watson Award Pittsburgh

2025: Österreichisches Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst

1987: Projects 5, Museum of Modern Art, New York

1988. Ausstellung Vorsatz 2 der Galerie Vorsetzen

1992: Domestication of the Pyramid, Museum für angewandte Kunst, Wien

1994: Translocation, Kunstverein Hannover

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