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Madeleine Vincent

Madeleine Vincent (geboren am 4. Mai 1920 in Asnières-sur-Seine; gestorben am 22. November 2005 in Issy-les-Moulineaux)

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Madeleine Vincent (geboren am 4. Mai 1920 in Asnières-sur-Seine; gestorben am 22. November 2005 in Issy-les-Moulineaux) war eine französische Résistancekämpferin und Funktionärin der französischen kommunistischen Partei.

Madeleine Vincent, Tochter von Abel Vincent und Eugénie Lequin, stammte aus ärmlichen Verhältnissen. Sie wuchs bis zu ihrem zehnten Lebensjahr bei ihren Großeltern auf, da ihre Eltern keine Unterkunft für sie hatten. Sie schloss die Grundschule ab und arbeitete als Bürokraft.

Sie engagierte sich schon früh politisch, trat mit 15 Jahren dem Mouvement Jeunes Communistes de France (Kommunistische Jugend) bei und mit 18 der Parti communiste français (PCF). Im Juli 1940 schloss sie sich der Résistance an und war unter der Leitung von Martha Desrumaux an Aktionen im Nord und im Pas-de-Calais beteiligt.

Nach einer Denunziation wurde sie am 9. Januar 1942 in Douai verhaftet. Sie wurde in Loos inhaftiert, wo sie zwei Monate lang ununterbrochen in Handschellen lag, und wurde anschließend als Nacht-und-Nebel-Häftling nach Essen, nach Kreuzburg O.S., in das KZ Ravensbrück und dann in das KZ Mauthausen verlegt. Im April 1945 wurde sie befreit und wurde Sekretärin der Union de la jeunesse républicaine de France, anschließend nationale Sekretärin der Union des jeunes filles de France. Danach arbeitete sie bei der Union des femmes françaises.

Als Mitglied des Bundesvorstands der PCF im Département Seine und ab 1953 als erste Bundessekretärin wurde sie im selben Jahr zur Stadträtin von Issy-les-Moulineaux gewählt. Sie trat 1954 in das Zentralkomitee der PCF ein und wurde 1956 unter der Leitung von Marcel Servin für die politische Frauenrbeit verantwortlich.

Als Mitglied des Politbüros der PCF im Jahr 1970 trug sie zum Wandel der Positionen der Partei in feministischen Fragen bei, insbesondere zu deren Befürwortung der Legalisierung der Abtreibung. 1979 unterstützte sie die Beförderung von Gisèle Moreau, die ihre Nachfolge an der Spitze ihres Ressorts antrat, blieb aber bis 1990 Mitglied des Politischen Büros. Anschließend war sie drei Jahre lang damit beauftragt, im Auftrag der nationalen Parteiführung die regionalen Parteikomitees zu betreuen. Nach 1996 widmete sie sich auf Wunsch von Marie-George Buffet der Aufarbeitung der Archive der PCF.

1946 heiratete sie Guy Ducoloné; das Paar hatte einen Sohn.

Madeleine Vincent wurde mit dem Croix de guerre und als Offizier der Ehrenlegion ausgezeichnet.

Femmes quelle libération? Éd. sociales, 1976.

Roger Bourderon: Redonner leur place aux femmes par la biographie : des résistantes communistes, Madeleine Vincent et Cécile Rol-Tanguy. In: Cahiers d’histoire. Revue d’histoire critique. 2008, doi:10.4000/chrhc.5932.

Vincent Madeleine, Georgette (épouse Ducoloné), Le Maitron

Dominique Bègles: La disparition de Madeleine Vincent (Memento vom 10. Januar 2019 im Internet Archive); in L’Humanité vom 23. November 2005

Hommage d’André Santini, Député Maire d’Issy les Moulineaux, ancien ministre (Memento vom 29. September 2007 im Internet Archive)

Angaben zu Madeleine Vincent in der Datenbank der Bibliothèque nationale de France.

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