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Luxemburg (Stadt)

Hauptstadt des Großherzogtums Luxemburg

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Die Stadt Luxemburg (luxemburgisch Stad Lëtzebuerg, französisch Ville de Luxembourg) ist die Hauptstadt des Großherzogtums Luxemburg. Mit 136.208 Einwohnern (Stand 14. Januar 2025) ist sie die einzige Großstadt des Landes; knapp 20 Prozent der Gesamtbevölkerung Luxemburgs leben in der Hauptstadt. In der Agglomeration Luxemburg wohnen 207.650 Menschen (Stand 1. Januar 2024). Luxemburg ist Verwaltungssitz des gleichnamigen Kantons und war es auch für den gleichnamigen Distrikt bis zu seiner Abschaffung am 3. Oktober 2015. Luxemburger nennen ihre Hauptstadt meist nur D’Stad („die Stadt“).

Die Stadt Luxemburg ist neben Brüssel und Straßburg Verwaltungssitz der Europäischen Union mit Sitz und Tagungsort zahlreicher europäischer Institutionen. Daneben ist Luxemburg ein wichtiger Finanzplatz. Das Globalization and World Cities Research Network listet es unter den 50 bedeutendsten Städten der Welt auf.

Per 14. Januar 2025 waren rund 70 Prozent der Einwohner Ausländer aus insgesamt 169 verschiedenen Ländern.

Die Stadt liegt im Süden des Großherzogtums (sogenanntes Gutland oder Bon Pays) und wird von der Alzette und der Petruss durchflossen. Die Landesgrenze ist in Richtung Frankreich und Deutschland jeweils rund 20 (Fahr-)Minuten entfernt, in Richtung Belgien rund 15 Minuten. Nicht selten wird die zentrale Lage Luxemburgs „im Herzen Europas“ hervorgehoben: Köln liegt 159 Kilometer entfernt, Straßburg 164 Kilometer, Brüssel 186 Kilometer, Frankfurt am Main 191 Kilometer, Paris 287 Kilometer. Es liegt ziemlich mittig in der Blauen Banane.

Luxemburg ist gemeinsam mit Metz (Entfernung ca. 60 km), Saarbrücken (Entfernung ca. 90 km) und Trier (Entfernung ca. 50 km) ein Zentrum der Europa- und Großregion Saar-Lor-Lux, in der auf einer Fläche von 36.700 km² rund 4,7 Millionen Menschen leben, und die vor allem durch die Montanunion, den damit verbundenen Steinkohlenbergbau und die Stahlindustrie an Bedeutung gewann. Die vier Städte bilden seit 2006 ein grenzüberschreitendes Städtenetzwerk namens QuattroPole, das in vielfältiger Weise miteinander kooperiert.

Das Stadtbild wird geprägt durch das über 40 Meter tiefen Täler der Flüsse Petruss und Alzette. Das Petruss-Tal ist Fußgängern vorbehalten und grenzt die Oberstadt vom Bahnhofsviertel ab. Im Alzette-Tal liegt die Unterstadt mit den Stadtteilen Grund, Clausen und Pfaffenthal). Nach Osten hin grenzt das Alzette-Tal die Oberstadt vom Kirchberg-Plateau ab.

Luxemburg ist in 24 Stadtteile (quartiers) gegliedert.

Mit seinen nördlichen, westlichen und südlichen Vororten Bereldingen, Walferdingen, Strassen und Howald ist Luxemburg nahtlos verwachsen. Der Großraum bildet eine großstädtische Agglomeration mit mehr als 207.000 Einwohnern.

In Luxemburg-Stadt herrscht ein gemäßigtes Klima, das in der Köppen-Geiger-Klassifikation dem ozeanischen Klima (Cfb) zugerechnet wird. Es wird durch atlantische Meereswinde beeinflusst und zeichnet sich durch relativ milde Winter und angenehme Sommer aus. Allerdings liegt Luxemburg bereits nicht mehr im Bereich des typisch ozeanisch geprägten Klimas küstennaher westfranzösischer oder belgischer Städte wie Reims oder Lüttich. Die Abschottung von der Nordsee durch das Mittelgebirge der Ardennen begünstigt auch kontinentalere Einflüsse.

Die Luft ist meist mild und feucht; die Niederschlagsmenge beträgt 782,2 mm; Temperaturen im Jahresmittel 9 °C, im Januar 0,8 °C, im Juli 17,5 °C. Die höchsten Temperaturen werden üblicherweise im Juli und im August gemessen. Zu dieser Zeit beträgt die Durchschnittstemperatur etwa 15 bis 25 °C, es werden nicht selten auch 30 bis 35 °C erreicht.

