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Madonna (Künstlerin)

US-amerikanische Sängerin

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Madonna (englische Aussprache [məˈdɑna]; * 16. August 1958 in Bay City, Michigan als Madonna Louise Ciccone) ist eine US-amerikanische Sängerin, Songschreiberin, Schauspielerin, Autorin, Regisseurin, Produzentin und Designerin.

Madonna stieg in den 1980er Jahren mit Hits wie Like a Virgin (1984), Material Girl (1985), La Isla Bonita (1987) und Like a Prayer (1989) zum Megastar auf. Weitere Welthits wie Vogue (1990), Frozen (1998), The Power of Good-Bye (1998), Music (2000), Hung Up (2005), 4 Minutes (2008) und Give Me All Your Luvin’ (2012), mit denen sie sich über Jahrzehnte hinweg an der Spitze der weltweiten Charts behauptete, schärften ihren Ruf als globale Pop-Ikone.

Sie verkaufte 400 Millionen Tonträger, womit sie die kommerziell erfolgreichste Sängerin der Welt und auf Platz 4 der weltweit erfolgreichsten Interpreten der Musikgeschichte ist. Das Guinness-Buch der Rekorde kürte sie mehrfach zur erfolgreichsten Musikerin der Welt sowie zur Sängerin mit den meisten verkauften Tonträgern aller Zeiten.

In der Geschichte der amerikanischen Billboard-Charts ist sie der erfolgreichste Solo-Künstler und rangiert hinter den Beatles auf Platz zwei. Madonna hat 50 Nummer-1-Hits in einer speziellen Billboard-Chart, den Dance Club Songs – das ist ein bestätigter Rekord. Damit hält sie die meisten Nummer-1-Platzierungen in einer einzelnen Billboard-Chart überhaupt. Außerdem stand dort vor ihr noch niemand in fünf verschiedenen Jahrzehnten auf Platz eins (1980er bis 2020er).

Ihre Sticky & Sweet Tour (2008) und ihre MDNA Tour (2012) belegen die Plätze eins und drei der erfolgreichsten Welttourneen einer Sängerin. Die Musikfachzeitschrift Rolling Stone nennt ihre Blond Ambition Tour (1990) „die großartigste Konzerttour der 1990er Jahre“; die kontroverse Welttournee gilt in der modernen Musikgeschichte als Vorreiter heutiger Popkonzerte. Ihr Musikvideo zu Like a Prayer (1989) wurde vom Musiksender MTV zum popkulturell bahnbrechendsten Musikvideo gewählt, und ihr Album Erotica (1992) gilt als das kontroverseste Pop-Album der 1990er-Jahre.

Der US-amerikanische Fernsehsender VH1 kürte sie 2012 zur Greatest Woman in Music, auch steht sie im Billboard-Hot-100-Ranking der erfolgreichsten weiblichen Künstler auf Platz 1. 2020 wurde sie vom Billboard-Magazin zum größten Music Video Artist gekürt. Aufgrund ihrer Erfolge und ihres Einflusses auf andere Künstler gilt Madonna bei Musikwissenschaftlern und vielen Medien (u. a. World Music Awards und MTV) auch als weltweit bisher einflussreichste Sängerin. Sie wird von den Medien und ihren Fans auch als „Queen of Pop“ bezeichnet.

Zudem gilt sie als erste Frau im Musikbusiness, die jeden Schritt ihrer Karriere kontrollierte und stets volle Verantwortung für ihr Image in der Öffentlichkeit trug. Gemeinsam mit Michael Jackson und Prince gehört Madonna zu den drei wichtigsten Vertretern der modernen Popmusik. Laut Rolling Stone gilt Madonna als „wichtigste weibliche Stimme in der Geschichte der modernen Musik.“ Angesichts ihres großen kulturellen Einflusses gehört Madonna laut Time-Magazine zu den 25 mächtigsten Frauen des vergangenen Jahrhunderts.

Neben sieben Grammys (u. a. 1998 für Ray of Light) erhielt sie auch zwei Golden Globes (1997 für ihre Darstellung in der Musicalverfilmung Evita und 2012 für ihren Filmsong Masterpiece aus dem Film W.E., bei dem sie auch Regie führte). Außerdem schrieb sie einige Kinderbücher (Die englischen Rosen, 2003) und wurde 2008 in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen. Sie ist mit einem geschätzten Vermögen von über 1 Milliarde US-Dollar eine der reichsten Personen im Musikgeschäft.

Madonna wurde 1958 in Bay City im US-Bundesstaat Michigan geboren. Ihr Vater, Sohn italienischer Einwanderer, ist der Automechaniker Silvio Anthony Ciccone (* 1931). Benannt wurde sie nach ihrer Mutter, der Frankokanadierin Madonna Louise Fortin (1933–1963). Ihr Spitzname innerhalb der Familie war Little Nonni. Ihre Eltern heirateten im Juli 1955 und bekamen sechs Kinder. Madonna hat zwei jüngere Schwestern, Paula und Melanie, die 1959 und 1962 geboren wurden. Von ihren drei Brüdern lebt nur noch ein älterer Bruder Martin (* 1957). Ihr anderer ebenfalls älterer Bruder Anthony (1956–2023) und ihr jüngerer Bruder Christopher Ciccone (1960–2024) sind verstorben.

