Maciej Kamieński (* 13. Oktober 1734 in Ödenburg; † 25. Januar 1821 in Warschau) war ein polnischer Komponist.
Kamieński erhielt seine Ausbildung in Wien und lebte seit 1760 in Warschau als Komponist. Er gilt als Komponist der ersten polnischen Oper Das in Glück verwandelte Leid, auch Glück im Unglück genannt, die am 11. Mai 1778 am Nationaltheater Warschau uraufgeführt wurde. Neben sechs polnischen schrieb er zwei deutsche Opern, eine Kantate und einige kirchenmusikalische Werke.
Nędza uszczęśliwiona (Das in Glück verwandelte Leid, auch Glück im Unglück genannt), 1778
Zośka czyli Wiejskie zaloty (Sophia oder Liebeswerbung auf dem Lande), 1780
Prostota cnotliwa (Der gerade Weg der Tugend), 1781
Balik gospodarski (nach La Bal bourgeois von Charles-Simon Favart), 1783
Tradycia dowcipem załatwiona (Die durch Witz erledigte Tradition), 1789
Słowik czyli Kasia z Hanką na wydaniu (Die Nachtigall oder Kasia und Hanka sind heiratsfähig), 1790
Sultan Wampum oder Die Wünsche von August Friedrich Ferdinand von Kotzebue, 1794
Constantin von Wurzbach: Kamieński, Mathias. In: Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich. 10. Theil. Kaiserlich-königliche Hof- und Staatsdruckerei, Wien 1863, S. 415 f. (Digitalisat).