Dadurch, dass die Stadt Luxemburg auf hügeligem Terrain gebaut ist, ergeben sich auf kleinem Raum teils beträchtliche Höhenunterschiede (230–402 m). Dies hat innerstädtische Mikroklimata zur Folge. Somit kann es vorkommen, dass Tallagen im Winter im Nebel verbleiben, während in den Höhenlagen die Sonne scheint. Auch sind die tiefer gelegenen Ebenen im Süden der Stadt weniger windexponiert und oft wärmer als die höher gelegenen Viertel im Norden (z. B. das Kirchberg-Plateau). In der Regel werden für Luxemburg-Stadt die Daten der nahen Wetterstation des Flughafens (Luxemburg-Findel) herangezogen. Durch deren exponierte Lage in 376 m Höhe außerhalb der Stadt sind ihre Messwerte jedoch nur bedingt auf die Verhältnisse der Innenstadt zutreffend.

Die Stadt Luxemburg verfügt über ausgedehnte Grünflächen, die im städtischen Bereich als Parks gestaltet, in den Außenbezirken zumeist bewirtschaftete Forste sind. Begünstigt durch das milde Klima haben sich diverse nicht einheimische Tiere angesiedelt.

Die Stadt Luxemburg hatte 132.778 Einwohner am 31. Dezember 2022. Darunter waren 38.740 einheimische Luxemburger und eingebürgerte Bewohner (29,18 Prozent) sowie 94.038 Menschen mit einer ausländischen Staatsangehörigkeit (70,82 Prozent).

In Luxemburg leben Menschen vieler Nationen und verschiedener Kulturen. Die Stadt ist eine der am stärksten multikulturell geprägten Hauptstädte Europas. Ihre Einwohner stammen aus insgesamt 163 Staaten, die meisten davon aus Frankreich (19.581), Portugal (13.024), Italien (7.821), Belgien (4.617) und Deutschland (3.925). Das Stadtviertel Cents ist das einzige, in dem die Einwohner mit luxemburgischer Staatsangehörigkeit in der Mehrheit sind. Das Bahnhofsquartier hat mit 84,39 Prozent den höchsten Ausländeranteil.

Luxemburger sprechen in der Regel als Muttersprache Luxemburgisch sowie fließend Deutsch und Französisch, die Amts- und Bildungssprachen sind. Die meisten können darüber hinaus noch Englisch sprechen. Französisch ist gerade im Stadtgebiet aufgrund der Anwesenheit vieler frankophoner oder romanophoner Einwanderer und Grenzgänger im Alltag sehr präsent. Portugiesisch ist durch die starke portugiesische Immigration weit verbreitet. In den Finanz- und Europavierteln der Stadt ist viel Englisch hörbar.

Luxemburgisch sprechen die Luxemburger im Alltag. Die Sprache spielt mit Blick auf die nationale Identität der Luxemburger eine bedeutende Rolle. Wer beispielsweise beabsichtigt, die Staatsbürgerschaft des Großherzogtums zu erwerben, muss durch Kenntnisse dieser Sprache eine gewisse nationale Identität nachweisen. Luxemburgisch ist in Luxemburg die am meisten gesprochene Umgangssprache, mit Ausnahme allerdings der Stadt Luxemburg. Wer beispielsweise ein Café oder Restaurant der Stadt aufsucht, wird zunächst meist mit Französisch konfrontiert, einerseits weil diese oft von Immigranten geführt werden, aber auch weil die luxemburgische Gastronomie für die Bedienung stark auf frankophone Grenzgänger zurückgreift. Die Lebensart in gastronomischen Belangen ist somit eher französisch geprägt. Deutsch ist demgegenüber vor allem Mediensprache in Presse und Büchern.

Straßennamen und andere Hinweisschilder sind mehrheitlich auf Französisch gehalten, wobei bei den Straßennamen oft auch die luxemburgische Entsprechung mit angegeben wird (z. B. Rue du marché-aux-herbes // Krautmaart), und Hinweise oft auch zweisprachig sind (französisch-deutsch). Für deutschsprachige Besucher der Stadt Luxemburg sind Grundkenntnisse in Französisch oder Englisch von Vorteil, wenngleich auf Nachfrage in der Regel eine Person mit Deutschkenntnissen aufzufinden ist.

Die ersten Siedlungsspuren auf dem Gebiet der Stadt Luxemburg gehen auf die Kelten zurück und stammen aus dem 2. Jahrhundert v. Chr. Ungefähr einhundert Jahre später drangen Römer in das Land Luxemburg ein, als Caesar um 58 bis 51 v. Chr. Gallien und einen Teil von Germanien bis zur Rheingrenze eroberte. Damit wurde das Gebiet des heutigen Luxemburg samt Stadt Luxemburg Teil des Imperium Romanum.

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