Als Madonna fünf Jahre alt war, starb ihre Mutter im Alter von 30 Jahren an Brustkrebs. 1966 heiratete ihr Vater die Haushälterin der Familie, mit der er zwei weitere Kinder hat. 1967 nahm Madonna anlässlich ihrer Firmung den zusätzlichen Namen Veronica als dritten Vornamen an.

Sie war von 1985 bis 1989 mit dem US-amerikanischen Schauspieler Sean Penn verheiratet. Am 14. Oktober 1996 wurde eine Tochter geboren; sie stammt aus Madonnas Beziehung mit ihrem kubanischen Fitnesstrainer Carlos Leon. Von 2000 bis 2008 war Madonna mit dem britischen Regisseur Guy Ritchie verheiratet. Aus dieser Ehe stammt ein Sohn, der am 11. August 2000 zur Welt kam. Nach der Scheidung kämpften beide Elternteile lange Zeit um das Sorgerecht des gemeinsamen Kindes.

Ab Oktober 2006 bemühte sie sich um die Adoption eines 15 Monate alten Jungen aus Malawi, diese wurde im Mai 2008 rechtskräftig. Im Juni 2009 adoptierte sie ein ebenfalls aus Malawi stammendes vierjähriges Halbwaisenmädchen. Im Februar 2017 gab sie die Adoption von malawischen Zwillingsmädchen bekannt.

Nach Madonnas Geburt in Bay City lebte die Familie zunächst in Pontiac. Ende der 1960er Jahre siedelte sie in die Kleinstadt Rochester um. Madonna wurde in katholischen Schulen und zeitweise in einer Klosterschule erzogen. Selbstbestätigung fand sie in der Schule, der Rochester Adams High School in Oakland County, vor allem bei Theateraufführungen und im Cheerleading. Sie war eine gute Schülerin. An der High School gehörte sie zu den besten zwei Prozent mit einem IQ von 140.

Nebenbei nahm sie Klavierstunden und Tanzunterricht und beschloss, nach der Schule Tänzerin zu werden. Ihr Tanzlehrer Christopher Flynn erkannte ihre Talente und förderte sie. Gemeinsam besuchten sie neben Museen und Theatern auch die Schwulendiscos in Detroit, wo sie Stephen Bray kennenlernte, mit dem sie später einige ihrer größten Hits produzierte. Diese Zeit prägte auch ihren musikalischen Stil, der sich an rockigem New Wave orientierte, bevor er später in Dance und Disco mündete. Flynn bestärkte sie, nach New York City zu gehen und dort Karriere zu machen.

Nach der High School begann Madonna eine Tanzausbildung an der University of Michigan, brach sie jedoch ab. Stattdessen zog sie mit 30 US-Dollar im Gepäck nach New York. Die erste Zeit hielt sie sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser: Sie arbeitete als Kellnerin, verkaufte Donuts und verdingte sich für Nacktaufnahmen, die wenige Jahre später in Millionenauflage in den Männermagazinen Playboy und Penthouse erschienen.

Nach Engagements als Tänzerin bei der Alvin Ailey Dance Troupe und Pearl Lang’s Dance Company experimentierte Madonna als Sängerin und Schlagzeugerin in Punk- und Popbands wie Breakfast Club oder Emmy. Kurzzeitig hatte sie einen ersten Plattenvertrag bei Gotham Productions, doch nach einigen Demoaufnahmen und Jobs als Backgroundsängerin trennte man sich wieder. Nebenbei lernte sie Schlagzeug und Gitarre spielen und schrieb ihre ersten Lieder mit Dan Gilroy und Stephen Bray. Der Sänger Patrick Hernandez (Born to Be Alive) protegierte Madonna 1979 und nahm sie mit nach Paris, um sie als Star herauszubringen. Sie begleitete ihn jedoch nur als Tänzerin zu seinen Shows und ging nach vier Monaten wieder zurück nach New York.

Dort wurde sie in den Diskotheken bekannt, als sie zu den Demos ihrer ersten Lieder tanzte und nebenbei Kontakte zu Discjockeys knüpfte, die Verbindungen zur Plattenindustrie hatten. Einer dieser Discjockeys war Mark Kamins, der später Madonnas erste Single Everybody produzierte. Kamins stellte sie dem Geschäftsführer von Sire Records, Seymour Stein, vor. Der war begeistert von Madonnas Demobändern (unter anderem Everybody, Ain’t No Big Deal, Burning Up), und so bekam sie 1982 einen weiteren Plattenvertrag. Die Single Everybody wurde ein Achtungserfolg in den Discotheken und verkaufte sich 250.000-mal. Zu dieser Zeit lebte sie mit ihrem Freund, dem Künstler Jean-Michel Basquiat, zusammen.

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