Luis César Amadori (* 28. Mai 1903 in Pescara, Italien; † 5. Juni 1977 in Buenos Aires) war ein argentinischer Filmemacher, Drehbuchautor und Schriftsteller italienischer Abstammung.
Amadoris Eltern waren von Italien nach Argentinien ausgewandert, während er noch ein Kleinkind war, so dass er in Argentinien aufwuchs. Nach einem abgebrochenen Medizinstudium arbeitete er als Journalist für verschiedene Zeitungen, unter anderem auch als Musikkritiker für Ultima Hora. Später verfasste er auch Theaterstücke und komponierte Tangos, zu denen auch Madreselva gehörte, den er zusammen mit Francisco Canaro schrieb.
Zum Film gelangte Amadori durch Ángel Mentasti. Sein erster Filmarbeit war 1936 Puerto Nuevo, bei der er zusammen mit Mario Soffici Regie führte. Dies war der Beginn einer über 30-jährigen Karriere als Regisseur und Drehbuchautor, bei der er an über 60 Filmen mitwirkte.
Bei den Dreharbeiten zu seinem Film Orquesta de señoritas lernte er 1941 die Schauspielerin Zully Moreno kennen und ging mit ihr eine Beziehung ein. Nach zahlreichen Auftritten Morenos in Filmen Amadoris berichtete die Klatschpresse über die Beziehung der beiden. Im April 1947 heirateten Moreno und Luis César Amadori. Nach dem Sturz Juan Peróns im Jahr 1955 flohen Moreno und Amadori nach Spanien ins Exil. In den 1970er Jahren zog das Paar nach Argentinien zurück, wo Amadori als Impresario die Leitung des Teatro Maipo in Buenos Aires übernahm. Dort verstarb er im Jahr 1977.
1940: El haragán de la familia
1941: La canción de los barrios
1945: Dos ángeles y un pecador
1948: König der Bettler (Dios se lo pague)
1949: Una noche en el Ta-Ba-Rín
1951: Maria Montechristo (Maria Montecristo)
1951: Me casé con una estrella
1952: La de los ojos color del tiempo
1958: ¿Dónde vas, Alfonso XII?
1958: Zwei Verliebte in Madrid (La violetera)
1958: Una muchachita de Valladolid
1960: Ein Thron für Christine (Un trono para Cristy)
1967: Un novio para dos hermanas
Luis Trelles Plazaola: South American Cinema: Dictionary of Film Makers. La Editorial UPR 1989, ISBN 978-0-8477-2011-8, S. 5–6 (Auszug)